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Dienstleistungsjob: Soziologen sprechen von einem neuen Proletariat

In Deutschland können Millionen Berufstätige von ihrer Arbeit fast nicht mehr leben. Die meisten Betroffenen arbeiten in Dienstleistungsjobs, als Reinigungskraft oder Altenpfleger.

Die Soziologie sieht diese Entwicklung mit Besorgnis und spricht bereits von einem "neuen Proletariat", das sich in Deutschland ausbreite.

Dies erinnere sogar an die Situation von vor hundert Jahren, so die Hamburger Wissenschaftler in ihrer Studie.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Job, Einkommen, Dienstleistung, Soziologie, Proletariat
Quelle: www.spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.08.2012 11:32 Uhr von timsel87
 
+27 | -0
 
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Nichts neues Wirklich keine Neuigkeit mehr, aber handeln will natürlich auch keiner.
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23.08.2012 11:33 Uhr von :raven:
 
+10 | -0
 
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Traurig aber wahr!
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23.08.2012 11:38 Uhr von call_me_a_yardie
 
+23 | -3
 
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Welcome to Germany: Ein Land was bald ausschliesslich aus Altenpflegern und Putzkräften besteht ( natürlich bei Zeitarbeits - Firmen angestellt ). Die einzige die sich dran freuen wird ist Ursula von der Leyen, da die Personen nicht mehr als arbeitslos aufgeführt werden.
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23.08.2012 12:05 Uhr von sicness66
 
+14 | -0
 
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Wie kann das denn sein ? Ist doch alles so schön hier. Kaum Arbeitslose, spätrömische Dekadenz. Friede Freude Eierkuchen. Ach nee halt, es ging um Deutschland...
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23.08.2012 12:42 Uhr von ThomasHambrecht
 
+8 | -8
 
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Als Freiberufler im Dienstleistungssektor kann ich dazu nur eines sagen:
Man verliert einen Großteil der Aufträge in den verschiedensten Bereichen an Schwarzarbeiter - oft und gerne Hartz4-Empfänger.
Alle Ehrlichen müssen 19% MwSt, Krankenkasse usw abführen und ihre Miete selbst bezahlen. Whärend für die Hartz4-Empfänger die Krankenkasse und Rente abgeführt wird.
Egal ob ein alter Heizungstank im Keller raus muss - oder ob im Garten Platten gelegt werden müssen.
Und wieviele Reinigungskräfte schwarz oder illegal über Fremdfirmen aus dem Ausland vermietet werden, will ich gar nicht wissen.
Das macht die Preise kaputt, weil man damit kaum konkurieren kann.
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23.08.2012 12:42 Uhr von neminem
 
+2 | -11
 
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Ich sag nur: Servicewüste Deutschland. Selbst dafür ist das Proletariat zu dumm.
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23.08.2012 12:47 Uhr von bassmensch
 
+8 | -3
 
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nur jammern bringt aber nichts -: ich kann die ewige rumheulerei nicht mehr hören - alle motzen und maulen nur rum. aber keiner bewegt seinen arsch, um was zu ändern - bequemlichkeit? angst?
vor über 100 Jahren hat mal ein schlauer deutscher gesagt - PROLETARIER ALLER LÄNDER VEREINIGT EUCH - dieser satz gilt mehr denn je!
also wer was ändern will muß sich bewegen, am besten gemeinsam. das ewige rumgeheule in plattformen wie dieser nervt endlos........
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23.08.2012 13:20 Uhr von hujiko-san
 
+7 | -0
 
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@ThomasHambrecht: Ja, das Problem kenne ich auch so: Solange Schwarzarbeiter so günstig arbeiten, dass der potenzielle Auftraggeber auf seine durch mich geltend machbare Vorsteuer scheißt, solange muss ich Arbeitszeiten jenseits von Gut und Böse erbringen, um mich über Wasser zu halten.

Aber, Schwarzarbeiter sind nur ein Teil des Problems:
Was ist mit Studenten? Versteht mich nicht falsch, ich bin selber Student, nebenbei Freelancer.
Teils horrende Studiengebühren, kaum haltbare Regelstudienzeiten, aka. Förderungshöchstdauer, und schon entsteht auch hier ein Heer Lohndumper, weil sie keine andere Wahl haben, so sie denn ihr Studium beenden wollen und Mommy und Daddy nicht löhnen können.

Obendrein diese "Geiz ist geil"-Mentalität... bloß keinen Cent zu viel bezahlen wollen, outsourcen, was man nur outsourcen kann, sich die Bude mit billigem China-Plunder zumüllen. Ach, so gehen Märkte kaputt und die Abwärtsspirale kann sich gehörig drehen.
Hauptsache die Glotze ist so groß wie ein halbes Fußballfeld, und ich kann sie sofort haben... dann ist es ja vollkommen Rille, woher die kommt. Ethisch-moralische Forderungen an Firmen existieren doch nur auf dem Papier... in der Realität reicht´s ja, wenn der Ranzen (vorerst) fettgefressen ist.

Ein bisschen mehr Patriotismus täte diesem Land gut. Und nein, ich rede hier nicht von diesem unseligen Dummdödel-Nationalismus, Türkengebashe und was weiß ich für braunen Stilblüten.
Ich rede von einem Patriotismus, der es mir gebietet, ein deutsches Produkt zu einem höheren Preis zu kaufen, auch wenn die Qualität schlechter ist, und ich vorher zwei Monate länger sparen muss. Das Verstehen des Umstands, dass Verzicht und Einschränkung langfristig zu einer höheren Lebensqualität für alle führen könnte.

Aber nunja, solange "Designed in Germany - Made in China" genügt, wird das hier alles genau so weiter gehen.

[ nachträglich editiert von hujiko-san ]
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23.08.2012 13:40 Uhr von call_me_a_yardie
 
+1 | -3
 
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@hujiko-san: Zu dem Thema Studenten muss ich sagen das die es meiner Meinung nach nicht so schwer haben Geld für Ihre Studiengebühren aufzubringen.

Einige meiner Freunde hier im Grossraum Frankfurt / Main verdienen In Ihren Nebenjobs zum Studium mehr als ich Vollberuflich mit abgeschlossener Berufsausbildung. Die meisten Arbeiten für Promo Agenturen und bekommen da sie ein Kleingewerbe anmelden müssen Brutto für Netto und das ist für 2 Wochen Promo Einsatz öfters mal 3.000 Euro netto.

Auch wenn ich es Ihnen gönne verstehe ich diese Logik nicht wie man fürs verteilen von Feuerzeugen und verteilen von Zigaretten prospekten soviel Geld verdienen kann.
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23.08.2012 14:10 Uhr von HetzersindKetzer
 
+5 | -2
 
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Interessant: Interessant, dass Die Linke es kurz nach der Agenda2010 prophezeit hat und man sie immer noch als Kommunisten darstellt und Angst vor denen hat.

Wie sagt man so schön. Jede Bevölkerung bekommt die Regierung, die sie verdient.
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23.08.2012 14:19 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -1
 
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@hujiko-san ich sehe aber hier einige richtig angemeldete Firmen, die gezielt Harz4-Empfänger aufpicken, um sie für Gebäudearbeiten, Malerarbeiten usw. beim Kunden arbeiten lassen.
Der Kunde hat ganz offiziel eine echte Firma beauftragt, zahlt Mehrwertsteuer usw. - aber der Arbeitgeber gibt den Hartzern abends lediglichen ein paar Euro in die Hand, den sie stehen nicht auf der Lohnliste. Hartz4 + Zusatzverdienst.
Da kann die Firma natürlich mit sehr geringen Stundenpreisen die Konkurrenz unterbieten.

Ich persönlich habe damit keine Probleme mehr, da ich eine exklusive Dienstleistung anbiete, die eine teure Ausrüstung erfordert. Ich konzentriere mich auf die Kunden, die eine besonders hohe Qualität möchten und dafür auch gerne gut zahlen.
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23.08.2012 14:22 Uhr von call_me_a_yardie
 
+1 | -2
 
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@HetzersindKetzer: wie sagt man "auch ein Blindes Huhn findet mal ein Korn" Schon alleine da sie immer alles verstaatlichen wollen egal in welcher Debatte. Banken Krise - Banken verstaatlichen etc pp. Da gebe ich meine Stimme lieber den Chaotischen Piraten als ner Partei aus Alt Kommunisten auch die werden uns aus dieser Krise nicht retten können. Da muss jeder mal den Arsch hoch kriegen und unserer Regierung deutlich machen was hier falsch läuft. Und bitte nicht falsch Verstehen ich rede NICHT von gewalttätigen Aktionen !!!
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23.08.2012 14:32 Uhr von PeterLustig2009
 
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@call_me_a_yardie: Ich weiß ja nicht ob deine Freunde dich anflunkern oder am Fiskus vorbeiarbeiten (wahrscheinlich) aber bei den Summen die du in den Raum wirfst arbeitet auch ein Student nicht für brutto=netto. Schon gar nicht auf Gewerbeschein da es da völlig egal ist ob du Student bist oder nicht.

Das einzige worüber man sich streiten kann ist warum ein Werkstundent (20 h/Woche) nur ca 10% Steuern bezahlen muss und dann noch einen Gr0ßteil davon wiederbekommt (Lohnsteuerjahresausgleich)

Das größte Problem sind immer noch Schwarzarbeiter und die zum glück wenigen schwarze Schafe die untertrariflichen Lohn zahlen
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23.08.2012 15:56 Uhr von hujiko-san
 
+2 | -0
 
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@call_me Die gibt es mit Sicherheit auch, und vor allem in größeren Einzugsräumen. Aber, bei 3000€ müssen wir nicht mehr über BAföG reden... der maximale Zuverdienst liegt bei 4K/a.

Mir geht es vor allem darum, dass mittlerweile viele Studenten zwangsweise auf den Arbeitsmarkt drängen. Es gab seit jeher einen gewissen Anteil, der fleißig nebenbei werkeln ging, und das ist auch okay so. Gehöre ich selbst dazu. Seitdem der finanzielle Druck gehörig zugenommen hat, fällt mir persönlich gerade auf, wie krampfhaft sich ein stetig wachsender Teil um Arbeit bemüht. Nach Erreichen der Förderungshöchstdauer wird dann halt intensiver und mehr gearbeitet, und das Studium hintenan gestellt, diese Studis bleiben als Niedriglöhner faktisch länger erhalten.

@ThomasH
Mich betrifft das auch nur indirekt, da ich eine Dienstleistung anbiete, die eine gewisse Expertise erfordert und gleichermaßen dazu führt, dass man allzu schnell für den Kunden unabkömmlich wird. Mittlerweile darf ich auch wählerisch sein. ;)

@ZRRK
Die Politik trägt hier keineswegs die Alleinschuld. Letztlich hat sich ein jeder an die konsequent niedrigen Preise gewöhnt, ist nicht mehr bereit, mehr zu zahlen, weil der Bezug zur Wertigkeit einer Dienstleistung überhaupt nicht mehr gegeben ist.
Mindestlohn... naja, ich gebe dir Brief und Siegel darauf, dass das zu Entlassungen führt, und die ganze Geschichte auf dem Buckel der weiterhin Beschäftigten ausgetragen wird. Dann ist eben nicht mehr maßgeblich, wer weniger Lohn möchte, sondern wer bereit ist, sich in einem weitaus höherem Maß zum Mindestlohn zu prostituieren.
"Wie Bitte? Sie wollen Überstunden bezahlt haben, und auch noch nach 12h nach Hause gehen? Na, dann sagen sie mir doch bescheid, wenn sie so eine Arbeitsstelle gefunden haben!"

Das Problem ist, dass hier im Allgemeinen alles zur Billigware verkommen ist, anteilig viel zu wenig kostet, und fast jeder das auch noch richtig und gut so findet. Der "kleine Mann" beteiligt sich am Ausverkauf des hiesigen Marktes, scheint es entweder überhaupt nicht zu realisieren, oder darauf zu scheißen.
Wie schon einmal geschrieben, wollte ich mir vorletztes Jahr eine in Deutschland produzierte Waschmaschine kaufen, also im Sinne, dass wenigstens das Gros der Teile aus Deutschland stammt, und die Endfertigung hier stattfindet, und war bereit, dafür auch richtig tief in die Tasche zu greifen. Gefunden habe ich einen Hersteller, der diesem Kriterium wenigstens halbwegs entspricht. Und genau das, ist bezeichnend für die aktuelle Lage.

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