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Lakehurst/USA: Militärisches Luftschiff absolviert Erstflug

Mit rund einem Jahr Verspätung konnte die US-Army nun ihr "Long Endurance Multi-Intelligence Vehicle" (LEMV) zu einem etwa 90-minütigen Erstflug starten lassen. Technische Probleme hatten dieses Ereignis immer wieder verzögert. Im Gegensatz zum geplanten Betrieb fand dieser Flug bemannt statt.

Luftschiffe dieses Typen sollen in naher Zukunft die Fähigkeitslücke in der Langzeitüberwachung von Krisen- und Kriegsgebieten schließen, die herkömmliche unbemannte Luftfahrzeuge aufgrund ihrer Einsatzdauer nicht abdecken können. Flugzeiten bis zu drei Wochen sind durch den Hersteller projektiert.

Geplant ist, diese Fluggeräte ab 2013 über Einsatzgebieten wie etwa Afghanistan mit etwa 1,25 Tonnen Nutzlast in siebne Kilometer Flughöhe in Betrieb zu haben, die durch überschaubaren Personalansatz instandgehalten werden können. Zusätzlich zeichnen sich die LEMV durch einen extrem niedrigen Treibstoffverbrauch aus.


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WebReporter: ElChefo
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Afghanistan, Flugzeug, Drohne, Army, Luftschiff
Quelle: www.spiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.08.2012 06:02 Uhr von ElChefo
 
+5 | -0
 
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Interessantes, wenn auch voraussehbares Konzept. Wer sich noch erinnert, in Deutschland gab es vor einigen Jahren Projekte zur unter anderem kommerziellen Nutzung von Luftschiffen, die durchaus auch diese Perspektive boten, Leider ging das Konzept hierzulande nicht wirklich auf.

Schade, die Forschung hätte hier einen weiteren Leuchtturm für den Namen "made in germany" setzen können. Leider geht es wohl denselben Weg wie in der Solarzellentechnik.
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10.08.2012 09:36 Uhr von maki
 
+4 | -2
 
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Cargolifter: konnte eigentlich auf Grund des genialen Konzepts gar nicht scheitern - entweder waren da absolute Vollhirnis involviert oder es wurde wirklich von aussen (Konkurrenz im Transportsektor) geschickt abgeschossen.

Flugzeit (nur) 3 Wochen?
Wieso?
Treibstoff braucht man in 7 km Höhe eigentlich gar nicht, wenn man die Oberseite vollständig mit Solarzellen bestückt und wenn die "Heliumsäcke" wenigstens so dicht wie ein handelsüblicher Autoreifen sind, könnte so ein Ding (unbemannt) monate-/jahrelang ferngesteuert patroullieren.

Gibts eigentlich mal wieder ne Luftschifffirma, von der man Aktien kaufen könnte?
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10.08.2012 10:24 Uhr von maxedl
 
+1 | -0
 
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Solange: das Luftschiff nicht direkt über eine afghanische Hochzeitsfeier gerät könnten es immer noch die Taliban vom Himmel holen.
So ein großes Ziel kann ja nicht schwer zu treffen sein.
Vielleicht hat man die Außenhaut aus Kugelsicherem Kevlar gemacht.
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10.08.2012 10:44 Uhr von ElChefo
 
+2 | -0
 
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maki: CargoLifter ist letztlich daran gescheitert, das man das Schnittstellenproblem zwischen Warentransport und Leerflug nicht ordentlich lösen konnte.
Da du ja einen statischen Auftrieb nutzt, um mit einem solchen Luftschiff zu fliegen, musst du natürlich bei Entladung ein Gegengewicht in die Laderäume einbringen. Bei den Frachtmassen, die einmal geplant waren, wäre so einiges zusammen gekommen, gerade wenn man bedenkt (...wenn ich mich recht entsinne...) das Wasser als Gegengewicht genutzt hätte werden sollen.
...hinzu kamen natürlich die enormen Kosten für den Bau der grossen Halle (die dann ein Schwimmparadies werden sollte...). Daran ist diese Firma letztlich insolvent gegangen. Da ist die These des von aussen induzierten Scheiterns unnötig, man war halt ein wenig zu ambitioniert.

Ein weiteres (aber durchaus lösbares) Problem ist natürlich der Zeppelinflug an sich, der erst einmal in den normalen Luftverkehr und in die Luftraumordnung integriert werden will.

Am Rande erwähnt, es dürfte wohl auch denkbar sein, das Teile der Entwicklung der CargoLifter AG über den Kooperationsvertrag mit Boeing in die LEMV geflossen sind.

Die Flugzeitlimitierung dürfte sich wohl aus den Wartungsintervallen von Nutzlast und Antrieb ergeben.

...wenn du Aktien willst, gute Frage...
In Aachen sitzt soweit ich weiss die GEFA GmbH, in Friedrichshafen hat die Zeppelin GmbH ihre Luftschiffabteilung und schlussendlich (du kennst bestimmt diese Werbezeppeline) sitzt in Essen/Mülheim noch WDL. Im Ausland würden mir jetzt eigentlich nur Goodyear, Aeros und TLG einfallen.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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10.08.2012 10:46 Uhr von ElChefo
 
+5 | -0
 
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maxedl in 7km Flughöhe...

...womit sollen die das denn runterschiessen? Taliban Air Force?!
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10.08.2012 12:17 Uhr von maki
 
+3 | -0
 
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Auftrieb / Ballast: Sach nich, da ist noch immer keiner drauf gekommen, das Volumen der Auftriebskörper elektromechanisch* zu beeinflussen?

*Zwei Varianten hätt ich schon mal im Angebot:

- Einfacher Aufbau, aber keine besonders schnellen Aktionen möglich: zum Steigen das Helium (oder was da grad aktuell ist) aus Druckgasbehältern in die "Ballons" lassen und zum Sinken das Helium einfach aus den Ballons in die Druckgasbehälter zurückpumpen

- Aufwendiger, aber schnellere Reaktion möglich (meine schon jahrzehntealte Ur-Idee): Seilnetzstrukturen um die "Ballons" spannen oder geschickt in die Ballonhüllen einarbeiten, welche über eine geeignete Seilzumechanik einfach die Ballons zusammendrücken können (dies könnte dann über Flaschenzüge im Notfall sogar rein manuell geschehen)

Cargolifter-Dilemma:

Ok, da hätt ich mich wohl mal genauer mit den Hintergründen befassen sollen - sorry. :-)
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10.08.2012 13:40 Uhr von Perisecor
 
+1 | -0
 
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@ maki: Mein Weltbild ist angeknackst.

Du kannst ja ganz normal und vernünftig und sogar mit richtigen Argumenten diskutieren und nicht nur polemisch gegen irgendwen hetzen.

Ernsthaft, super! Ich stehe ja sonst nicht auf dieses Plus und Minus, aber da verteile ich doch direkt mal ein Plus an dich.
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11.08.2012 21:22 Uhr von maxedl
 
+1 | -0
 
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@ElChefo: Bei einer Hochzeit gibt es eher Zufallstreffer und wenn die Taliban neben genügend Munition auch irgendwelche Ziel suchenden Raketen verwenden, kann es für das Luftschiff eng werden.
Natürlich muss die Kugel oder eine Rakete erst mal hinauf kommen.
Ich denke mal dass Terroristen sich dann mit dem Geld ihrer Gönner und Opfer dementsprechend rüsten um ihre Privatsphäre zu erhöhen.
Immerhin werden amerikanischen Soldaten oft genug mit Waffen aus amerikanischer Produktion getötet.
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12.08.2012 00:39 Uhr von ElChefo
 
+2 | -0
 
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maxedl: "Bei einer Hochzeit gibt es eher Zufallstreffer"

Ich weiss ja jetzt nicht, was du denkst, was für Waffen auf afghanischen Hochzeiten in die Luft gefeuert werden. Das geht nicht über 5.45x39 bzw. 7.62x39. Damit kommt man nicht mal in die Nähe von 7km Flughöhe.

"und wenn die Taliban neben genügend Munition auch irgendwelche Ziel suchenden Raketen verwenden"

Welches Ziel?
IR braucht erstmal Wärmestrahlung. Die Silouette von so einem Zeppelin dürfte so ziemlich gar nicht auftauchen - genauso wie die E-Motoren, die die Steuer- und Antriebspropeller antreiben.
Radartechnisch schaust du auch ins Nichts, ein Zeppelin ist zwar gross, aber nicht unbedingt reflektierend. Und der kleine Part, der reflektiert, dürfte den Designern auch aufgefallen sein - also wird man auch ihn maskiert haben.
(...natürlich sollte man dabei bedenken, das es keinen einzigen dokumentierten Einsatz von radargesteuerten SAM durch die Taliban gibt...)

"Ich denke mal dass Terroristen sich dann mit dem Geld ihrer Gönner und Opfer dementsprechend rüsten um ihre Privatsphäre zu erhöhen."

Wieviele Jets und Bomber, die in den letzten Jahren über Afghanistan kreisten, wurden bis jetzt angegriffen?! Wieso sollte sich das jetzt ändern?! Sie haben bis jetzt nichts tun können und werden es auch in Zukunft nicht tun können. Das meiste Geld stecken sie in ihre laufenden Kosten, etwa Lebensmittel und Munition. Neue bzw. grössere Waffen tauchen da nur unheimlich selten auf. Je grösser die Waffe, desto eher werden sie sie gewinnbringend verscherbeln, um ihre horrenden Kosten zu decken. Grösster Posten: Schmiergelder.

"Immerhin werden amerikanischen Soldaten oft genug mit Waffen aus amerikanischer Produktion getötet."

...und russischer, deutscher, chinesischer, französischer und englischer Produktion. Das Herkunftsland einer Waffe spricht so ziemlich gar nichts über die Bezugsquelle derselben aus.

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