14.08.12 10:09 Uhr
 5.945
 

Lang geheim: Explodiertes Munitionslager in Brandenburg lag neben Atomwaffendepot

Es waren Hunderte von "leuchtenden Feuerschwänzen" am Himmel so die Berichte von Augenzeugen. Aufgeschreckt durch unaufhörliches Knallen, erlebten die Menschen bei Dannenwalde (Landkreis Oberhavel in Brandenburg) ein martialisches Schauspiel.

Auf den Tag genau vor 35 Jahren, am 14. August 1977, explodierte ein Munitionsdepot der sowjetischen Armee und Hunderte Raketen schossen unkontrolliert in den Nachhimmel über Dannenwalde.

Was damals keiner der Anwohner wusste: Unweit vom Ort der Explosion entfernt befand sich ein geheimes Atomwaffendepot.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Explosion, Rakete, geheim, Lager, Atomwaffe
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Vorlage für Film "Die Fälscher": Holocaust-Überlebender Adolf Burger verstorben
Geldstrafe für Mutter von Nathalie Volk: Lehrerin schwänzte Dschungelcamp
Urteil: Unternehmen müssen auch vollen Rundfunkbeitrag bezahlen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
14.08.2012 10:40 Uhr von muhschie
 
+10 | -8
 
ANZEIGEN
Mir wäre von der schlecht geschriebenen Quellnews übel geworden.
Kommentar ansehen
14.08.2012 11:00 Uhr von Skizzler
 
+2 | -14
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
14.08.2012 11:08 Uhr von Stick
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Sehr: interessant. In Dannenwalde wohnt eine Großtante von mir, direkt gegenüber der Kirche. Was die wohl dazu zu sagen hat.
Habe von der Explosion selber erst vor wenigen Jahren erfahren, wurde mir nie erzählt, das da mal was passiert ist. *Tante aushorchen geht*
Kommentar ansehen
14.08.2012 11:34 Uhr von Perisecor
 
+21 | -4
 
ANZEIGEN
@ Skizzler: Was genau hätte denn schiefgehen sollen?

Oder glaubst du, dass normale Explosionen (auch noch ungezielt) Nuklearwaffen - sehr wahrscheinlich auch noch ohne Zünder und hinter massiven Bunkertoren - zur Explosion bringen könnten?
Kommentar ansehen
14.08.2012 11:58 Uhr von AmadoFuentes
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
Peri: er wollte nur irgendein Kommentar loswerden.
Kommentar ansehen
14.08.2012 12:14 Uhr von Nebelfrost
 
+3 | -5
 
ANZEIGEN
@perisecor: generell: zur detonation hätten diese nuklearwaffen sicher nicht dadurch gebracht werden können, aber sie könnten durch eine explosion von außen beschädigt werden. was könnte dann wohl passieren? richtig, das spaltmaterial (z.b. uran, plutonium) gelangt nach außen in die umwelt.
Kommentar ansehen
14.08.2012 12:37 Uhr von Cheshire
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
wohl eher keine Gefahr Wenn man sich mal die Quelle durchliest stellt man ein paar interessante Kleinigkeiten fest:
1. durch einen Blitzeinschlag entzündeten sich die Triebwerke von einigen Katjuschas (Stalinorgeln)
2. die Katjuschas waren im Freien gelagert
3. es waren noch keine Zünder in diesen Raketen verbaut
4. die Nuklearwaffen waren in Bunkern
5. die Bunker waren durch 3 dünne Blechtüren verschlossen

Wenn man das mal zusammenfasst stellt man fest, die 3 Meter langen Raketen flogen überirdisch durch die Gegend, ohne eine Chance zu haben wirklich zu explodieren, die Atomwaffen waren in Bunkern gesichert.
Da die Katjuschas nicht durch 1 Meter dicke Stahlbetonabdeckungen schlagen können hätten diese Raketen also durch Zufall die Blechtüren erwischen müssen.
Wenn man jetzt weiter überlegt, daß die ungelenkten 3 Meter langen Geschosse dann tatsächlich die Türen treffen müssten und vor allem auch noch gerade durch diese Türen fliegen müssten erkennt man, wie unwahrscheinlich das wäre.
Dazu kommt dann noch die Tatsache, daß, selbst wenn die Raketen so zielgenau geflogen wären, diese Geschosse (besonders ohne Sprengwirkung) niemals eine Nuklearwaffe zünden könnten.
Wenn mich mein Schulwissen nicht ganz verlassen hat kann ein einfacher Aufschlag einer Atombombe (oder auf eine Atombombe) die Bombe nicht zur Explosion bringen kann.
In einer Atombombe ist (üblicherweise kugelförming) Sprengstoff angebracht, der auf jeder Seite gleichzeitig zünden muss, um das spaltmare Material in der Mitte zeitgleich und gleichmäßig zusammen zu drücken. Dies wird mit elektrischen Zündern gemacht.
Selbst wenn der Aufprall einer Katjuscha gereicht hätte um die Sprengladung zur Explosion zu bringen wäre es nicht zu einer gleichmäßigen Explosion gekommen und damit wohl auch nicht zu einer überkritischen Masse von radioaktivem Material.
Theoretisch hätte also eine der Katjuschas, trotz ihrer Länge und Ungelenktheit, durch die Türen eines Bunkers fliegen, eine der Nuklearwaffen treffen und die elektrischen Zünder auslösen müssen bevor irgendwas passiert wäre.
Objektiv betrachtet ist wohl von den umherfliegenden Katjuschas, die sich aneinander entzündet hatten, deutlich mehr Gefahr ausgegangen als von den Atomwaffen, und das, obwohl die Katjuschas nichtmal mit Zündern versehen waren.

Alles in allem kann man damit dann sagen, es war damals wie heute etwa gleichwichtig ob da Atomwaffen bei diesem Unfall lagerten - es war schlichtweg egal.

------------

Nachtrag @Nebelfrost:

Ja, die Waffen hätten wohl durch eine Explosion von außen beschädigt werden können, aber zum Einen waren die Katjuschas nicht in der Lage zu explodieren und zum Anderen hätten diese Geschosse erst in die Atomwaffen einschlagen müssen dazu.
Wie schon geschrieben, das spaltbare Material befindet sich in der Atomrakete auch noch in einer Kugel aus Sprengstoff. Selbst wenn ein Einschlag die äußere Haut der Rakete beschädigt hätte wäre da nichts ausgetreten.

[ nachträglich editiert von Cheshire ]

Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Vorlage für Film "Die Fälscher": Holocaust-Überlebender Adolf Burger verstorben
Punkte in Flensburg jetzt jederzeit online einsehen
Geldstrafe für Mutter von Nathalie Volk: Lehrerin schwänzte Dschungelcamp


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?