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Kulturmeinung: Durs Grünbein - Der falschgelobte Dichter

Helmut Schmidt wird seit Jahren als der große Kanzler tituliert. Genauso hochgelobt wird der Büchnerpreisträger Durs Grünbein. Und so wird er als ein wahrlich großartigen Dichter gehalten. Doch soviel Glanz bringt auch manchmal seine Schattenseiten mit sich. Der Beweis: Grünbeins neues Gedicht.

Laut der Meinung von Journalist und Autor Fritz J. Raddatz gelinge zwar Grünbein einige beachtliche Grundsätze für Gedichte, doch zu einem poetischen Werk fehle ihm noch das nötige Talent. So zeige vor allem der neue Gedichtband eine erschreckende Wahrheit. Das Buch beschreibe regelrecht Verse ohne Rätsel.

Es fehle einfach der Biss, der die Leser in das Gedicht einbindet und sie fesselt. Raddatz spricht sogar von schnoddrigen und pseudotiefsinnigen Textphasen, die rasch abgreifbar wie Fernsehnachrichten sind. Es fehle dem ganzen Werk einfach die Zucht.


WebReporter: Trikoflex
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Werk, Lob, Gedicht, Dichter
Quelle: www.welt.de

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