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Telekom darf sich freuen: Betriebsrat stimmt Streichung von 1.200 Stellen zu

Die Deutsche Telekom darf sich nun freuen. Der Betriebsrat hat zugestimmt, dass der Konzern rund 1.200 der 3.100 Stellen streichen darf.

Die ersten 600 Stellen sollen bereits dieses Jahr wegfallen. Der Abbau der weiteren 600 Stellen soll bis zum Jahr 2015 abgeschlossen sein.

Betriebsbedingte Kündigungen wird es zwar nicht geben, jedoch werden die Mitarbeiter für ein Jahr von einer Beschäftigungsgesellschaft übernommen, die eine Weitervermittlung versucht, oder die Mitarbeiter dürfen im Konzern selbst die Stelle wechseln oder mit einer Abfindung ausscheiden.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Telekom, Stelle, Personal, Betriebsrat, Streichung
Quelle: www.rp-online.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.08.2012 19:32 Uhr von MCIceT
 
+19 | -8
 
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Wie schön dass man einen Betriebsrat kaufen kann...
Vielleicht gibts auch Urlaub in Thailand für den Betriebsrat.
/Ironie off

[ nachträglich editiert von MCIceT ]
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08.08.2012 19:45 Uhr von mrshumway
 
+12 | -1
 
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einen BR musst Du nicht kaufen denn er hat sowohl die Rechte des Betriebes als auch der Mitarbeiter wahrzunehmen.

Was soll ein BR auch tun, wenn das Unternehmen sagt "raus mit Abfindung oder Änderungskündigung"? Wenn das alles rechtlich abgesichert ist, kann niemand etwas dagegen tun. Weder BR, noch Gewerkschaften oder Richter.

Jeder HR-Manager wird sehr genau wissen, in welcher Form ein BR diese Massnahmen verhindern oder mitbestimmen kann. Und diese Manager werden fürstlich dafür bezahlt, die entsprechenden Aufhebungs-/Änderungsverträge so auszugestalten, dass ein BR da nur noch mehr oder weniger abnicken kann.

Du kannst nur mit Winkelzügen versuchen, das Beste für Dich rauszuziehen. Die Möglichkeiten des BR beschränken sich meistens darauf, eine sozialverträgliche Auswahl zu fordern und auf die Einhaltung rechtlicher Vorgaben zu achten. Thats all.

[ nachträglich editiert von mrshumway ]
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08.08.2012 20:02 Uhr von Perisecor
 
+12 | -2
 
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Wer von euch hat denn einen Telekom-Internetanschluss, einen Telekom-Internetvertrag und einen Telekom-Handyvertrag?


Die Telekom hat in den vergangenen Jahren viele Kunden verloren, folglich muss auch die Anzahl der Arbeitsplätze angepasst werden.


Ihr wollt das nicht? Dann wechselt zur Telekom, rechnet aber damit, dass euer bisheriger Vertragspartner eine Entlassungswelle ankündigt.
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08.08.2012 20:30 Uhr von Bruno2.0
 
+5 | -1
 
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@Perisecor: Du zahlst aber auch indirekt mit einem Internet Anschluss eines anderen Anbieters an die Telekom denn die verlangen Geld für die Nutzung ihres Netzes..

und ja ich habe ein Telekom Handyvertrag
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08.08.2012 21:08 Uhr von Perisecor
 
+3 | -1
 
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@ Bruno2.0: Ich bin, wie sehr viele andere Menschen in Deutschland, Kabel-Kunde.

Daran verdient die Telekom keinen Cent.
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08.08.2012 21:11 Uhr von Katerle
 
+0 | -1
 
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mist und ich wollte mich da noch bewerben
wird nun dann doch nichts
:)
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08.08.2012 21:58 Uhr von jupiter12
 
+1 | -5
 
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Als ich diese Ueberschrift gelesen habe, wusste ich das ist von unserem 7. klaessler Crushial.
Sorry Crushial,
aber schlichter und schlechter als Du kann man nicht mehr schreiben........

Das liest sich ja so als wenn Du Dich auch drueber freust das wieder 12oo Arbeitsplaetze abgebaut werden um die Dividende zu halten.


Promiflash und Bravo sind wohl mehr auf Deiner Augenhoehe......
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08.08.2012 23:32 Uhr von fallobst
 
+3 | -0
 
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@ zeus35: Also der BR muss schon im Interesse der Mitarbeiter zusehen, dass der Laden auch läuft und nicht wegen einer Nicht-Auslastung etc. unproduktiv wird. Denn das kostet am Ende noch einiges mehr an Arbeitsplätzen UND/ODER hat massive Lohnkürzungen zur Folge. Es ist traurig für die Mitarbeiter, die leider verlagert, früher verrentet oder sich lieber entschließen mit einer ordentlichen Abfindung freiwillig zu gehen (was ich persönlich wohl am ehesten tun würde), allerdings sichert es die Arbeitsplätze der verbliebenden Mitarbeiter. Das ist ein sehr simpler Zusammenhang.

Wenn man seine Mitarbeiterzahlen nicht anpasst, sowohl nach oben bei Marktwachstum oder Marktzugewinn, als auch nach unten bei Marktschrumpfung/Martkanteilsverlust (siehe wachsende Marktzugewinne der Konkurrenz als Kabel Deutschland etc.) bzw. Stagnation bei gleichzeitiger Produktivitätssteigerung, dann kann jedes Unternehmen ganz schnell ganz tief in die roten Zahlen gehen. Und das hätte weitaus größere Rationalisierungs und Sanierungsmaßnahmen mit herben Einschnitten in Löhnen und Arbeitsplätzen zur Folge.
Das siehst du doch überall in der Wirtschaft. Wer, anstatt die Probleme zu beachten und darauf zu reagieren, alles weiterlaufen lässt und über seinen Kosten bzw. unter seiner Effizienz lebt, der zahlt später eine gewaltige Rechnung, wenn die Rechnung überhaupt noch zahlbar ist, sprich Insolvenz. Die Telekom hat nunmal kein Monopol, sondern ist starkem Konkurrenzdruck ausgesetzt. Effizienz oder Tod, um es sehr verkürzt und simpel zu sagen.

Selbst große, starke und namhafte Unternehmen wie Siemens und Thyssen-Krupp müssen mittlerweile zusehen wo sie bleiben.

Wir haben 2012 und nicht 1970, als die Konkurrenz deutscher Unternehmen quasi an einer Hand abzählbar war. Wir nehmen sowohl unseren Wohlstand und unsere Wirtschaft, als auch unseren technologischen Vorsprung und hohe Produktivität viel zu oft als selbstverständlich und gottgegeben hin, dabei holen weltweit viele Staaten und ausländische Unternehmen sehr schnell auf bzw. überholen uns bereits. Wir haben zwar noch starke und teils weltweitführende Großunternehmen und viele innovative, starke Mittelständische Unternehmen, aber die Lücke zwischen uns und der globalen Konkurrenz wird kleiner. Viele Märkte (Asien etc.) sind bereits erschlossen und teilweise sehr gut ausgeschöpft (Marktstagnation). Jetzt heißt es nicht in die Breite (Marktwachstum), sondern in die Höhe gehen (Marktanteilsgewinn durch Produktivitätserhöhung, Innovationen, effiziente Auslastung etc.). Wer sich auf seinen Lorbeeren der Vergangenheit ausruht verliert. Jeder Euro/Dollar kann nur einmal ausgegeben werden und entweder kriegt das deutsche Staatssäckel das Geld oder eben andere Staaten. Uns wird keiner aus Solidarität Geld für den Straßenbau, Sozialhilfe, Rente, Gesundheitsausgaben, Schulen etc. geben. Entweder wir verdienen es uns selbst oder sparen so lange, bis wir wieder ein gewisses Maß an Effizienz erlangen. Aber das sind Einbußen, die sich in mehr als 20€ Kürzung von Hartz4 etc. niederschlagen würden....
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09.08.2012 00:13 Uhr von mrshumway
 
+1 | -0
 
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@Zeus35: Hat Dich Dein eigener Blitz getroffen? Lies mal ein wenig im Netz.

Kein BR kann verhindern, das Mitarbeiter entlassen werden, wenn es aus betrieblichen Gründen notwendig wird. Sagt der Chef "den will ich raus haben" aus berechtigten Gründen und der BR wird vorher dazu gehört und stimmt dem zu, dann sind das Arbeitgeberinteressen. Letztlich geht es in der Situation nur darum, die rechtlichen Rahmenbedingungen einzuhalten.

[ nachträglich editiert von mrshumway ]
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09.08.2012 03:10 Uhr von fallobst
 
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@ zeus35: ich habe nur versucht den zusammenhang zwischen der "gesundheit" des unternehmens und den arbeitsplätzen darzustellen, wobei eben beide stark positiv miteinander korrelieren. ich denke darauf wollte der vorherige kommentator auch hinaus.
dein verweis auf die gesetzlichen vorlagen ist zwar korrekt, aber er macht doch nicht deutlich, ob der BR in dieser situation sinnvoll bzw. nachvollziehbar gehandelt hat oder nicht. ich nehme mir auch nicht das recht raus, das so eindeutig beurteilen zu können, weil ich keine internen, spezifischen fakten dazu kenne. und weder du noch sonst wer hier wird die kennen, von daher können wir nur spekulieren und die lage von verschiedenen blickwinkeln aus betrachten. ich wollte lediglich den zuvor erwähnten zusammenhang aufzeigen, dass das verhalten des BR durchaus im interesse der verbliebenen AN (also der großen mehrheit der AN im unternehmen) und damit langfristig sozusagen wohlfahrtsoptimierend sein kann, obwohl das zu individuellen nachteilen (damit sind diejenigen, die ihren arbeitsplatz in absehbarer zeit verlieren werden) führt.

[ nachträglich editiert von fallobst ]
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09.08.2012 09:23 Uhr von mrshumway
 
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@Zeus35: Aber gerne doch: bei betriebschädlichem Verhalten, Verstoß gegen die Arbeitsanweisungen oder Diebstahl. Du wirst nur sehr wenige BR in Deutschland finden, die gegen solches Fehlverhalten Rechtsmittel erfolgreich einlegen können. Insbesondere dann, wenn dem AN bereits durch Abmahnungen sein Fehlverhalten aufgezeigt wurde. Stellt er es nicht ab, hat er Konsequenzen zu tragen. Und da kann ein BR auch nix mehr ausrichten.

Arvato, Twenty 4 help, Tectum und Sitel haben mit Sicherheit schon entsprechende Verträge ausgearbeitet, zu denen dann die AN bei ihnen weiter für die T-Com callen dürfen. Es gibt noch ein Jahr Bestandsschutz, in denen an den Verträgen nix geändert werden darf. Und danach sagen diese Firmen "Vogel friß (den neuen Vertrag) oder geh".

Und Arvato ist zum Beispiel der Callcenterbetreiber, der für T-Com, DHL und Telefonica calls handelt.
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09.08.2012 10:39 Uhr von Spielversteher
 
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Betriebsrat: Der Betriebsrat hat in erster Linie natürlich die Mitarbeiter zu vertreten. Nur kann es nicht angehen, dass Interessen von Mitarbeitern vorgehen, wenn dadurch eine Firma wirtschaftlich Ruiniert würde.
Ich spreche jetzt eher von kleineren Unternehmen in der Größenordnung bis 50 Mitarbeitern.
Da kann man nicht auf Teufel komm raus alles durchsetzten wollen, egal was mit der Firma dann passiert.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass wenn ein Mitarbeiter nicht mehr in eine Firma passt, der Chef ihn nicht mehr in der Firma haben will, dann wird dieser Mitarbeiter auch nicht mehr für diese Firma arbeiten, egal was ein Betriebsrat dazu sagt. Ist dann halt nur eine Frage des Geldes, was den Vergleich vor dem Arbeitsgericht angeht.
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09.08.2012 16:16 Uhr von mrshumway
 
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@Zeus35: Genau das meinte ich damit. Er hat bestenfalls beratende Funktion und kann bei Gesprächen mit dabei sein, damit es nach Recht und Gesetz abläuft. Aber die Aufrechterhaltung von Verträgen oder Verlängerung ist eine Sache zwischen AG und AN; und AG ist nicht der BR.

Sicherlich ist ein BR immer arbeitnehmerorientiert(er) als es zur GL oder dem AG hin ist.

Dennoch: sind aus betrieblichen Gründen Änderungen notwendig, zum Beispiel Mehrarbeit und entsprechender Ausgleich erfolgt, kann sich der BR nicht stur auf AN Seite stellen, wenn der Betrieb eine entsprechende Kompensation bietet. Effizienz und Gewinn sind nun mal unternehmerische Ziele. Und selbst wenn Mehrarbeit nicht unbedingt immer das ist, was der AN will: Es ist mir lieber, als eine GuV Rechnung, die irgendwann Entlassungen zur Folge hat.

Ein guter BR nimmt imho die Rechte der Belegschaft immer in den Fokus und kann gleichzeitig die Mitarbeiter so motivieren, dass auch auf den ersten Blick unpopuläre Entscheidungen als arbeitsplatzsichernd akzeptiert werden. Denn dann hat er perfekte Arbeit geleistet: leistungsbereite Mitarbeiter und eine Unternehmensführung, die den Begriff "Insolvenzrecht" nur von Hörensagen kennt.

Sicher wird auch kein BR Schützenhilfe leisten; aber bei nachweisbarem Fehlverhalten und erfolgten Abmahnungen wird es auch für einen BR schwer, sich für die Erhaltung des Arbeitsplatzes auf AN Seite zu stellen. Dann kann seine Aussage nicht anders lauten als "du hast dich betriebsschädlich verhalten und das nicht abgestellt; trag jetzt die Konsequenzen". Wo Fakten ganz klar gegen den AN sprechen und nur eine Reaktion zulassen, hat der BR keine andere Wahl. Auch der Job von BR ist kündbar (innerhalb verlängerter Fristen) und bei Insolvenzen oder Schliessungen genauso vakant wie jeder andere Vertragsverhältnisse auch.

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