24.08.12 11:12 Uhr
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Syrien-Konflikt: CDU-Politiker verlangt Vorzug von christlichen Flüchtlingen

Syrien ist bereits seit vielen Monaten Schauplatz für Tragödien und Leid. Hunderttausende Menschen verlassen das Land, auch nach Deutschland. Zumindest wenn es nach bekannten Außenpolitikern der großen deutschen Bundestagsparteien geht. Bedingt ist auch der CDU-Politiker Philipp Mißfelder dafür.

Allerdings knüpft er die Aufnahme an das Kriterium der Religion. Wenn es nach Mißfelder geht, sollen vorrangig christliche Flüchtlinge aufgenommen werden. Damit will er die christliche Gemeinde in Syrien schützen, da der Bürgerkrieg, so Mißfelder, "vor allem auch religiös motiviert ist".

Mittlerweile gelten 1,2 Millionen Syrer als "Vertriebene im eigenen Land". Etwa doppelt so viele sind unbedingt auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Zahl der Todesopfer nähert sich mit Rasanz und Vehemenz der 25.000-Marke. Diese Zahlen entstammen entsprechenden Einschätzungen von Amnesty International.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Politik
Schlagworte: CDU, Politiker, Syrien, Flüchtling, Konflikt
Quelle: www.zeit.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.08.2012 11:12 Uhr von Raskolnikow
 
+7 | -8
 
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Ich hab für diese Forderung nicht viel übrig. Die Betroffenen, die Flüchtlinge also, haben allesamt das gleiche Recht auf Hilfe, weil sie sich alle in der selben Not befinden.
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24.08.2012 11:19 Uhr von SNnewsreader
 
+15 | -7
 
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@Autor: Für den Bericht gab es ein +, jedoch nicht für den Kommentar.

Es ist Tatsache dass die Christen in diesen Ländern verfolgt werden, Kirchen geplündert und Priester getötet werden.

Nenne mir bitte einen Grund, warum ich diese Fanatiker hier aufnehmen soll, aber meine christlichen Brüder und Schwestern nicht bevorzugen soll.

mfg
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24.08.2012 11:23 Uhr von Raskolnikow
 
+2 | -13
 
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24.08.2012 11:26 Uhr von usambara
 
+6 | -8
 
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bisher sind doch über 90% der Vertriebenen sunnitische Moslems, deren Dörfer und Städte (-teile) vom schiitischen Regime bombardiert und zerstört oder belagert werden.
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24.08.2012 11:47 Uhr von faxe5
 
+8 | -5
 
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stimme voll zu: die Mutter und Schwester meiner Schwägerin, natürlich Christen, schon immer in Aleppo lebend, durften nicht nach D ausreisen, wurde von der dt.Botschaft abgelehnt ! Was sagt man dazu ? Doch im Gegensatz dazu werden ungläubige Moslems hier aufgenommen !!!!
Die beiden haben Todesangst, zZ keinen Kontakt mehr, ob sie noch leben fragen wir uns
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24.08.2012 12:13 Uhr von mardnx
 
+1 | -7
 
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dass religion nur ein werkzeug ist um die masse mensch zu kontrollieren ist noch keinen von euch gottegläubigen in den sinn gekommen oder?
an was höheres zu glauben ist in jedem menschen verankert egal wo auf der welt, das war schon immer so. Und einige wenige machen sich das schon immer zu nutze.
erleuchtung kann man nicht diktieren, den weg muss jeder selber gehen.

[ nachträglich editiert von mardnx ]
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24.08.2012 13:08 Uhr von HateDept
 
+2 | -7
 
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falsch interpretiert: dieser mir unsympathische CDU-Mann hat dies nicht "verlangt"!

Da er ja Mitglied einer christlichen Partei ist, kann ich nachvollziehen, dass er dafür plädiert, an erster Stelle seinen Glaubensbrüdern beizustehen.

Gerecht wäre es aber m.E. keineswegs, die Christen unter den Flüchtlingen zu bevorzugen.
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24.08.2012 14:13 Uhr von Noseman
 
+4 | -5
 
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Der Mann sollte mal das GG lesen: Art. 3 (3)

Was er da fordert (Benachteiligung, aber auch Bevorzugung aufgrund der Religion), ist mit dem Grundgesetz schlicht nicht vereinbar.

Dass das bei SN oft nicht verstanden wird, ist mir schon klar, aber von einem auch von mir gut bezahlten Berufspolitiker werde ich diese Kenntnis wohl verlangen dürfen.
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24.08.2012 14:23 Uhr von SNnewsreader
 
+4 | -1
 
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@Noseman: ein + für den Kommentar

dennoch laden wir diese Menschen ein, die eben unser Grundgesetz mit Füssen treten.

Geh Du als Christ in arabische Länder!!!

Ich denke dass Du genug Hirn hast mich zu verstehen. Zudem: Einer meiner besten Freunde ist Muslim. Ich bin ganz sicher kein Rassist.

mfg
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24.08.2012 16:21 Uhr von ElChefo
 
+4 | -1
 
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Noseman: Du machst es dir zu einfach.

Zunächst einmal gilt das Grundgesetz nur für Menschen innerhalb der Grenzen Deutschlands und teilweise auch nur für deutsche Staatsangehörige.

Zur Anerkennung als Asylant kommt auch nicht das GG an sich, sondern das AufenthG (...basierend auf Art 16a GG...) zur Anwendung.

Natürlich gibt es eine Dringlichkeits- und Statthaftigkeitsprüfung VOR der Anerkennung als Flüchtling. Schaut man sich die Umgangsweise mit der angesprochenen Flüchtlingsgruppe (...Christen...) in diesen Ländern an, kommt es natürlich zu einer Bevorzugung. Da braucht es nicht mal einen Bürgerkrieg in Syrien, der die Lebensbedingungen noch verschärft.

Man sollte dabei vielleicht auch im Hinterkopf behalten, das Flüchtlinge am besten in Ländern aufgehoben sind, die während ihres Aufenthaltes am ehesten auf ihre Bedürfnisse eingehen können. Von daher macht diese "Forderung" schon wieder Sinn.
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24.08.2012 17:02 Uhr von Noseman
 
+3 | -4
 
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@ElChefo: "Natürlich gibt es eine Dringlichkeits- und Statthaftigkeitsprüfung VOR der Anerkennung als Flüchtling."

Sowas hat stets eine Einzelfallprüfung zu sein, in der Pauschalisierungen (wie z. B. "ist Christ") generell nicht erlaubt ist.

Und nein, das Grundgesetz gilt keineswegs nur für "Menschen innerhalb der Grenzen Deutschlands und teilweise auch nur für deutsche Staatsangehörige".

Es ist höheres Recht, an das sich alle in Deutschland lebenden Menschen halten müssen (Staatsdiener sowieso, und das egal wo sie sind) und dem jedes andere Recht nachgeordnet ist.

Das es Sinn macht, flüchtigen syrischen Christen zu helfen, zweifel ich doch gar nicht an. Nur kann das nunmal nicht so begründet werden, wie das Philipp Mißfelder macht.

Ein Politiker mit sehr interessanten sonstigen Meinungen übrigens...
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26.08.2012 13:42 Uhr von ElChefo
 
+1 | -2
 
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Noseman: "Sowas hat stets eine Einzelfallprüfung zu sein, in der Pauschalisierungen (wie z. B. "ist Christ") generell nicht erlaubt ist."

Natürlich, was anderes habe ich auch nicht behauptet. Das gewisse Gruppen durch ihren Status ein höheres Schutzbedürfnis haben als andere dürfte sich wohl von selbst erklären.

"Und nein, das Grundgesetz gilt keineswegs nur für "Menschen innerhalb der Grenzen Deutschlands und teilweise auch nur für deutsche Staatsangehörige"."

Natürlich gilt es so, wie ich es geschrieben habe. Wäre dem nicht so, dann bitte: Erkläre die Eröffnungssätze zB der Artikel 8, 9, 11, 12 und so weiter.

"Es ist höheres Recht, an das sich alle in Deutschland lebenden Menschen halten müssen"

Wieso widersprichst du mir dann erst, um das mit diesem Satz wieder zurückzunehmen?

"Nur kann das nunmal nicht so begründet werden, wie das Philipp Mißfelder macht."

Wieso?
Hatten wir doch gerade: Anerkennung als Asylant begründet auf dem besonderen Status dieser Glaubensgemeinschaft in einem religiös geprägten Bürgerkrieg. Gar nicht mal so unverständlich.
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27.08.2012 09:13 Uhr von Noseman
 
+1 | -2
 
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Deinem letzten Absatz stimme ich zu: Ausdrücklich.

Nur ist das DEINE Forderung, nicht die von Mißfelder. Klar kann es ein Kriterium sein, als Christ verfolgt zu sein und deshalb aufgenommen werden zu sollen.

Das ist aber etwas anderes, als zu sagen, NUR oder VORRANGIG Christen zuhelfen, wie Mißfelder es laut Quelle tut:

"Der CDU-Politiker Philipp Mißfelder plädierte dafür, nur ausgewählte Flüchtlinge ins Land zu lassen:"

Ein "Vorzug" bei begrenzten Mitteln geht immer zu Lasten jener, die nicht bevorzugt werden, aber Mißfelder geht ja noch drüber hinaus und pauschalisiert.

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