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Ulm: Erzieherin in katholischem Kindergarten abgewiesen, weil sie lesbisch ist

Die Erzieherin Tanja Junginger ist ihren Job an einem römisch-katholischen Kindergarten in Neu-Ulm bereits los, bevor sie tatsächlich anfing, dort zu arbeiten. Daran ist ihre sexuelle Orientierung schuld.

Denn als die Leitung des Kindergartens erfuhr, dass Junginger homosexuell ist, verwies man auf die vertraglich festgehaltene Passage die besagt, dass "das außerdienstliche Verhalten nicht im Widerspruch zu den Bestimmungen des kirchlichen Dienstes stehen" darf.

Der daraufhin eingeschaltete Gemeindepfarrer, so klagt Junginger, habe ihre Neigung persönlich als "unnatürlich" bezeichnet und ihre Einstellung damit abgewiesen. Da der betroffene Kindergarten jedoch momentan unter Personalmangel leidet, wurde eine streng befristete Einstellung vorgenommen.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Kindergarten, Katholische Kirche, Ulm, Erzieher, lesbisch, Kindergärtner
Quelle: www.bild.de

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11.08.2012 13:19 Uhr von sooma
 
+12 | -5
 
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"Da der betroffene Kindergarten jedoch momentan unter Personalmangel leidet, wurde eine streng befristete Einstellung vorgenommen."

Druff jeschissen, Tanja! Es gibt bestimmt auch noch andere KiTa oder Kindergärten, für die Dein Sexualleben nicht relevant ist.
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11.08.2012 13:46 Uhr von Noseman
 
+4 | -4
 
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@sooma: Leider nicht. Im Sozialbereich (KiTas, Altenpflege, Krankenhäuser) ist es mancherorts nahezu unmöglich, einen Job (oder auch einen Kindergartenplatz) in einer nichtkirchlichen Institution zu bekommen.
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11.08.2012 13:56 Uhr von Katerle
 
+5 | -3
 
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haben die in der kita angst ? das dier kinder ebenso homosexuell werden könnten

vielleicht sollte denen jemand mal sagen das homosexualität nichts mit erziehung zu tun hat, sondern das derjenige das schon immer in sich trägt
es ist nur eine frage der zeit wann es an die oberfläche kommt und derjenige es auch für sich akzeptiert
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11.08.2012 13:58 Uhr von thor76
 
+5 | -2
 
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Soviel zum Thema Dringender Bedarf an ErzieherInnen. Wenn manche Kitas es sich noch aussuchen können, ob sie jemanden wegen seiner sexuellen Orientierung ablehnen können scheint es ja noch kein Personalmangel vorzuliegen. Wobei auch Erzieher in Kitas abgelehnt werden, mit gleicher Qualifikation.

Es scheint doch noch immer ein Unterschied bei Einstellungen in Kitas zu sein, ob sich ein Erzieher oder eine Erzieherinn bewirbt. Soviel nebenbei nur mal zum Thema "Männer in Kitas".

Es wird Zeit in Deutschland, das annonyme Bewerbungsverfahren als Standard eingeführt werden.

Solange immer noch jemand auf Grund seiner Sexualität bzw. seines Geschlechts im Bewerbungs-/ Einstellungsprozess abgelehnt wird, scheint ja noch kein dringender Bedarf an ErzieherInnen vorzuliegen.

[ nachträglich editiert von thor76 ]
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11.08.2012 14:08 Uhr von lopad
 
+12 | -0
 
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Und? Das die katholische Kirche gegen Homosexualität ist, ist allgemein bekannt und dass ein katholischer Kindergarten daher homosexuelle ablehnt nicht verwunderlich.
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11.08.2012 14:27 Uhr von Noseman
 
+9 | -3
 
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@lopad & @ Jimboooo: Ihr berücksichtigt nicht, dass die kath. Kirche hier zwar der Arbeit-, nicht aber der Geldgeber ist. KiTas werden im Wesentlichen von der Kommune (also vom Staat) und den Gebühren bezahlt; die Kirche schießt regional unterschiedlich lediglich 0-15% dazu.

Das eigentliche Problem ist hier nicht, dass die Kirche ihre Interessen durchzusetzen sucht (ob die legitim seien oder nicht sei dahingestellt).

Das ganz große Problem an der Sache ist, dass der Staat seine ureigensten Aufgaben auf diese fragwürdige Institution überträgt.

Die Lösung kann nicht sein, dass kirchliche Kitas alles einstellen muss. Wenn sie wollen, sollen sie ruhig keine lesbische, wiederverheiratete oder nichtkatholische Erzieher einstellen dürfen.

Aber dann müssen sie den Kindergarten auch komplett bezahlen.

Und außerdem muss der Staat gewährleisten, dass auch die 70% der nichtkatholischen Bevölkerung die Möglichkeit auf Arbeit und missionsfreie KiTaplätze hat.

Der Staat ist es hier, der zum Handeln aufgefordert ist. Nicht die Kirche.
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11.08.2012 17:28 Uhr von shadow#
 
+4 | -1
 
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Keine Chance. Wo andere Arbeitgeber nicht wegen sexueller Neigung oder Religion diskriminieren dürfen, darf die Kirche als Arbeitgeber das sehr wohl.
Und das ist das eigentliche Problem.
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11.08.2012 17:47 Uhr von shovel81
 
+2 | -2
 
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unnatürlich: das sagt ein pfaffe wo ein groß teil seiner kollegen schwul oder phädofil sind. aber eine frau weil sie lesbisch als unnatürlich zu bezeichnen ist eine frecheit.
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11.08.2012 17:47 Uhr von Klassenfeind
 
+2 | -3
 
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Wenn selbst der Gemeindepfarrer: ihre Neigung als "Unnatürlich" bezeichnet, weiß man ja wie die Katholische Kirche "denkt" ...tiefstes Mittelalter..!!!
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23.08.2012 04:01 Uhr von Trallala2
 
+0 | -0
 
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@shovel81: "das sagt ein pfaffe wo ein groß teil seiner kollegen schwul oder phädofil sind."

Siehst du, besser kann man keinem Vorurteile beschreiben.

Dass du den Großteil der Pfaffen als Schwul oder Pädophil bezeichnest, scheint hier keinen zu stören.

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