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Saarland: Rettungswagen weigert sich schwer kranke Frau zu transportieren

Weil sich der Zustand seiner Frau auch nach einem Besuch beim Arzt kontinuierlich verschlechterte, alarmierte Peter Zorn aus Ottweiler einen Krankenwagen. Er informierte die Helfer darüber, dass seine Frau an Brechdurchfall leide. Als diese wenig später anrückten, verweigerten sie den Transport.

Man erklärte ihm, falls seine Frau am gefährlichen Noro-Virus leide, müsse der Wagen danach einige Stunden lang desinfiziert werden. Dieses Fahrzeug sei jedoch der einzige Rettungswagen weit und breit. Schließlich brachte Zorn seine Frau selbst in die Klinik, währen der Rettungswagen ihnen folgte.

Für die "erbrachten" Leistungen wurden ihm anschließend 354 Euro in Rechnung gestellt. In der Klinik konnte bei seiner Frau ein Darmverschluss diagnostiziert werden. Ein Referent für den Rettungsdienstes entschuldigte sich mittlerweile dafür. Frau Zorn ist inzwischen an Krebs verstorben.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Frau, Saarland, Rettungswagen, Weigerung
Quelle: www.saarbruecker-zeitung.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.08.2012 13:14 Uhr von jpanse
 
+32 | -3
 
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Soso: Der Rettungswagen hat sich also geweigert...

K.I.R.T.

Knight Industries Rettungswagen TwoThousand
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10.08.2012 14:30 Uhr von Chryzt2k12
 
+15 | -3
 
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K.I.R.T. @ jpanse: lol, der war gut.

Mich wundert es, daß man bei einem Darmverschluss Brechdurchfall haben kann. Zufällig ein Mediziner hier anwesend?
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10.08.2012 14:33 Uhr von Jlaebbischer
 
+5 | -3
 
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jpanse: Wenn, dann der

K.I.R.F.

Knight Industries Rettungswagen FourThousand

K.I.T.T. hatte nämlich ein Herz, was man von seinem roten Nachfolger nicht sagen konnte ;)
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10.08.2012 16:32 Uhr von Der_Norweger123
 
+5 | -6
 
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Was? Glatter Dienstverweigerung!

Und dann anschliesend ne Rechnung schicken!
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10.08.2012 17:09 Uhr von chackyo
 
+1 | -5
 
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@Feingeist: Unterlassene Hilfeleistung ist hier nicht.
Weil ein Rettunssanitäter/Assistent selbst am Patienten nichts tun darf.
Oder ist es Unterlassene Hilfeleistung, wenn eine Privatperson einen Betrunkenen, der auf offener Straße liegt nicht in das Krankenhaus führt?
Die Frau war vorher beim Arzt - also wenn, dann hat er die Hilfeleistung unterlassen.

Außerdem war das allem nach ein "Krankentransport" (auch wenn es dem Patienten schlecht geht), und da gibt es nun leider keine "Hilfeleistung" die zu vollrichten ist.

Schlimm, aber wahr.
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10.08.2012 17:29 Uhr von Maverick Zero
 
+5 | -0
 
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Chryzt2k12: Das ist sehr gut möglich. Erbrechen rührt daher, dass Magen- / Darminhalt nicht nach unten rutschen kann und zudem durch weiter entstehende Verdauungssäfte zusätzlich vermehrt wird. Es kann sogar zu einer rückwärtigen Peristaltik kommen, bei der Darminhalt zurück in den Magen gepresst und schlussendlich erbrochen wird.
Durchfall und sogar blutiger Durchfall können insbesondere anfangs auftreten - bei einem subileus auch etwas länger anhalten.
Bei einem vollständigen mechanischen ileus ist aber auch damit irgendwann Schluss und es kommt weder Stuhl noch Gas durch.
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10.08.2012 18:58 Uhr von Floetistin
 
+15 | -6
 
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Vollkommen richtig gemacht! Her mit den Minus!! Aber bevor ihr klickt lest bitte weshalb ich der Ansicht bin, dass die Rettungsdienstler richtig gehandelt haben.


Es gab also zu diesem Zeitpunkt (warum auch immer) nur einen einzigen Rettungswagen für das Krankenhaus. Eine Desinfektion bei dem Verdacht auf diesen Virus dauert mehrere STunden.

Was bitte meint ihr, sollte das KKH machen wenn in dieser Zeit der Rettungswagen erneut gebraucht wird? Am Telefon sagen "bitte warten Sie mit dem Sterben, wir müssen erst noch desinfizieren"?

Regt euch nicht künstlich auf. Die Entscheidung den Ehemann mit dem PRivat-PKW, der eh schon "verseucht" war fahren zu lassen und mit dem Rettungswagen hinterher oder voraus zu fahren um die Fahrbahn frei zu machen war vollkommen korrekt. Der Frau ging es dadurch weder besser noch schlechter. Aber unter Umständen hat diese Entscheidung anderen Notfällen, bei denen es auf Sekunden oder MInuten ankommt, das Leben gerettet - weil ein Rettungswagen einsatzbereit war.


Wenn ihr schon meckern wollt, dann hinterfragt wieso nur 1 Rettungswagen im Einsatz war.
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10.08.2012 19:04 Uhr von Kati_Lysator
 
+5 | -3
 
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die rechnung in höhe von 354€ kann ich nachvollziehen. einmal rtw fahren kostet 10€ oder 20€. was muss denn da noch bezahlt werden?
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10.08.2012 19:16 Uhr von Floetistin
 
+2 | -5
 
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Kat_Lysator: wie kommst du auf 10 - 20 euro? Der Bruttolohn eines Sanitäters im Saarland liegt bei ca. 2000 Euro. Bei ca. 50 wochenstunden macht das alleine schon ca. 10 euro pro stunde. für einen sanitäter.

dann kommt noch der fahrer hinzu (u.U. selbst Sanitäter). Also normal ist ein Team von 3 Mann im Einsatz. Also alleine für 1 Stunde schonmal (ist schnell rum) locker 30 Euro. DA ist dann noch nix für den WAgen an sich gerechnet (fixe Kosten, Benzin/Diesel, WArtung, etc.), dann noch die Geräte, usw. usw.

350 Euro, abhängig von der Dauer des Einsatzes, ist sicher nicht zuviel.
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10.08.2012 19:16 Uhr von Seppus22
 
+0 | -1
 
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@Chryzt: bin kein Mediziner, aber ich hatte schon solche Fälle im Altenheim und bei einem Hund von mir.
Brechen ist klar, kann ja nirgends hin ( stinkt wie sau ;) ) und wegen Durchfall.... ein Teil findet in wässriger Form einen Weg oder presst sich, je nachdem was es für ein Fremdkörper oder verhärteter Kot ist, vorbei.
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10.08.2012 22:57 Uhr von Maverick Zero
 
+1 | -0
 
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Seppus: "Form einen Weg oder presst sich, je nachdem was es für ein Fremdkörper oder verhärteter Kot ist, vorbei"

Prinzipiell richtig. Allerdings muss das nicht sein.
Es benötigt für einen Darmverschluss keinen Fremkörper IM Darm. So kann beispielsweise Narbengewebe im Bauchraum den Darm abschnüren. Im Zweifelsfall ist das Ganze so dicht, dass da nichts mehr durchkommt und sogar die Blutversorgung des Darmabschnitts selbst behindet ist.
Bei einem paralytischen ileus kann das auch ausbleiben.
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10.08.2012 23:04 Uhr von there4you2
 
+1 | -2
 
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aber wenn es ein Krankentransport war zahlt den die Kasse...bis auf die gesetzliche Zuzahlung-also er muss nur die Zuzahlung leisten.....und das die nur einen KTW haben,ist nicht sein Problem...nur so nebenbei
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11.08.2012 00:41 Uhr von Phillsen
 
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@Blubb42: Ich denk mal Wartung kann man planen und rechtzeitig Ersatz beschaffen. Die Frau war ja scheinbar auch in einem Normalen Fahrzeug transportfähig und für den Fall der Fälle waren die Retter nur einige Meter entfernt.

Bei einem tatsächlichen ungeplanten Ausfall des Rettungswagens kann man sicher Notfallmässig sehr schnell reagieren. Aber warum Not schaffen wo keine ist?

Die Rechnung ist ein ganz anderes Thema, aber ansonsten seh ich im Verhalten der Sanis keine Fehler.
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11.08.2012 09:50 Uhr von Floetistin
 
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there4you2: wenn du privat versichert bist musst du u.U. selbst zahlen. Und wenns kein Notfall ist, sondern ein reiner Krankentransport musst du auch selbst bezahlen.

Ja, es ist nicht sein Problem. Aber eine Vernunftentscheidung der Sanitäter.


Wo ist eigentlich euer Problem? Unglaublich was manche hier für Vorstellungen haben. Meint ihr die Welt richtet sich nach euch?
Wenn nur 1 Krankenwagen bereit stand (warum auch immer) dann muss dieser alleine schon aus reiner Vernunft heraus für Notfälle (z.B. Unfälle, Schlaganfälle, etc.) freigehalten werden.

Der Fau ging es durch den Transport im Wagen ihres Mannes nicht besser und nicht schlechter. Begreift das doch endlich.
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11.08.2012 10:44 Uhr von Wachsames.Auge
 
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@Floetistin: klopf klopf
jemand zu Hause??
Aaaalso für Dich jetzt mal so:
Du bist betroffen von einer Krankheit die sofort(!!) operativ behandelt werden muss, welche ziemliche Schmerzen verursacht und nach relativ kurzer Zeit zu einem Multiorganversagen führen kann.
Dein Mann ruft einen Rettungswagen. Dieser kommt nach 20 min (gefühlte 2 Stunden) endlich und....weigert sich Dich mitzunehmen. Nach ewig langer Diskussion und 20 Telefonaten (alles in allem wieder gefühlte 2 Stunden) wirst Du dann "fachgerecht" im Auto Deines Mannes transportiert.

Ob Dein anschließender Tod begünstigt wurde die Strapazen dieses kleinen Abenteuers, läßt sich nicht ganz von der Hand weisen....

Vielen Dank auch !
Ich hoffe, dass Du so etwas niemals selber mitmachen musst.

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