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UNO-Chefökonom: Niedrige Löhne sind schuld an der Krise

Der Chefökonom der United Nations Conference on Trade and Development, Heiner Flassbeck, kritisiert die vorherrschende Denkweisen seiner europäischen Kollegen und stellt die Lohndebatte als alleinigen Schuldner der europäischen Finanz- und Schuldenkrise in den Vordergrund.

Laut Flassbeck seien nicht die Kapitalflüsse in die Defizitländer der Ursprung der Krise. Diese sind schließlich in einer gemeinsamen Währungsunion mit gleichem Inflationsziel sogar gewollt. So habe Spanien eine Immobilien-, Italien und Griechenland eine Haushaltskrise.

Die Realzinsunterschiede entstanden schließlich durch unterschiedliche Inflationsquoten. Diese wiederum wurden durch unterschiedliche Lohnentwicklungen, vor allem durch Lohnzurückhaltung in Deutschland verursacht. Flassbeck schlägt eine kontrollierte Lohnentwicklung zur Stabilisation Europas vor.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Politik, Europa, Krise, UNO, Löhne
Quelle: www.ftd.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.08.2012 12:48 Uhr von sicness66
 
+4 | -2
 
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Ein anderer Ansatz abseits der Mainstream-Ökonomie, die den Kern besser erfasst. Für alle, die gleich meckern, dass in dem Artikel Deutschland als alleiniger Schuldner gebrandmarkt werden soll, dem ist nicht so. Deutschland ist Teil des maßgeblichen Problems.
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01.08.2012 13:15 Uhr von ghostinside
 
+7 | -0
 
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Schön wärs ja: Aber dafür ist es wahrscheinlich zu spät. Sieht man die Amtsperioden der zur Zeit Herrschenden und deren Alternativen (vor allem die marktkonformen Deutschen), dann ist das System am Ende. Vielleicht kann Frankreich mit alternativer Politik einen Umbruch schaffen, allein mir fehlt der Glaube.
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01.08.2012 14:18 Uhr von Katzee
 
+1 | -2
 
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Wie entwickelt sich: denn der Markt, wenn es eine Lohnerhöhung gegeben hat? Die Preise steigen, um die höheren Personalkosten abzufedern. Wirklich mehr Kaufkraft bringt das nicht. Diese Spirale kann man seit Jahrzehnten überall auf der Welt nachvollziehen: höhere Löhne, höhere Preise, höhere Löhne, höhere Preise ....
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01.08.2012 15:09 Uhr von sicness66
 
+5 | -1
 
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Katzee: So einfach ist das nicht. In Deutschland steigen die Preise obwohl die Löhne gleich bleiben. Es ist eben auch möglich die Lohnsteigerungen oberhalb der Preise zu beeinflussen.
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01.08.2012 17:40 Uhr von artefaktum
 
+2 | -0
 
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@Katzee: "Die Preise steigen, um die höheren Personalkosten abzufedern. Wirklich mehr Kaufkraft bringt das nicht. Diese Spirale kann man seit Jahrzehnten überall auf der Welt nachvollziehen: höhere Löhne, höhere Preise, höhere Löhne, höhere Preise ...."

Vollkommen richtig! Das beste Mittel gegen diese Entwicklung ist es übrigens, gar keine Löhne mehr zu zahlen! ;-)

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