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Jugendliche, die sich "ritzen", sollten unter anderem auf eine Peperoni beißen

Forscher der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Heidelberg wollen eine frühzeitige Therapie entwickeln, um Jugendlichen helfen zu können, die sich die Haut ritzen. Zu diesem Zweck sollen 70 Schüler in den kommenden Jahren an einer Studie teilnehmen.

Eltern, deren Kinder sich ritzen, stehen dem oft ratlos gegenüber. Die Studie soll am Ende ein standardisiertes Manual hervorbringen. Studienleiter Michael Kaess sagte, dass diese Therapie den Betroffenen dann besser helfen soll, als herkömmliche Therapien.

Weiter sagte er: "In akuten Stresssituationen kann es zum Beispiel helfen, eine SMS an die beste Freundin zu senden, Musik zu hören, bestimmte Düfte zu riechen oder auf eine scharfe Peperoni zu beißen, die sie mit sich tragen."


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Gesundheit, Jugendliche, Ritzen, Borderline-Syndrom
Quelle: wissen.de.msn.com

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.08.2012 18:29 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+16 | -2
 
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Chorkin: Und so starkes Aufmerksamkeitsverlangen das es zu Selbstverletzung kommt ist für dich keine psychische Erkrankung?

Sicher gibt´s allerdings tatsächlich auch ein paar bei denen das "Problem" hauptsächlich unglaubliche Dummheit ist...
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05.08.2012 18:46 Uhr von Chaostante
 
+14 | -2
 
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Ritzen ist nicht neu: Es wurde vor 15 Jahren nur "Schnibbeln" genannt und wurde sowohl von Betroffenen als auch (besonders) von ihren Angehörigen verschwiegen... War halt vielen Eltern "peinlich" wenn bei stark betroffenen Kindern die Arme, Beine und alle erreichbaren Hautpartien aussahen wie eine Kraterlandschaft.
Und mir diesem Verhalten machten sie die Erkrankung und den Leidensdruck der Erkrankten noch viel schlimmer.
Ich habe Jugendliche kennengelernt die keinen einzigen Millimeter ihrer Haut unversehrt ließen.
Und das ist heute wie damals nur durch eine seelische Erkrankung zu begründen, keinesfalls durch eine Modeerscheinung.
Es wird nur heute nicht mehr sooft verschwiegen und amn sucht Hilfe.
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05.08.2012 18:49 Uhr von artefaktum
 
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@Chorkrin: "Es ist ein Verlangen nach Aufmerksamkeit, wie sie gerade bei Jugendlichen in der Pubertät häufig vorkommt, eventuell gepaart mit einem Gefühl von Vernachlässigung, gerade wenn Eltern wenig Zeit haben oder sich nehmen und kaum wirkliche Freunde vorhanden sind, (...)"

Da ist sicher was dran. Ich denke aber, im Vordergrund steht da das Bedürfnis, sich selbst wahrzunehmen. Sich selbst Schmerzen zuzufügen heißt auch immer, sich selbst zu spüren. Das ist schon eine gewisse Verzweiflung. Besser Schmerzen als sich selbst gar nicht mehr wahrnehmen.
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05.08.2012 18:49 Uhr von moempf
 
+2 | -1
 
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Jugendliche, die sich ritzen, empfinden häufig einen tiefen Selbsthass und bestrafen sich auf diese Weise, versuchen aber auch den Druck irgendwie zu verarbeiten, der auf ihnen zu lasten scheint. Ja, für einige ist es ein Hilfeschrei, sie hoffen, dass es gesehen wird und für manche ist es eine Art Selbstrichtung oder anderes. Und das, was mein Vorgänger schreibt, denke ich ebenfalls

Ich frage mich nur, wieso das ganze hier eine News ist? Das sind meiner Meinung nach rein psychologische Tipps, um Erkrankten zu helfen, das hier ist doch kein Selbsthilfeforum...

[ nachträglich editiert von moempf ]
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05.08.2012 19:56 Uhr von PhoenixY2k
 
+0 | -4
 
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Sobald: geritzt wird, sollen die sich mal eine frisch aufgeschnittene Habanero über die Wunden ziehen. Damit können sie sich noch ein wenig mehr in ihren Selbsthass ziehen und bestrafen und es ist auch noch gesund nebenbei.
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05.08.2012 20:45 Uhr von Petabyte-SSD
 
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@Chorkrin: So neu ist das nicht, habe das so 1987 bei meinem Klassenkameraden erlebt.
Das Wort "Ritzen" gab es noch nicht, das Tun dessen schon...
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05.08.2012 21:54 Uhr von odog1993
 
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Es wird immer schlimmer Psychische Krankheiten wie Borderline, Depressionen, PTBS usw. sind leider auf dem Vormarsch. Diese moderne Welt hat einen enormen Leistungsdruck entwickelt, denen Kindern und Jugendliche nicht gewachsen sind. Sie wollen einfach "Ideal" sein.
Ich denke das fast jeder der sich selber verletzt ob es ritzen oder sonst was sei, eine psychische Krankheit hat beziehungweiße eine entwickelt.
Die Idee mit der Peperoni oder welche es sonst noch dazu gibt sind auf jedenfall sehr gute Ansätze denke ich, denn diese Menschen immer mit Medikamenten voll zu pumpen ist auf Dauer die falsche Lösung.

[ nachträglich editiert von odog1993 ]
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05.08.2012 22:35 Uhr von Nebelfrost
 
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in eine peperoni? ist doch lahm. wie wärs mit einer bhut jolokia? ich bin mir sicher, das machen die nur einmal, dann geben sie das borderlining lieber auf ;-)
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06.08.2012 07:44 Uhr von mort76
 
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Chorkrin, die Betroffenen verheimlichen sowas in der Regel- das hat mit der Suche nach Aufmerksamkeit meist nichts zu tun.
Und autoaggressives Verhalten ist nun wirklich nichts neues.
Dabei geht es nicht um andere Menschen, sondern darum, die eigene Spannung abzubauen- und das funktioniert tatsächlich.

Wenn man keinen anderen Umgang mit der eigenen Anspannung findet, wird das zur Sucht.
Die Anspannung selber kann dann wieder die verschiedensten Ursachen haben, von den puren Lebensumständen bis hin zu einer echten psychischen Störung.
Das Ritzen ist also eher ein Symptom.
Man kann das nicht so verallgemeinern, wie du das versuchst, und es auf eine einzige Ursache zurückführen.

Das ist wie mit jeder anderen Sucht: da gibt es nie "den einen Grund".
Manchen mag es um Aufmerksamkeit gehen, und sie sind möglicherweise erst durch die Medien auf diese Möglichkeit gestoßen, aber das sind die wenigsten.

Und die Palette an autoaggressiven Verhaltensweisen ist ja nun auch noch bedeutend größer: ritzen ist nur eine Möglichkeit. Manche können nicht aufhören, sich die Haare auszureißen, obwohl sie das nicht wollen, andere kauen ihre Fingernägel, bis es blutet...das haut alles in die selbe Kerbe, und sowas gab es schon immer.
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06.08.2012 07:51 Uhr von mort76
 
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Nebelfrost, Peperoni ist nur ein anderer Name für Chili.
Deine bhut jolokia ist also auch eine Peperoni.
Der Namensunterschied ist ein Hinweis auf das Herkunftsland, aber es ist trotzdem das selbe Gewächs.
Und beides ist Paprika.

Nein, das ist kein Witz.
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06.08.2012 07:53 Uhr von d-fiant
 
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Gummiband auf Pulsader schnippsen empfiehlt die psychosomatische Medizin. Paprika ist nur eine andere Methode.
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06.08.2012 08:03 Uhr von keakzzz
 
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@odog1993: "Psychische Krankheiten wie Borderline, Depressionen, PTBS usw. sind leider auf dem Vormarsch. Diese moderne Welt hat einen enormen Leistungsdruck entwickelt, denen Kindern und Jugendliche nicht gewachsen sind. Sie wollen einfach "Ideal" sein."

stimmt.

wobei es andererseits auch einen deutlichen einfacheren Grund gibt. so ist z.b. die Anzahl der Menschen, die an arbeitsbedingten Depressionen, Burnout usw. leiden, in den letzten fünfzig Jahren um ein Vielfaches gestiegen. Das heißt aber nicht einmal, daß es früher niemanden gab, der daran litt - damals wurde es nur nicht diagnostiziert.
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06.08.2012 08:23 Uhr von esKimuH
 
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AHA: Die sollen sich einfach Kreuz und quer des Arm zerritzen aber dabei ca. 2 cm tiefer gehen, damit wir uns hier nicht so einen Mist durchlesen müssen.
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06.08.2012 08:49 Uhr von mort76
 
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es ki muh, warum schreibst du ihn dann?
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10.08.2012 14:15 Uhr von Peter_Enis
 
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@nebelfrost: falls du dich wunderst woher die minusse kommen... nein es liegt nicht daran das du nicht den unterschied zwischen peperonis, chilischoten und paprika kennst , es ist einfach ausdruck das deine ignoranz bestraft weren müsste und wir hier nicht mit steinen werfen können ...
"borderlining aufgeben" ... denkst du das ist wie rauchen aufgeben? meinst du denen die daran leiden macht es soass schon mrogens mit einer inneren anspannung aufzuwachen und zu hoffen, das es bloss nicht schlimmer wird? vielleicht solltest du dich mal über borderline besser informieren bevor du solche unqualifizierten meinungen von dir gibst...
Ignoranz ist die schlimmste Form der Verachtung!
also, erst denken , dann posten !

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