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Deutsche Forscher beobachten geschlechtslosen Genaustausch bei Wirbeltieren

Dass ein Austausch von Genen bei Mikroorganismen auch ohne geschlechtliche Fortpflanzung stattfinden kann, ist in der Biologie bereits seit geraumer Zeit bekannt. Deutschen Forschern gelang es nun aber, etwas viel Spektakuläreres zu dokumentieren: den Genaustausch bei Wirbeltieren.

So sei ein solcher Transfer zwischen Neunaugen und Süßwasserfischen erfolgt, berichtete das Forscherteam aus Konstanz. Beide Spezies hatten vor 500 Millionen Jahren einen gemeinsamen Verwandten und sind daher bedingt verwandt. Neunaugen sind parasitäre Lebensformen, die sich von Fischblut ernähren.

Bei einem solchen Kontakt soll gemäß den Berichten der Forscher das Genelement Tc1 übertragen worden sein. Die Neunaugen fungierten hierbei als eine Art Überträger. Ähnliche Fälle sind der Wissenschaft bislang nicht bekannt.


WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Gen, Spezies, Wirbeltier
Quelle: derstandard.at

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