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Türkei: Konflikt droht zu eskalieren, denn kurdische Rebellen entführen Politiker

In der türkischen Hauptstadt Ankara ist man derzeit in großer Sorge um einen Abgeordneten der Opposition, der sich aller Wahrscheinlichkeit nach in der Macht kurdischer Rebellen befindet. Hüseyin Aygün soll am Abend des gestrigen Sonntags entführt worden sein, wie verschiedene Stellen berichten.

Von Seiten der türkischen Behörden wurde bereits ein Großeinsatz angekündigt, der sich auf den vermuteten Aufenthaltsort Aygüns, die Stadt Tunceli, konzentrieren wird. Bei der Entführung selbst, die sich wohl auf einer Autobahn zutrug, wurden ein Berater und ein Journalist freigelassen.

Der Abgeordnete soll nach Angaben seines Beraters zuvor eine halbe Stunde lang mit den PKK-Entführern über ihre Freilassung verhandelt haben. In seiner politischen Arbeit setzt sich Aygün stark gegen Menschenrechtsverletzungen, unter anderem während der Räumung kurdischer Dörfer, ein.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Türkei, Politiker, Konflikt, Entführung, Rebellen
Quelle: www.spiegel.de

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13.08.2012 12:38 Uhr von kontrovers123
 
+4 | -4
 
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Setzt sich für Menschenrechte ein: und wird entführt. Ganz große Scheiße. Warum bombt die Türkei nicht einfach die ganzen Berggorillas in ihren Bergen weg? Die PKK sorgen auch in Deutschland durch Drogenhandel und Raub für schlechte Stimmung.
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13.08.2012 12:55 Uhr von TomShaw
 
+3 | -1
 
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Zur aktuellen Lage in dieser Region: "Warum bombt die Türkei nicht einfach die ganzen Berggorillas in ihren Bergen weg?"

Weil sich die Lage sehr zu Ungunsten der Türkei entwickelt hat.

Saudi-Arabien beliefert die syrischen Rebellen über die Türkei mit Waffen. Als Gegenmaßnahme versorgt das syrische Regime die PKK in bislang nie dagewesenen Ausmaß mit Waffen.

Solange Russland und China den Iran und Syrien politisch unterstützen wird sich an dieser Situation wenig ändern.

Es ist damit zu rechnen das dieser Konflikt einige Jahre andauern wird. Dieser Konflikt hat längst auf die Südostgebitete der Türkei übergegriffen. Vermutlich wird es den Türken nicht gelingen diese Gebiete zu halten, denn der Gegner wird zu stark sein und die Verluste zu groß werden.
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13.08.2012 19:38 Uhr von Kinkys
 
+3 | -4
 
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Der PKK-Terror wird niemals sein Ziel erreichen: Um mal den Ahnungslosen etwas über die Türkei aufzuklären:

Die Republik Türkei ist nicht irgend ein Land, dass man mit einem Lineal gezogen hat. Die Türkei steht auf sehr, sehr starken Fundamenten des Gründers der modernen Republik, Mustafa Kemal ATATÜRK. Und dieses weltweit sehr bedeutsame Land ist für die Ewigkeit in seiner heutigen Form.

Keine Kraft oder Macht wird jemals die Republik Türkei zu irgendetwas zwingen, das ist ausgeschlossen. Eher wird die Welt mit dem 3.Weltkrieg zu Grunde gehen, dafür ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher.

Die PKK zeigt wie üblich MEIST von April bis Oktober (im Winter sind sie in ihren Höhlen auf dem unwegsamen Gebirge) ihr terroristisches Gesicht (Terror-Anschläge, Entführungen, Drogen- und Menschenhandel etc). Nichts ungewöhnliches um diese Sommerzeit. Das da natürlich der Diktator aus Syrien, der gerade sein eigenes Volk hinrichtet, keine Soldaten für den Norden Syriens bereitstellt (haben ja was anderes zu tun in Syrien), weiß jeder. Stattdessen hat er dieses Gebiet den PKK-Terroristen und PYK-Terroristen überlassen, die natürlich ihr blutiges Gesicht zeigen.

Die USA hat vor 2 Tagen (Hillary Clinton) in der Türkei erklärt, man werde keinen Terror der PKK in Syriens Norden dulden.

Alles in allem, wieder mal nur unwissende, hysterische Nachrichten. Die Türkei hat alles im Griff mit einem der weltweit stärksten Armeen, um sein Land und um seine Bürger vor menschenverachtenden PKK-Terroristen zu beschützen.
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13.08.2012 21:20 Uhr von XFlipX
 
+3 | -3
 
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Die Türkei hat alles im Griff....LOL: "Die Türkei hat alles im Griff mit einem der weltweit stärksten Armeen, um sein Land und um seine Bürger vor menschenverachtenden PKK-Terroristen zu beschützen."

Ich frage mich nur, was eine konventionelle Armee gegen eine Gerilla + dieses unwegsame Gelände... anrichten kann.("Weltmacht im Treibsand" ein schönes Buch von P. Scholl Latour)...hinzu kommt noch, dass der Süden der Türkei eher kurdisch dominiert ist. Das die Türkei eben nichts im Griff hat, zeigt ja, dass die ganze Situation bis heute nicht befriedet wurde. 40.000 Tote bis heute.

"Der Konflikt forderte bis 1999 etwa 30.000 Todesopfer und Millionen Vertriebene auf beiden Seiten des Konflikts.[68] Mitte September 2008 nannte der Generalstabschef ?lker Ba?bu? Journalisten für den Zeitraum von 24 Jahren (15. August 1984 bis 15. August 2008) die Zahl von 32.000 „ausgeschalteten Terroristen“ (getötete Militante der PKK). 46.000 seien „gesund oder verletzt“ gefasst worden. Im gleichen Zeitraum seien 5.560 Zivilisten und 6.482 Angehörige der Streitkräfte getötet worden. Die Zahl der aktiven „Terroristen“ wurde (wie schon 1999) mit 6.000 angegeben."

Quelle: Wikipedia...

Die ehemals 2.500 PKK-Militanten habe sich laut Wiki heute fast vedreifacht....die Türkei hat alles im Griff.

Wer die eigenen Minderheiten in seiner nationalistischen Überspitzheit nicht anerkennt und respektiert, spielt bei über 20 Mill. Kurden (mit weit aus höherer Geburtenrate) im eigenen Land mit dem Feuer.

XFlipX

[ nachträglich editiert von XFlipX ]
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13.08.2012 21:45 Uhr von TomShaw
 
+1 | -1
 
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Drohender Stellvertreterkrieg auf eigenem Gebiet! Durch eigenes Verschulden hat sich die Türkei nun in einen Stellvertreterkrieg - auf eigenem Gebiet(!!!) - ziehen lassen.

Gar nichts haben sie im Griff, jetzt (und in Zukunft noch weitaus weniger).

Schade nur um all die jungen Leute die in diesem Konflikt noch verheizt werden. Dies hätte von den Herrn Erdogan verhindert werden können, ein Jammer ist das!
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13.08.2012 22:33 Uhr von Kinkys
 
+1 | -3
 
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In der Türkei hat jeder die gleichen Rechte: Meine Antwort auf die mehr als lächerlichen Kommentare, die nach meinem ersten Beitrag kamen:

Wenn man überhaupt keine Ahnung von der Sache hat, kommen halt nur Unsinns-Beiträge heraus.

In der Republik Türkei hat jeder Bürger seine Rechte und Pflichten, so wie in jeder Demokratie auch.
Jeder kann WÄHLEN und GEWÄHLT werden. Wo ist da bitteschön noch ein Problem? Ich sehe da nicht einen einzigen.

Insoweit erübrigt sich jede weitere Antwort diesbezüglich auf andere Unsinns Behauptungen.

Nur so viel: Ein paar bezahlte Mörder (PKK-Terroristen), die von drei südlichen Nachbarn der Republik Türkei mit Waffen ausgestatt werden, um Menschen zu ermorden, werden niemals ihre Ziele erreichen.

Die Terrororganisation PKK macht sich nach herben Verlusten nur noch mit feigen Anschlägen (ferngesteurte Sprengsätze) und Entführungen bemerkbar.
Das Ende der PKK wird noch mit grosser Sicherheit kommen, da gibt es keine Zweifel drüber.

Eine Terrorroganisation, die Kinder, Frauen, Alte, Männer und Soldaten erschiesst, hat sich das eigene Grab selbst geschaufelt.
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14.08.2012 10:06 Uhr von TomShaw
 
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Noch wird dieses Thema im Westen ignoriert: In jenen Gebieten Südostanatoliens in denen die PKK aktiv ist leben überwiegend Kurden. Meist sind es Kurden Zivilisten, Frauen, Kinder) die dort getötet werden. Kein Türke geht freiwillig in diese Gebiete, weswegen es sich bei den dort lebenden Türken ausschließlich um Beamte (Verwaltung, Lehrer, Justiz, Polizei) und Soldaten handelt die dort hingeschickt wurden.

Mag sein das in der Türkei jeder die gleiche Rechte besitzt. Jedoch hat dies mit den zurzeit real existierenden Zuständen vor Ort nichts zu tun.

Tatsache ist das den dort lebenden Kurden und Aramäern (im Laufe der vergangenen Jahre auf weniger als 2.000 Menschen dezimiert) inoffiziell untersagt wird ihre Sprache zu verwenden und ihren Kindern Türkische Namen geben müssen.
Viele dieser Menschen wurden dort ermordet. Offiziell wurden diesen Taten der PKK zur Last gelegt.

Noch werden diese Tatsachen hier im Westen totgeschwiegen, doch sollte es den Kurden eines Tages gelingen ihre Freiheit zu erlangen, müssen die Verantwortlichen, wer auch immer das sein mag, mit bitteren Konsequenzen rechnen.

Vielleicht sind SIE derjenige der schlecht informiert ist, vielleicht schieben Sie auch gerade Dienst in der Heerstraße 21 in Berlin (oder einem anderen Konsulat). Nur so erklärt sich für mich Ihre Haltung zu diesem Thema.
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14.08.2012 18:18 Uhr von Kinkys
 
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Die Türkei ist eine Demokratie: Es ist doch immer wieder lustig, was so Menschen ausserhalb der Türkei so alles wissen wollen obwohl sie nichts wissen, ausser unberechtigte Vorurteile zu haben).

Die türkischen Kurden dürfen nicht ihre Sprache sprechen (absurder geht es wirklich nicht mehr) oder bla bla bla.

Absoluter Schwachsinn. Nochmals: Jeder hat die gleichen Rechte und keiner will auch woanders wohnen. Keiner redet von einem neuen Staat, selbst die türkisch-kurdischen Abgeordneten im türkischen Parlament. Jeder ist für die Einheit der Republik Türkei, oder sollen wir anfangen, die gesamte Welt aufzuteilen. Wenn schon, denn schon.

Ich bin gut informiert, im Gegensatz zu Ihnen.

Die PKK ist eine international als Terrororganisation anerkannte terroristische Organisation. Die PKK tötet Kinder, Frauen und Menschen.
Das sind Tatsachen und die kann auch kein PKK-Sympathisant leugnen.

Wer nach undemokratischen und unterdrückerischen Regimen sucht, der braucht einfach zur Diktatur nach Syrien zu schauen, wo ein Verrückter Diktator tagtäglich sein Volk abschlachtet.

Oder China, Russland, Burma, wo Minderheiten fast überhaupt keine Rechte haben und tagtäglich um ihr Leben kämpfen. Oder nach Ostasien, Afrika, Lateinamerika usw..
Aber diese Tatsachen sind wohl uninteressant.

EDIT: Der Abgeordnete ist wieder frei, das melden die Nachrichten.

[ nachträglich editiert von Kinkys ]

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