20.08.12 11:09 Uhr
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Discounter Netto schließt in Göttingen blitzartig gewerkschaftsnahe Filialen

Im Juni 2012 hat die Edeka-Tochter Netto in Göttingen überfallartig vier von sieben Discount-Läden geschlossen. Netto begründete die Schließung mit wirtschaftlichen Gründen. Die Gewerkschaft ver.di hält die Schließung jedoch für eine Vergeltungsmaßnahme.

In Göttingens Filialen waren viele Gewerkschafter und Vertrauensleute aktiv, die nun auf andere Läden verteilt werden sollen, um so ihre Macht zu brechen, so die Göttinger ver.di-Sekretärin Katharina Wesenick. Netto fällt immer wieder bei den Themen Billig-Löhne und Betriebsratswahlen negativ auf.

Laut Wesenick gebe es interne Informationen, dass Netto durch die frühzeitige Schließung 100.000 Euro Verlust gemacht habe. Aus dem Management soll es Drohungen gegeben haben und den Mitarbeitern soll mitgeteilt worden sein, dass die Filialen wegen ihrer Gewerkschaftstätigkeiten geschlossen werden.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Gewerkschaft, Schließung, Discounter, Göttingen, Netto
Quelle: arbeitsunrecht.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.08.2012 11:09 Uhr von sicness66
 
+23 | -3
 
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Es ist schon erstaunlich, dass Billig-Läden einen Hang zum Rechtsbruch pflegen. Auf die schnelle fallen mir Fälle aus dem Lidl, Aldi, Penny, Kik und jetzt eben Netto ein. Zufall ?
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20.08.2012 13:43 Uhr von sicheristsicher
 
+10 | -0
 
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Schlecker lässt grüßen: Netto sollte vorsichtig sein und die Macht der Verbraucher nicht unterschätzen.
Ich hasse so ein Gebaren, warum kann man nicht ordentlich mit den Betriebsräten zusammen arbeiten.
Das ganze ist eigentlich ohne Worte. Ich ärgere mich über Filialen die ohne jeden vernünftigen Grund geschlossen werden.
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20.08.2012 14:44 Uhr von Suffkopp
 
+2 | -12
 
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20.08.2012 14:59 Uhr von Genius_AH
 
+4 | -0
 
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bei Edeka kann man anderes nicht erwarten hat doch die edeka handelsgesellschaft hessenring gmbh schon seit 2006 keinen Tarifvertrag mehr.
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21.08.2012 01:22 Uhr von Jens002
 
+0 | -3
 
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Teppich Freund: gilt das gleiche. Solche Unternehmen sorgen schon dafür das irgendwann wieder ein kleiner Lenin auftaucht. Oder wenn niemand mehr da ist den man über den Tisch ziehen kann ein kleiner Adolf.
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21.08.2012 11:06 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -0
 
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@sicheristsicher: -- "Netto sollte vorsichtig sein und die Macht der Verbraucher nicht unterschätzen."

So ist es! Siehe Schlecker oder Lidl. Ersterer ist pleite, letzterer ist durch die gewerkschaftlichen Veröffentlichungen zu einem rechtstreuerem Verhalten gezwungen worden. Der Kunde hat durchaus die Macht über solche Machenschaften.

Diese Unternehmen vergessen immer, daß ihre Kundschaft zu einem guten Teil selbst aus jenen Leuten besteht, die von ihnen gemobbt und ausgebeutet werden. Da ist schnell eine Solidarität hergestellt, die diese Firmen direkt in der Kasse merken.

Mich wundert aber dennoch, daß sich viele Mitarbeiter solch einen Umgang gefallen lassen. Hätte ich plötzlich mobbende Chefs oder Firmenanwälte vor der Nase, die mich zu einer Eigenkündigung zwingen oder mir einen fingierten Diebstahl in die Schuhe schieben wollten, könnte ich möglicherweise für nichts garantieren! (Zumindest, wenn dem nicht rechtlich beizukommen wäre.)
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21.08.2012 11:12 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -0
 
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@hoenipoenoekel: -- "Na, Netto darf ab jetzt auf mein Geld verzichten."

Genau so muss das laufen, sonst ändert sich nichts. Netto boykottiere ich schon lange, genau wie Lidl oder Produkte von Müller Milch.

Das Problem ist nur, daß selbst die "guten" Läden inzwischen auf grenzwertige Praktiken zurückgreifen. Siehe z.B. Rewe mit seinen Werksverträgen bei Auffüllern. Ansonsten sind die aber wohl ok zu ihren eigenen Mitarbeitern.

Weiß jemand, wie es um Aldi steht? Der hat ja unter den Billigheimern m.W. noch einen halbwegs guten Ruf, oder?

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