20.08.12 12:09 Uhr
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"Pussy Riot" und Julian Assange - Berichterstattung mit zweierlei Maß?

Sie sind die zur Zeit brisanten Themen in der Berichterstattung: Das Urteil gegen die russische Punkband "Pussy Riot" und die Posse um WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Autor Sebastian Müller stellt auf der Webseite "le Bohemien" schlichten Kampagnenjournalismus und Heuchelei des Westens fest.

So wurde "Pussy Riot" wegen Störung der Religionsausübung verurteilt. Westliche Medien prangerten das Rechtssystem in Russland an und feierten die Band als Widerständler. Dass dieses Urteil von der russischen Bevölkerung begrüßt wird, findet in der Berichterstattung kaum statt, so der Autor.

Julian Assange würde dagegen als Antiheld dargestellt, so Müller. Statt ihn zu schützen, die liberalen Werte der Informationsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit zu stärken, schwächen sich die Medien selbst. Der Autor fragt sich schließlich, wie der Westen reagiert hätte, säße Assange in Russland fest.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kommentar, Julian Assange, Berichterstattung, Pussy Riot, Pussy, Maß
Quelle: le-bohemien.net

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.08.2012 12:09 Uhr von sicness66
 
+10 | -2
 
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Ein interessanter Kommentar, der die Heuchelei der westlichen Medien auf den Punkt bringt. Wie zur EM in der Ukraine oder zum ESC in Aserbaidschan klagt der Westen die vermeintlich undemokratischen Systeme an, aber lässt genauso vor der eigenen Haustür Grundprinzipien des Rechts vermissen. Aber eins ist sicher: In zwei Wochen interessiert sich niemand mehr für Pussy Riot.
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20.08.2012 13:18 Uhr von Justus5
 
+4 | -0
 
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Sehr gute Quelle. Sollte jeder die 3 Minuten Zeit nehmen, das zu lesen.

Übringens auch gute Zusammenfassung das SN-Autors.
Wenn ich auch seine Meinung, dass über Pussy Riot in zwei Wochen niemand mehr spricht, nicht teile.
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20.08.2012 15:13 Uhr von sicness66
 
+1 | -0
 
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Terror: Kann ich nur bestätigen deinen Kommentar bei der anderen News.
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20.08.2012 18:08 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -0
 
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Ergänzend zum Thema Assange: Ergänzend zum Thema Assange:

http://www.nachdenkseiten.de/... (bezieht sich ebenfalls auf den in der News genannten Link)

Interessant ist der ebenfalls zu findende Link zu einem ZEIT-Artikel ("Eine Botschaft stürmen – dürfen die Briten das?") - und vor allem der Kommentar von JB dazu.

Wenn GB tatsächlich die Botschaft stürmen würde, wäre das ein echter Eklat - das hatte in der jüngeren Geschichte nur Chomeinis Iran gewagt.

Auch ein guter Tipp für Assange bzw. die Ecuadorianische Botschaft ist dort zu finden: Assange einfach den Diplomatenstatus verleihen, dann darf ihn definitiv keiner festnehmen, sonst wäre dies ein Verstoß gegen Völkerrecht.

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