21.08.12 08:22 Uhr
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Mineralölwirtschaft gegen einen Verkaufsstopp des Biokraftstoffes E10

Die Mineralölwirtschaft hat es abgelehnt, den Verkauf des umstrittenen Biosprits E10 zu stoppen. Zuvor hatte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel von der FDP den Verkaufsstopp für den Kraftstoff gefordert. Grund dafür ist die weltweite Nahrungsmittelknappheit.

"E10 wird nicht abgeschafft, aber Ethanol aus Brotgetreide muss durch Alternativen ersetzt werden", so der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, Klaus Picard.

Ebenso sagte die Bundesregierung, dass man trotz des hohen Getreidepreises an dem Kraftstoff und an der Biokraftstoff-Strategie festhalten wolle.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Verkauf, Stopp, E10, Biosprit, Dirk Niebel, Getreide
Quelle: www.n24.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.08.2012 08:32 Uhr von StarneyBinson
 
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Klar wollen die nicht den E10 abschaffen, so haben die weiterhin ´nen Grund die Benzinpreise nochmal zu erhöhen, weil keiner das E10 kauft und die Tankstellen ´ne Strafe zahlen müssen, die wahrscheinlich nicht mal 10% der Einnahmen durch die Erhöhung ausmachen.
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21.08.2012 08:45 Uhr von web-it
 
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Aus Lebensmitteln Benzin herzustellen, ist ein Verbrechen.
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21.08.2012 09:01 Uhr von Randall_Flagg
 
+2 | -9
 
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Nahrungsknappheit bedingt durch E10?

Warum werden dann immer noch jährlich zig millionen Tonnen Lebensmittel seitens der Supermärkte weggeworfen, nur weil sie in der Verpackung einen Knick haben oder andere kleine Makel, die keinen Einfluss auf den Zustand der eigentlichen Speise haben? Vielleicht sollte man dagegen erstmal vorgehen bevor man so einen Mist quatscht.
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21.08.2012 09:18 Uhr von fuxxa
 
+2 | -0
 
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Ich wäre schon bereit mehr für Lebensmittel zu zahlen, wenn dadurch die Spritpreise sinken würden, da ich für Sprit mehr ausgebe, als fürs Essen. Menschen ohne Auto sehen das natürlich anders. Es vertritt jeder den Standpunkt, der für ihn selbst der profitabelste ist.

Herr Niebel sollte es sich in seinem Wahlkampfgetue nicht mit den Autofahrern verscherzen indem er versucht sich die Stimmen von paar Ökos und Gutmenschen zu sichern, denn Autofahrer haben in der Regel die höhere Kaufkraft und zahlen mehr Steuern und Ökos wählen eh keine FDP.
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21.08.2012 09:38 Uhr von DerPepe
 
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das problem ist, dass die ganze E10 Sache aktuell noch schwachsinn ist.
habe 2 - 3 Monate E10 getankt um dann wieder auf normal Super zu wechseln.
durch die kürzere Reichweite ist mir das Tanken mit E10 letztendlich teurer geworden als mit Super. Würden sie einen wirklichen Anreiz schaffen (E10 vom Preis her auf Dieselniveau, bzw. einfach keine Ökosteuern berechnen bei E10) würde der Kraftstoff mehr genutzt werden und er hätte Sinn.
Aktuell macht er wirtschaftlich gesehen auf jedenfall bei mir keinen Sinn, also wird er nicht getankt.
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21.08.2012 09:53 Uhr von Bibabuzzelmann
 
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Also ich kenne keinen, der diesen Mist tankt....ist ja auch nicht wirklich sinnvoll, dass in andern Ländern die Menschen auf ihr täglich Brot verzichten müssen, nur damit ich ne andere Spritsorte tanken kann, die eigentlich nix besser macht, eher schlechter....
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21.08.2012 10:30 Uhr von Bibabuzzelmann
 
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@Jauche: "Sie geben sich als hochdotierte Manager aus, aber im Grunde haben die 0 Lebenserfahrung."

Das Schlimme an der Sache ist, die werden so gezüchtet ^^
Deren einziger Sinn im Leben ist es, den Profit zu maximieren, ohne Rücksicht auf Verluste, das sind eigentlich Lemminge die man bemitleiden müsste :)
Aber die richten so viel Schaden an, dass man sie gar nicht bemitleiden kann lol
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21.08.2012 11:31 Uhr von hujiko-san
 
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@Randall_Flagg: Also, in sämtlichen Betrieben, in denen ich arbeitete, und die zwangsläufig Lebensmittel entsorgen musste, wurden diese der Kompostiererei oder einer bei uns seinerzeit schon in der Nähe befindlichen Biogasanlage übereignet. Gerade Ersteres ist meines Erachtens nach ziemlich sinnvoll.
Das Problem ist, dass wir verderbliche Waren ab einem gewissen Punkt nicht mehr in Regionen mit Lebensmittelknappheit transportieren können, und diese zwangsläufig anderweitig nutzen müssen. Wenn man jetzt bedenkt, wie gering teilweise die Gewinnmargen im Lebensmittelgeschäft ausfallen, bleibt auch einfach nicht mehr der Spielraum, um größere Mengen "nicht mehr verkaufsfähige" Lebensmittel zu günstigen Preisen unters Volk zu bringen. Gegen das Überangebot lässt sich freilich nur schwer etwas unternehmen, weil dann der Einzelne auf einen Teil der Warenvielfalt verzichten müsste, was auch wieder nicht genehm wäre. Schwierig also.

@fuxxa
Wie du schon so schön geschrieben hast, argumentiert da jeder von seiner Perspektive aus. Ich als überzeugter Nicht-Autofahrer empfinde sofort Empörung, wenn ich für anderer Leute Auto in Form von Lebensmitteln, die ich halt zwangsläufig verbrauchen muss, mit bezahlen soll. Kommt für mich nicht in Frage.
Auf der anderen Seite, würde auch der Autofahrer mit einer Umlage auf die Lebensmittelpreise doppelt zur Kasse gebeten. Letztlich müssten die Versorgungsleistungen für Einkommenslose und Geringverdiener erhöht werden, was wiederum zu höheren Sozialabgaben führen würde, usw. Letztlich könnte ich mir vorstellen, dass dabei eine Nullrechnung herauskäme.

Widersprechen muss ich dir bei deiner Ausführung bzgl. der Kaufkraft und Konsumfreudigkeit. Ich persönlich, und viele der mir bekannten Auto-Abstinenzler auch, verzichten auf dieses, um mehr Spielraum für anderweitige Ausgaben zu haben. Und ich persönlich nutze diesen intensiv. :) Ich bin demgemäß also weit davon entfernt, mich in der Öko-Ecke zu positionieren.
Auf der anderen Seite kenne ich natürlich auch noch die Situation in ländlicheren Gebieten, wo der Besitz eines Autos fast lebenswichtig ist. Freilich wäre dort mein Lebensentwurf nicht praktizierbar. Oft ist es da jedoch so, dass die Notwendigkeit ein Auto zu besitzen, die restliche Konsumkraft immens schmälert. So jedenfalls meine eigenen Erfahrungen.

Nun, letztlich halte ich Bioethanol einfach nicht für einen sinnvollen Entwicklungsschritt, wenn es um das Antreiben von Automobilen geht, zumal die Verknüpfung zu einem lebenswichtigen Bedürfnis, dem Essenmüssen, nun einmal gegeben ist. Die Folge ist nur, dass man jenen, die bereit sind, auf Kosten des hungernden Teils der Weltbevölkerung zu spekulieren, sich zu bereichern, Tür und Tor öffnet. Das kann schlichtweg nicht Ziel des Ganzen sein, und würde letzten Endes ohnehin wieder auf unserer aller Schultern ausgetragen werden.

Lösungsansatz kann - zumindest kurzfristig - auch nicht die Abschaffung des Individualverkehrs sein. Das gibt unsere infrastrukturelle Beschaffenheit nicht her, und erforderte vorweg immense Anpassungsleistungen. Fakt ist jedoch, dass wir mit Blick auf die Entwicklungen im Bereich ´Autofahren´ es nicht versäumen dürfen, den ÖPNV zu stärken. Geht der Trend so weiter wie bisher, wird die Zahl derer, die darauf angewiesen sein werden, stetig steigen. Gerade in ländlichen Gebieten ist es beinahe unmöglich, sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln sinnvoll fortzubewegen.
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21.08.2012 11:39 Uhr von ollyhal
 
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Foodwatch: es gibt aktuell in Aktion von Foodwatch http://foodwatch.de/...

Dort kann jeder teilnehmen und vielleicht noch etwas ändern.
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21.08.2012 12:21 Uhr von Suffkopp
 
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warum sollte: die auch aufhören E10 zu produzieren. Sie würden doch ein Argument aus der Hand geben warum sie gerade wieder die Preise erhöhen müssen.

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