02.08.12 14:53 Uhr
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US-Wahlen: Waffenschein zählt - Studentenausweis nicht

In den USA sind in mehreren Bundesstaaten kurz vor der Präsidentschaftswahl in diesem Jahr neue Gesetze verabschiedet worden, die vor allem Obama-Wähler benachteiligen werden. Insgesamt 19 Bundesstaaten, mehrheitlich republikanisch, erschweren es ihren Bürgern ihre Stimme abzugeben.

Besonders Afroamerikaner, Hispanics, junge Menschen und Geringverdiener werden benachteiligt - die entscheidende Wählerschaft des amtierenden Präsidenten. So reichte es bisher aus, seine Geburtsurkunde, Studentenausweis oder Stromrechnung vorzuzeigen. Dies ist nun nicht mehr möglich.

Da auf diesen Urkunden kein Lichtbild vermerkt ist, fallen diese Nachweise weg. Doch zehn Prozent der Amerikaner hat überhaupt keinen Ausweis mit eigenem Bild. Eine Studie bestätigte die Vorbehalte der Demokraten nun, die besagt, dass proportional mehr Reiche einen Pass oder Führerschein besitzen.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Politik, Barack Obama, Wahl, Stimme, Waffenschein
Quelle: www.sueddeutsche.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.08.2012 14:53 Uhr von sicness66
 
+6 | -1
 
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Hinzu kommen sechs Millionen Häftlinge, die nicht uneingeschränkt wählen dürfen, auch wenn sie das Gefängnis schon längst verlassen haben.
In Texas kann man sich mit einem Waffenschein ausweisen, mit einem Studentenausweis nicht.
So sieht es aus im "Land of the Free"
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02.08.2012 15:44 Uhr von Perisecor
 
+7 | -8
 
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@ sicness66: "Hinzu kommen sechs Millionen Häftlinge, die nicht uneingeschränkt wählen dürfen, auch wenn sie das Gefängnis schon längst verlassen haben."

Dass Straftäter in manchen Staaten nicht wählen dürfen, ist nun nicht erst seit gestern so.

Begeht man eine Straftat, dann weiß man, welche Konsequenzen das haben kann und wird.




"In Texas kann man sich mit einem Waffenschein ausweisen, mit einem Studentenausweis nicht. "

Der Waffenschein wird von einer staatlichen Behörde vergeben und beinhaltet ein Bild.

Studentenausweise werden von Universitäten vergeben, sind nicht standardisiert und haben oft kein Bild.





"So sieht es aus im "Land of the Free" "

Mit wie vielen amtlichen Dokumenten kann man denn in Deutschland zur Wahl gehen?

Achja, richtig. Man braucht nicht nur seinen Ausweis oder Reisepass, sondern auch noch die Benachrichtigungskarte.


Bitte erzähle also mehr darüber, wie viel schlimmer es in den USA ist.



Die Quelle argumentiert, dass das Organisieren eines geeigneten Nachweises (Geburtsurkunde) $8 kostet.
Was kostet nochmal die Beantragung eines Ausweises in z.B. Deutschland?




Schade, dass die Süddeutsche hier wieder mal mangelnde Kompetenz zur Schau stellt. Da passt dann auch ins Bild, dass das (vermeintlich) bessere System in Deutschland als Vergleich herangezogen wird, wenn es um wählende Straftäter geht, aber nicht dann, wenn die Wahlvoraussetzungen in Deutschland teurer und schwieriger sind.
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02.08.2012 15:47 Uhr von architeutes
 
+2 | -1
 
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@Autor: Geh du hier mal mit einer Stromrechnung zum Amt und
beantrage irgendwas ,und alles was ich in der News lese
ist ,das viele Bürger keinen richtigen Nachweis ihrer
Identität haben ,und nicht das sie ihn nicht bekommen.
Es macht sich keiner die Mühe zum Amt zu gehen.
Und ich bezweifle das der Großteil fleißige Wähler sind ,
das ist eher so wie hier.
Und um in Texas (dein Beispiel) einen gültigen Waffenschein
zu bekommen ,muß man ja wohl auch etwas vorzeigen.
Also alles in allen eine ganz normale Wahl ,das einzige
sie ist in den USA.
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02.08.2012 15:52 Uhr von Ah.Ess
 
+0 | -1
 
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Tja die Multikultigesellschaft: Würden die ganzen kriminellen Banden sich zu ihren Waffen auch mal die entsprechenden Berechtigungsscheine holen, wär alles wieder gut :D
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02.08.2012 16:35 Uhr von Santiago0815
 
+1 | -1
 
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tach peri: mein senf zu deinem ^^

interessieren würde mich ab wann eine straftat (reicht es schon ein radio zu klauen? ) mit dem entgültigem (wirklich lebenslangen? ) verlusst des wahlrechtes endet .

wird in den USA ein von einer staatlichen behörde ausgestelltes dokument eigentlich von jemanden unterschrieben (ich meine jetz nicht die eigene unterschrift ) ?

ein personal (immer wieder lustig) ausweiß kostet in der brd 28,80 eurone
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02.08.2012 16:37 Uhr von sicness66
 
+4 | -1
 
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Perisecor: "Dass Straftäter in manchen Staaten nicht wählen dürfen, ist nun nicht erst seit gestern so."

Hab ich ja auch nicht anders geschrieben.

"Begeht man eine Straftat, dann weiß man, welche Konsequenzen das haben kann und wird."

In Deutschland dürfen, außer in bestimmten Fällen, alle Sträflinge auch wählen gehen.

"Der Waffenschein wird von einer staatlichen Behörde vergeben und beinhaltet ein Bild.

Studentenausweise werden von Universitäten vergeben, sind nicht standardisiert und haben oft kein Bild."

Waffenscheine sind in den USA ebenfalls nicht standardisiert. Außerdem entsprechen staatliche Universitäten ebenfalls Behörden und man muss sich eben auch mit Ausweis in einer Universität immatrikulieren.

"Mit wie vielen amtlichen Dokumenten kann man denn in Deutschland zur Wahl gehen?"

Tja in Deutschland ist die praktische Anwendung bei Wahlen ziemlich lasch. Manchmal reicht es (Voraussetzung amtliche Meldung) nur den Namen und das Geburtsdatum zu nennen oder einfach nur die Meldekarte mitzubringen.

"Die Quelle argumentiert, dass das Organisieren eines geeigneten Nachweises (Geburtsurkunde) $8 kostet.
Was kostet nochmal die Beantragung eines Ausweises in z.B. Deutschland?"

Ein vorläufiger kostet 10€ :p
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02.08.2012 16:41 Uhr von Perisecor
 
+1 | -3
 
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@ Santiago0815: "(reicht es schon ein radio zu klauen? )"

Nicht die Tat ist entscheidend, sondern das Strafmaß.


Die Länge des Wahlrechtsverlustet (und der Möglichkeit, legal Waffen zu erwerben, für bestimmte Ämter zu kandidieren, bestimmte Berufe zu ergreifen etc.) hängt, genauso wie die "benötigte" Höhe des Strafmaßes vom jeweiligen Staat ab.

Mir wäre aber aus dem Stehgreif kein Staat bekannt, wo auch Kleinkriminellen bei der ersten Verurteilung das Wahlrecht aberkannt würde.

Das trifft idR Serientäter (= viele Radios klauen und dabei mehrfach erwischt werden) oder schwere Straftäter (= Gewaltverbrecher o.ä.).




"wird in den USA ein von einer staatlichen behörde ausgestelltes dokument eigentlich von jemanden unterschrieben (ich meine jetz nicht die eigene unterschrift ) ?"

Genau so, wie in Deutschland auch, werden amtliche Dokumente gestempelt und unterschrieben und damit amtlich beglaubigt, womit sie ihre Gültigkeit erlangen.


Deshalb sind Waffenscheine auch in manchen Staaten in Ordnung, Studenten- oder Schülerausweise nicht.



Das betrifft übrigens nicht nur Wahlen, sondern auch den Kauf von Alkohol, das Betreten von Spielhallen usw.
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02.08.2012 16:47 Uhr von Perisecor
 
+2 | -3
 
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@ sicness66: "Hab ich ja auch nicht anders geschrieben."

Im Kontext könnte es aber von manchen Leuten so aufgefasst werden.

Dass das Wissen in Deutschland über die USA extrem beschränkt und qualitativ minderwertig ist, erlebe ich hier auf Shortnews - aber auch im RL - leider täglich aufs Neue.

Deshalb diese Klarstellung von mir.




"In Deutschland dürfen, außer in bestimmten Fällen, alle Sträflinge auch wählen gehen."

Das ist schön für Deutschland. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Aber in jedem Falle tangiert das weder die USA, noch die einzelnen Mitgliedsstaaten.

In Deutschland gibt es auch eine Ausweis-Pflicht, in den USA nicht.



"Waffenscheine sind in den USA ebenfalls nicht standardisiert."

Müssen sie auch nicht. Sie sind, wie andere Dokumente, in jedem Bundesstaat standardisiert und deshalb (auch idR nur dort) gültige Dokumente, sofern sie die Anforderungen erfüllen.

Der Waffenschein in Texas erfüllt diese Anforderungen wohl, mein Waffenschein aus Connecticut erfüllt sie z.B. nicht.



"Außerdem entsprechen staatliche Universitäten ebenfalls Behörden und man muss sich eben auch mit Ausweis in einer Universität immatrikulieren. "

Nein.

Einerseits sind nicht alle Universitäten staatlich - hier müsste man also differenzieren und würde dadurch die privaten Unis benachteiligen, was nicht erlaubt ist.

Andererseits sind Universitäten keine Behörden, genauso, wie auch in Deutschland Schulen und Universitäten keine Behörden sind.
Der gemeinsame Nenner ist zwar immer eine Anstalt des öffentlichen Rechts, aber die Befugnisse - eben z.B. die Kompetenz zur Ausstellung eines gültigen Ausweisdokumentes - sind verschieden.


Welche Unterlagen man braucht, um sich als Amerikaner an einer US-Universität einzuschreiben, hängt von der Universität selbst, dem jeweiligen Träger und dem Staat, in welchem sie sich befindet, ab.



"Tja in Deutschland ist die praktische Anwendung bei Wahlen ziemlich lasch."

Ich gehe hier vom gesetzlichen Optimalfall aus und nicht von jeder theoretisch möglichen Abweichung davon.



"Ein vorläufiger kostet 10€ :p"

Dann sind die Kosten ja ziemlich ähnlich.



Machen wir uns doch nichts vor. Die Quelle beruft sich auf eine NGO, welche Probleme erzeugt, wo eigentlich keine sind.


Edit:
Das "Nein" zum Thema Universitäten erklärt.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]

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