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Krankenkasse: Beiträge werden nicht gezahlt

Im Jahr 2007 wurde die Versicherungspflicht von der damaligen SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt eingeführt. Nun wird die Kehrseite sichtbar, denn innerhalb eines Jahres sind die Schulden der Beitragszahler um 55 Prozent gestiegen.

Aus einem Zeitungsbericht geht hervor, dass die Außenstände der gesetzlichen Krankenversicherung binnen eines Jahres um 55 Prozent durch säumige Beitragszahler gestiegen sind. Das bestätigte nun auch die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Um den versäumten Beitrag einzufordern, schlägt der CDU-Politiker Jens Spahn vor, eine Zwangsvollstreckung zu voll ziehen. Vor allem Selbstständige mit geringen Einkommen sollten bei den Krankenkassenbeiträgen mehr entlastet werden. Es lege nicht in seinem Interesse, sie in Zahlungsproblem zu treiben.


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WebReporter: Trikoflex
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Kosten, Krankenkasse, Behandlung, Praxisgebühr, Ulla Schmidt
Quelle: www.welt.de
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.08.2012 17:05 Uhr von Trikoflex
 
+6 | -11
 
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Das beweist wieder, wie unnötig diese Krankenkassenbeiträge in Wirklichkeit sind..Für den Arzt ist es ein unnötiger Mehraufwand von Bürokratie und für den Patient ist es ein unnötiger Verlust, der sowieso von Krankenkassen für Späße ausgegeben werden. Am Ende gehören die Krankenkassen zu den wahren Gewinner und alle andere machen finanziellen Verlust.
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21.08.2012 17:15 Uhr von FrankaFra
 
+38 | -2
 
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Oho! "Um den versäumten Beitrag einzufordern, schlägt der CDU-Politiker Jens Spahn vor, eine Zwangsvollstreckung zu voll ziehen."

Und da ist er von ganz alleine drauf gekommen?
Also jemand, der es sowieso nicht bezahlen kann, soll auch noch vollstreckt werden?
Oder kommt nun wieder das Märchen, sie würden ihr Geld verstecken und es für Autos und Fernseher ausgeben?

Der Kapitalismus macht aus Menschen echte Fucker.
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21.08.2012 17:25 Uhr von dreamlie
 
+14 | -1
 
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kann ich jetzt nicht nachvollziehen...
erst haben die zu viel Umsatz gemacht und jetzt fehlt denen was...???
Klär mich mal bitte Einer über dieses Prinzip auf...*kopfschüttel*
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21.08.2012 17:37 Uhr von Mailzerstoerer
 
+5 | -4
 
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Hier kann wohl kaum von gesetzlich Versicheten: die rede sein, denn einem angestellten Arbeiter oder Angestelltem werden die Krankenkassenbeiträge gleich vom Lohn abgezogen, die 10€ pro Quartal kassieren doch die Arzthelferinnen gleich zum Quartalsanfang ab ohne die 10€ brauch ich bei meinem Hausarzt nicht hin,glaube das macht fast jede Arztpraxis so.
Also kann sich die 55% Steigerung nur auf Selbständige beziehen, die leider immer wieder am falschen Ende sparen wollen und nicht daran denken, was ist wenn ich mal ernsthaft erkranke.
Als Selbständiger muss ich nicht zwangsweise in die PKV,was viele nämlich auch nicht wissen.
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21.08.2012 18:00 Uhr von sicness66
 
+8 | -1
 
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Mail: Es gibt aber nicht nur gesetzlich versicherte Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitslose, Studenten und Rentner.

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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21.08.2012 18:02 Uhr von Katzee
 
+4 | -1
 
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Im Original-Artikel: geht es darum, dass Selbstständige ihre KV-Beiträge nicht bezahlen und daher die Krankenkassen für deren Behandlungskosten aufkommen müssen, d.h. beim Arzt wird zwar eine Krankenkasse angegeben (oder Versichertenkarte vorgelegt), über die der Arzt seine Rechnung einreichen kann, den entsprechenden Krankenkassenbeitrag bezahlen aber immer weniger Selbstständige. Dies Verhalten geht letzten Endes zu Lasten der anderen Versicherten, die diese Behandlungskosten mit auffangen müssen.
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21.08.2012 18:18 Uhr von tobsen2009
 
+1 | -3
 
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ist doch kein Wunder nur mal als Beispiel das Basistarif-Modell in der PKV für Selbstständige;

KV-Nehmer kann seine Beiträge im normalen KV-Tarif nicht mehr zahlen, dank der Versicherungspflicht die 2009 für Selbstständige eingeführt wurde, ist ein kündigen seitens der KV nicht mehr möglich. Solche Kunden werden dann auf Grund der Versicherungspflicht in den sog. Basistarif gesteckt, welcher sich an die GKV Leistungen orientiert. Dieser Basistarif kostet für einen ca. 30Jahre alten Mann monatlich(!) ca. 640.-EUR. Da der KV-Nehmer sein bis dato normalen Beiträge schon nicht zahlen konnte, wird ab dann seinem "Kundenkonto" schön jeden Monat 640.-EUR-Minus gebucht. Und da wundern die sich, dass die Beiträge nicht mehr bezahlt werden. Ein Freund macht das grad durch und da bekommt man viel mit, kann einem echt nur Leid tun.
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21.08.2012 18:20 Uhr von KPF-Geronimo
 
+1 | -1
 
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@ sicness66: Ich möchte dir an dieser Stelle einmal mitteilen, das man auch den Rentnern die KV- Beiträge automatisch abzieht.
Auch Renter blechen heutzutage.
In diesem Sinne ;-))

[ nachträglich editiert von KPF-Geronimo ]
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21.08.2012 19:05 Uhr von no_trespassing
 
+4 | -0
 
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Typisch: Das haben sie davon, mit ihren tollen Ich-AGs.

Eine Ich-AG gab es sowieso nie, weil niemand von den Einzelpersonen auch nur einen Bruchteil der 50.000 Stammeinlage für eine AG hätte aufbringen können. Der Begriff ist - so wie die Arbeitslosenzahlen auch - reine Augenwischerei.

Es ging nur darum, die Leute aus den Sozialversicherungen herauszubekommen. Als immer mehr Leute dann wegen ihrer geringen Einkommen ohne Versicherung waren, aber Notärzte sie trotzdem behandeln mussten, weil sie sich sonst bei Fällen wie Herzstillstand sogar fahrlässiger Tötung strafbar gemacht hätten, kam dann auch endlich die Politik drauf, dass man die Leute nicht einfach wie fauliges Obst aussortieren und sich selbst überlassen kann.

Also wieder eine Pflichtversicherung, die aber - der lieben Ich-AGs sei dank - viele heute nicht bezahlen können.

Übrigens: Ein sozial eingestellter Unternehmer in Sachsen hat mal dutzende Über-60-Jährige eingestellt. Die Krankenkassen haben die Arbeitsverträge angefochten, weil sie Scheinarbeitsverhältnisse witterten. Das war noch zu einer Zeit, wo man sich nicht versichern mussten. Denen war das ganz recht, dass die Leute "draußen" blieben.
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21.08.2012 19:16 Uhr von georgygx
 
+3 | -0
 
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so ein mist mit der zwangsversicherung

ich war 2008 arbeitslos und mir wurde das arbeitslosengeld verweigert, weil ich die 2 jahre davor nur mein abi am abendgymnasium gemacht hatte.
als ich harz4 haben wollte, sagten die mir ich bekomme nichts, weil ich noch im haus der eltern wohne und die eltern mich versorgen können...

nicht nur, dass ich mich von den ämtern veralbert fühlte, kam dazu auch noch 2009 eine fette rechnung von der dak mit 1800 euro nachzahlung.

also direkt einen brief geschrieben, dass ich keine unterstützung bekomme und auch kein geld habe ...
2 monate später kommt ein brief mit einer schweren drohnung ich solle mich auf hohe gerichtskosten einstellen...

da ich eh kein geld hatte, ignorierte ich die fristen...
wir haben nun 2012 und immer noch keine weitere drohung von der dak oder irgendwelchen anwälten.

ich glaube die krankenkassen wissen selber sehr gut wie schlecht durchplant die zwangsversicherung ist.

[ nachträglich editiert von georgygx ]
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21.08.2012 20:11 Uhr von Lebensgefahr
 
+1 | -0
 
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Autor ist nicht nur dumm Zitat:
Das beweist wieder, wie unnötig diese Krankenkassenbeiträge in Wirklichkeit sind.

Seit wann soll eine Kasse auf Beiträge verzichten. Wie und womit sollen die Leistungen gezahlt werden.

Deine Meldung hier hat mit der Ursprungsmeldung nichts zu tun.
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21.08.2012 23:25 Uhr von Bjoern81
 
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jetzt mal ein Beitrag aus der Praxis: es handelt sich zumeist um Beiträge aus der freiwilligen Versicherung der sog. Pflichtversicherung für Nichtversicherte oder wie ihr es nimmt die Zwangsversicherung.

Hintergrund ist, dass die Politik eingeschritten ist, weil sich vermehrt Personenkreise eine Krankenversicherung gespart haben aber dann zum Arzt und ins Krankenhaus gepilgert sind und getreu dem Plenum auf unterlassene Hilfeleistung ohne Nachweis einer Krankenversicherung, sprich im Zweifel im Rahmen einer Privatliquidierung die Behandlung in Anspruch nahmen. Geld war natürlich keins da, der Behandler sah nichts. Um zu erzwingen, dass die Behandler an ihr Geld kommen wurd die Pflicht zur Versicherung eingeführt.

Beiträge sind die per Definition zu entrichten für die Möglichkeiten Leistungen zu beanspruchen unabhängig der tatsächlichen Inanspruchnahme. Angesichts der Tatsache, dass die Beiträge per se fällig werden, dafür unabhängig der eingezahlten Summe Leistungen analog des Leistungskataloges bezahlt werden, stellt sich sich entsprechend die Fragestellung aus welchem Grund bei Personenkreisen die sich nicht darum gekümmet haben, Beiträge erlassen werden sollten, während andere denen es nicht finanziell nicht besser ging, durchgehend Beiträge entrichtet haben. Mir ist klar, dass die Kommentatoren Soldidarität als "toll einer zahlt für mich" ansehen finde ich dennoch die Begründung plausibel.

An den schlauen Autor von mir doch egal ich zahl da eh nichts: keine Sorge..die Beiträge verjähren, insofern diese wie Ihnen bereits festgestellt wurden, definitiv nicht so schnell. Wenn sie zum Beispiel eine Tätigkeit aufnehmen, aus welcher ein Entgelt über die Pfändungsfreigrenze resultiert, wird das Hauptzollamt vorstellig werden.
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21.08.2012 23:35 Uhr von Lebensgefahr
 
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Da ich in der Rückstandabteilung: einer Krankenkasse gearbeitet hatte folgendes.
Die Beiträge werden durch Beitragsbescheide in der Verjährung alle 4 Jahre unterbrochen. wenn also regelmässig Beitragsbescheide erstellt werden, verjährt die Forderung erst nach 30 Jahren. Wir sind sehr hinterher, dass die Frist nicht verpasst wird.
Jährlich werden auch Daten mit anderen Kassen abgeglichen. Sobald der Schuldner irgendwo anfängt zu arbeiten pfänden wir umgehend. Und alle 4 Jahre kommt der Gerichtsvollzieher und nimmt eine Wohnungsbesichtigung vor. Dann wird der Schuldner vor das Amtsgericht geladen, damit er die Eidesstattl. Versicherung abgeben darf. Somit bekommt er nirgendwo mehr Geld. Ich sage euch, mein Beruf war sehr interessant. Vor allem, wenn einer nach 20 Jahren mit seinen Beitragsschulden konfrontiert wird. Auch wenn es nur mal 50 Euros waren. Da wir natürlich auch Zinsen erheben, kommt aus einer Höhe von 50 Euros nach Jahren locker ein paar Hundert Euros zusammen. Wie gesagt, wir lieben unsere (ehemaligen) Versicherte. Und ganz besonders die Beitragsschuldner.
Wenn ihr übrigens den Zusatzbeitrag nicht gezahlt habt, richtet dem Gerichtsvollzieher winkend schöne Grüsse von Eurer Krankenkasse aus!

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