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"Rollende Zeitbombe": Lkw-Fahrer ist vier Wochen ohne echte Pause unterwegs

Am vorgestrigen Freitag stoppte die Polizei im bayrischen Landkreis Miesbach einen Lastwagenfahrer, der sich mit seinem Lkw auf der A8 bewegte. Befragungen des Mannes ergaben, dass dieser bereits seit vier Wochen auf der Straße unterwegs war - beinahe ohne Pause. Inzwischen macht er eine Zwangspause.

So soll der 52-jährige Spanier zu Beginn seiner Tour zwölf Tage quasi durchgefahren sein. Er legte lediglich sporadische Unterbrechungen von wenigen Stunden Dauer ein, die offiziell nicht als "Pause" gelten. Daher erkannte die Polizei diese auch nicht als Unterbrechung an.

Im Anschluss an eine zweitägige Pause, die sich der Fahrer danach gönnte, brachte er weitere 14 Tage auf der Autobahn zu. Auch hierbei legte er höchstens kurze Pausen ein, deren Dauer die Vorschriften bei weitem unterschritt. Die Polizei bezeichnete ihn mittlerweile als "rollende Zeitbombe".


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Fahrer, LKW, Pause, LKW-Fahrer, Zeitbombe
Quelle: www.nordbayerischer-kurier.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.08.2012 16:27 Uhr von Bigobelix
 
+66 | -3
 
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diese bösen LKW-Fahrer aber auch: wenn das der Chef wüsste, was die so anstellen...
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19.08.2012 17:11 Uhr von Sopha
 
+24 | -11
 
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bigo: würden sie ihm das gehalt kürzen dafür das er sich hat erwischen lassen?


die fahrer sind in den seltensten Fällen wirklich schuld...
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19.08.2012 17:40 Uhr von tobsen2009
 
+31 | -5
 
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Sopha weiß auch nicht was ironie ist ...
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19.08.2012 17:44 Uhr von Sopha
 
+9 | -9
 
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tobsen: danke, doch das war mir bewusst...

Wie dir möglicherweise aufgefallen ist impliziert mein Post das der Chef eh bescheid weiß...
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19.08.2012 18:19 Uhr von Floetistin
 
+15 | -4
 
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sehr schwammig: "beinahe ohne Pause", "quasi durchgefahren", "sporadische Unterbrechungen", "offiziell nicht als Pause gelten".

Zur Erklärung: Regulär darf ein LKW-Fahrer 4,5 Stunden fahren, muss dann 45 Minuten Pause machen, dann wieder 4,5 STunden und dann 9 Stunden Pause.

Man kann das auch verändern, z.B. die Tagesfahrzeit erhöhen und dann nach 2 Wochen 48 bzw. 52 Stunden Pause machen. Und noch einige andere Varianten.

Als "Pause" gilt es nur, wenn der LKW gestanden hat. Mit den digitalen TAchos darf der Fahrer nicht mal mit 2km/h fahren, sogar die Zündung muss abgestellt sein.

Daher ist es schon sehr interessant, was denn die genannten schwammigen Formulierungen wirklich meinen. Denn wenn er z.B. 8 Stunden Pause gemacht hat und dann losgefahren ist, gilt die Pause als nicht vollständig und wird nicht mal für 1 Minute anerkannt. Obwohl nur 1 Stunde fehlt.

Wenn er auf dem Parkplatz sein Fahrzeug 10 Meter bewegt hat, gilt das nicht als Pause.

Wenn er beim Laden oder Entladen an die RAmpe rangiert während er Pause machen muss - gilt das nicht als Pause.

Also bevor ich hier irgendwelche Urteile höre von wegen "Rollende Zeitbombe" usw. will ich doch gerne mal wissen wann er wie lange genau Pause gemacht hat.
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19.08.2012 18:29 Uhr von TheRoadrunner
 
+3 | -4
 
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Zwei Tage sind keine "echte Pause"? Ich verstehe ja, dass es so sensationeller klingt, aber für mich sind zwei Tage schon eine "echte Pause".
Es ist doch auch schon heftig genug, wenn ein Fahrer 12 bzw. 14 Tage ohne echte Pause unterwegs ist. Muss man daraus wirklich vier Wochen machen?

@ tobsen: hier wurde Ironie mit leichter Ironie beantwortet, aber das hast du wohl nicht gemerkt ;)
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19.08.2012 18:32 Uhr von Petabyte-SSD
 
+6 | -3
 
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Das geht schon: Der hat letzten Monat schon mal geschlafen
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19.08.2012 18:48 Uhr von evildeeds
 
+6 | -0
 
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bin selber lkw fahrer: das ist der extreme effizienz druck.

durch die hohe belastung der spediteure (maut, mineralölsteuer usw) MUSS der lkw rollen.

wie oft hört man "fahr da doch noch mal eben hin"
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19.08.2012 19:20 Uhr von kingkosu
 
+7 | -3
 
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@Floetistin: "Zur Erklärung: Regulär darf ein LKW-Fahrer 4,5 Stunden fahren, muss dann 45 Minuten Pause machen, dann wieder 4,5 Sunden und dann 9 Stunden Pause."

Das gilt nur für maximal 2 x pro Woche!
Regelpause sind 11 Stunden.
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19.08.2012 19:35 Uhr von Floetistin
 
+5 | -1
 
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kingkosu: du darfst hier gerne sämtliche Regelungen aufführen, da sind wir dann ne WEile beschäftig.
Bei der Verkehrsrundschau gabs mal ne sehr gute Übersicht.


Spanische Fernverkehrsfahrer werden übrigens sehr häufig nach gefahrenen Touren oder Kilometern bezahlt. Also ohne Festgehalt, teils sogar ohne Vertrag oder Beschäftigungsgarantie.
Es liegt also auch in ihrem eigenen Interesse soviel KM wie möglich zu fahren. Es sind nicht immer die Spediteure die Druck machen.

Gerade in der Automobilindustrie hört man sehr häufig "die Ware wird dringend benötigt, egal was es kostet." oder "die Strafe zahlen wir" oder "geht das nicht auch __sooo__?"

Die Fahrer sind die Ärmsten Säue die es gibt (tschuldigung evildeeds, ist nicht negativ gemeint, eher im Sinne von ich beneide euch nicht).
Anschiss vom Disponenten wenn sie ihre Tour nicht schaffen, Anschiss vom Kunden wenn er zu spät eintrifft oder die Ware nicht passt, Strafe von der Polizei, dem BAG, usw. und wenn sie nicht genug fahren, haben sie für sich selbst nicht genug Geld.

Respekt wer diesen Job längere Zeit durchzieht.
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19.08.2012 19:45 Uhr von Dracultepes
 
+6 | -0
 
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Warum leben wir eigentlich alle noch? Ich meine erst die ganzen rollenden Zeitbomben bei "Achtung Kontrolle" und jetzt diese Zeitbombe.

Nur Zeitbomben.
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19.08.2012 19:57 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -0
 
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Lächerlicher Titel: Ist doch wieder so ne heuchlerische News um irgendwelche "Skandale" aufzudecken.

Tatsache ist dass er sich an die Lenkzeiten mehrfach nicht gehalten hat und die Pause kürzer ausgefallen ist als sie sein muss.
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19.08.2012 23:28 Uhr von Miauta
 
+3 | -2
 
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Bla! Ob ein Autofahrer zu viel fährt oder ein LKW Fahrer...das macht auch keinen Unterschied. Finde das die LKW Fahrer immer wie die letzten assis dargestellt werden. Ohne die, hätten die ganzen Bullen nix zu fressen!

Hier stellt man sich schon bei 20 min zu viel Lenkzeit an...und spricht von Zeitbomben!

Lächerlich!
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20.08.2012 08:38 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -0
 
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@Miauta: Bullen fressen meistens Heu bzw Stroh und das wird meist nicht von A nach B mit dem LKW über die Autobahn transportiert
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20.08.2012 17:15 Uhr von sünder
 
+0 | -0
 
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Solange: die LKW-Fahrer es nicht schaffen, sich europaweit gewerkschaftlich zu organisieren, werden die Speditionen mit ihnen machen was sie wollen.
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23.08.2012 09:30 Uhr von jpanse
 
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@PEterLustig: Doch wird es!

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