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Energiewende kommt mit "geschlossenen Augen"

Nach dem Fukushima Unglück hat kein Land so heftig diskutiert wie Deutschland. Auch hat kein Land so überstürzt auf eine Energiewende reagiert, ohne die Folgen zu bedenken. Damals sprach man von der Energiewende als einen Super-GAU der politischen Kommunikation.

Noch nie hat eine Entscheidung soviel Chaos verursacht wie der Ausstieg aus der Kernenergie. Und so wären die Verantwortlichen längst durch die öffentliche Arena von der Opposition geprügelt worden, wenn sie die Entscheidung nicht am liebsten selbst getroffen hätten.

Trotz der Energiewende sind Probleme wie Windstille, ungenaue Pläne von Stromnetzen, Pläne für Stauseen zur Speicherung überflüssiger Energie und unterirdische Lagerung von CO2 aus Kohle- und Gaskraftwerken nicht allgemein verbindlich geregelt. Jedoch steigen die Energiekosten kontinuierlich.


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WebReporter: Trikoflex
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Energie, Auge, Wende, Reaktion
Quelle: www.welt.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.08.2012 15:54 Uhr von Trikoflex
 
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Sowas nennt man glaube Umgangssprachlich "Da war das Auge wieder größer als der Hunger". Unfassbar und das alles wird ständig für Wahlkämpfe genutzt, ohne dem Volk zu erklären, welche Problematik dabei aufkommt. Natürlich ist es besser, wenn wir die Kernenergie abschaffen um solche Probleme wie Fukushima vorzubeugen, aber es bringt doch rein gar nichts, wenn das Gesamtkonzept fehlt..
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13.08.2012 16:33 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+3 | -2
 
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Die Energiewende kam plötzlich und unüberlegt und ist somit das, was man im Allgemeinen wohl als populistisch und radikal bezeichnet.

Eines steht fest, und zwar, dass es sich um eine politische Entscheidung mit schwerwiegenden Folgen und riesigen Einschnitten für Industrie & Wirtschaft, die Politik aber auch ganz besonders den einzelnen Bürger handeln wird.

Aber ist es denn nicht grundsätzlich immer so, dass große Umstrukturierungsmaßnahmen grundsätzlich mit einem hohen Maß an Druck und vielen Einschnitten für die Beteiligten einhergehen?

Die Energie wird knapp und somit teuer werden. Aber wird sie uns deshalb ausgehen? Ganz sicher nicht: Nach dem Unglück in Fukushima im Jahr 2011 wurden in Japan sämtliche AKWs vom Netz genommen. Die Energie wurde dadurch zwar knapp, dies hat aber immerhin nicht dazu geführt, dass das öffentliche Leben dadurch zum Stillstand gekommen ist.

Im Unterschied zu Japan werden hierzulande die AKW nicht von heute auf morgen abgeschaltet, sondern man lässt sich immerhin noch 10 Jahre Zeit. Die Rede ist von einem stufenweisen Atomausstieg bis 2022.

Energie wird teurer, daran besteht kein Zweifel. Aber - und davon bin ich überzeugt - sie wird auch in Zukunft bezahlbar bleiben. Warum? Aus 2 Tendenzen heraus:

1. Politischer Druck auf die Wirtschaft der zu energieeffizienteren Produktionsprozessen führen wird.
2. Ausbau der erneuerbaren Energien: Strom aus Sonne und Wind ist - und das ist eine Momentaufnahme - tatsächlich NOCH NICHT das Gelbe vom Ei - und co2-neutral sind diese "erneuerbaren Energien" nur in der Theorie.

In 10 Jahren sind wir auf diesen Gebieten aber auch technisch 10 Jahre weiter. Und der Innovationssprung der kommenden 10 Jahre wird - und da kommt (1) der politische Druck zum tragen - größer sein als der der vergangenen 10 Jahre.

Es nützt nichts, der Zukunft immer nur pessimistisch entgegen zu sehen. Machen wir das Beste draus - und vor allem: Legen wir doch ein wenig mehr Optimismus an den Tag. Ich freue mich auf den Atomausstieg!

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]

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