31.07.12 12:16 Uhr
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Kalifornien: Trotz fehlerhafter Argumente nun kein medizinisches Marihuana mehr

In einigen Bundesstaaten der USA ist es erlaubt, Cannabis aus medizinischer Notwendigkeit zu konsumieren. Besonders in Kalifornien hat sich diese Behandlung etabliert. Nun beginnt sich der Stadtrat dagegen zu wehren. Auf einer Sitzung sollte über die Schließung der Ausgabestellen verhandelt werden.

Allein in Los Angeles, der größten Stadt Kaliforniens, gibt es 762 solcher "Apotheken", die in ihrer Konstitution der beinahe freien Ausgabe von Marihuana zwar gegen Bundesrecht verstoßen, allerdings nicht gegen Landesrecht. Stadtrat Ed Reyes klagt, um die Ausgabestellen herrsche eine hohe Kriminalität.

Dass die Statistik dies nicht unterstützt und sogar widerlegt, war ihm scheinbar egal. Ihm standen in Anhörungen viele Patienten gegenüber, die angeben, medizinisch auf die Droge angewiesen zu sein. Das beeindruckt scheinbar niemanden. Innerhalb von 30 Tagen müssen die Stellen nun geschlossen werden.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Medizin, Kalifornien, Cannabis, Marihuana, Apotheke
Quelle: www.spiegel.de

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25 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.07.2012 12:16 Uhr von Raskolnikow
 
+12 | -3
 
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Solche Urteile werden beinahe wöchentlich gefällt. Damit ist allerdings noch nichts entschieden. Die ganze Kiste wird noch vor dem Obersten Gerichtshof Kaliforniens landen. Und wenn man dort dann nur noch ein wenig Herz und ein wenig Ratio anlegt, dann...
oh...
sieht so aus als wäre die Sache doch entschieden. Mist.

Vielleicht erleben wir auch in diesem Thema irgendwann den Sieg der Vernunft über die Borniertheit.
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31.07.2012 12:31 Uhr von nachtfalter18
 
+4 | -51
 
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31.07.2012 12:35 Uhr von Undecan0l
 
+29 | -1
 
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Nachtfalter: Ja, Drogen machen abhängig, dies ist so.
Aber schau dir mal die Geschichte von den jeweiligen Mitteln an, war alles mal für medizinische Zwecke gedacht.

Und wenn mal als Krebskranker appetitfördernde Mittel nehmen muss, ist so ein hübscher kleiner Joint doch viel angenehmer als die chemische Keule, die noch dazu etwa das zehnfache kostet...
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31.07.2012 12:52 Uhr von Raskolnikow
 
+19 | -2
 
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@nachtfalter: Solchen Verbalabfall kann man auch nur produzieren, wenn man sich zuvor wirklich überhaupt nicht mit der Materie auseinandergesetzt hat.

Natürlich ist es medizinisch "notwendig", Drogen zu konsumieren, eine Vielzahl legal erhältlicher und völlig unangezweifelter Medikamente sind nichts anderes als Drogen. Natürlich sind sie synthetisch und in den meisten Fällen um vieles aggressiver als beispielsweise die gesundheitliche Bagatelle "Cannabis".
Und wenn du im Krankheitsfall keine Heilkristalle um dich herum positionierst und tibetisches Wunderwasser trinkst, dann nimmst auch du hin und wieder mal ein paar Drogen zu dir.
Das ist eben diese Borniertheit, die ich meine. Keinerlei Interesse an den Argumenten der Gegenseite, die einen vernünftigen Unterbau haben, sondern stehts zum Lautsprecher gegriffen und den Vortrag dieser Argumente mit hohelm Geschwätz und Parolen niedergeredet.

Und mit einer verschrobenen Idee von irgendwelchen "Junkies" hat das überhaupt nichts zu tun. Aber vermutlich bist du der Definition dieses einfachen Begriffes einfach komplett unkenntlich. Wenn du älter als 14 bist spricht das nicht gerade für dich.

Vorschlag: man sollte mal 15 Minuten seines Lebens opfern um sich kurz mit dem Thema auseinanderzusetzen. Danach KANN man eigentlich keine Argumente mehr finden, die für eine Schließung dieser Stellen oder gar gegen eine Legalisierung sprechen.

@banki24
Es handelt sich um einen sachlichen, detaillierten und gut recherchierten Bericht. Es wird ausdrücklich erwähnt, dass die Statistik die Behauptung wiederlegt. Die Statistik selbst wird leider nicht genannt, sollte sich in den Tiefen des Internets aber sicher irgendwie finden lassen...

[ nachträglich editiert von Raskolnikow ]
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31.07.2012 12:58 Uhr von no-smint
 
+13 | -1
 
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Paradoxe Einstellung! In dieser Hinsicht kann ich aus persönlicher Erfahrung auch sagen, dass es nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland eine sehr Paradoxe Einstellung zu diesem Thema gibt, auch von Schulmedizinischer Warte gesehen.

Eine ehemaliger Bekannte von mir ist nach persönlichen Problemen mal kurzzeitig in psychologischer Behandlung gewesen. Als dabei rauskam dass sie hin und wieder Gras geraucht hat, haben sie ihr gleich einen Entzug mit verordnet. Wie sah der Aus? Über den Tag verteilt mehrere Dosen Amphetamine, und Abends, um dem aufputscheffekt entgegenzuwirken, eine Dosis Diazepam (Valium). Natürlich alles auf ärztliche Anordnung. Ergebnis der ganzen Geschichte, sie hatte noch lange nach der "Therapie" Schlafstörungen. Das ist natürlich dann viel besser als die gelegentliche Tüte zur entspannung -.-

Ich selbst rauche gar nicht, aber wenn ich sehe wie vorurteilsbehaftet von Manchen mit diesem Thema umgegangen wird, und wie sehr eine völlig haltlose Hetze betrieben wird, könnte ich echt brechen...
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31.07.2012 13:16 Uhr von VanillaIce
 
+2 | -19
 
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31.07.2012 13:19 Uhr von saber_
 
+10 | -2
 
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@nachtfalter: so ein ibuprofen in 1000mg dosis ist keine droge, dafuer aber marihuana... oder wie?


es gibt milliarden menschen die wegen jedem ausgerissenen haar direkt zu ner tablette aspirin greifen... aber wenn jemand kifft ist er kriminell?
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31.07.2012 13:24 Uhr von smoke_
 
+8 | -3
 
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@ VanillaIce: Richtig. Jedes Verhalten verbieten, welches DIR nicht in den Kram passt.
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31.07.2012 13:36 Uhr von VanillaIce
 
+1 | -9
 
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@smoke: Kannst du nicht lesen?

Ich habe lediglich geschrieben was tatsache ist!

Und wenn man davon aus geht das der Staat die Aufgabe hat die Bevölkerung zu schützen, dann müsste man auch Alkohol und Zigaretten verbieten!
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31.07.2012 13:40 Uhr von Raskolnikow
 
+8 | -1
 
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@Vanillalce: Marihuana ist definitiv eine Einstiegsdroge. Das sind Tabak und Alkohol allerdings in überwältigendem Maße ebenfalls.
In meinem Bekanntenkreis gibt es auch Leute, die mit Cannabis angefangen haben, dann über die chemische Schiene zu gefährlichen Opiaten oder "legal highs" gewandert sind - allerdings ist das ein verschwindend geringer Prozentsatz. Die wenigstens, und du siehst es ja an dir selbst, Marihuana mal und in Maßen genießen, werden abhängig oder gleiten in eine verheerendere Drogensucht ab. Tun sie es doch, dann ist das Problem, wie in vielen anderen Bereichen auch, bei ihnen selbst gelegen und nicht bei der Droge selbst. Eine gesunde Selbsteinschätzung ist beim Drogenkonsum unabdingbar, dafür muss man sich selbst ziemlich gut kennen und entschiedene Grenzen ziehen können. Da der Schwierigkeitsgrad beim Ziehen dieser Grenze so zu sagen immer wieder erhöht wird, sollte man sich gleich von Anfang an im Gewissen darüber sein, was man will und was man nicht will. Konsequenz und Disziplin machen einen kontrollierten Genuss von Marihuana sehr wohl möglich, da es körperlich höchstens zu einer sehr sehr langsamen Abhängigkeit kommt (oft kommt es zu überhaupt keiner).

Ein generelles Verbot von Suchtmitteln ist die andere legale Alternative. Ich sehe nur den Jetzt-Zustand, das moralische Gefälle das im Bezug auf die Drogenfrage existiert, als grenzenlos illegal an.
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31.07.2012 13:42 Uhr von Undecan0l
 
+3 | -3
 
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VanillaIce: Kann sein, dass Marihuana eine Einstiegsdroge ist, mir fallen da gleich zwei weiterführende ein:

1) Tabak, fangen mehr Leute an zu rauchen nachdem sie angefangen haben zu kiffen
2) Fastfood, da kann man dann halt einfach nichtmehr widerstehen...

Andererseits ist das ungleich "harmlosere" Morphium, welches durch Ärzte verabreicht wird ja überhaupt nicht süchtigmachend und Einstiegsdroge für eine breite Palette von Opiaten und Opioiden...
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31.07.2012 13:47 Uhr von VanillaIce
 
+1 | -5
 
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@banki24: Da hast du recht, nicht jeder der kifft nimmt härtere Drogen.

Allerdings ist Canabis für viele der Einstieg für härtere Drogen. Mir ist auch klar, dass die meisten Kiffer mit beiden Beinen mehr oder weniger fest im Leben stehen. Das ändert aber nichts an der Tatsache. Den es gibt definitiv einen zuhohen Prozentsatz der von Canabis auf härtere Sache umsteigt.

Und naja Jugendschutz, also ich seh das realistisch, dass hat noch nie effektiv funktioniert und wird es auch nie.
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31.07.2012 13:53 Uhr von VanillaIce
 
+1 | -6
 
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@Raskolnikow: Ich stimme dir zu, die meisten bekommen es gebacken und können ab und zu kiffen ohne Probleme in ihrem Leben zu bekommen.

Und ja Alkohol und Tabak ist schlimmer als Canabis, mag sein, dann aber doch eher diese Dinge verbieten als eine zustätzliche Droge legalisieren.
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31.07.2012 13:58 Uhr von Undecan0l
 
+6 | -0
 
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VanillaIce: DAS will ich sehen, dass der Alkohol verboten wird!

Da gehen dann innert Tagen geschätzte 95% der Parlamentarier an Entzugserscheinungen ein...


(Ausserdem sinds Arbeitsplätze...)

[ nachträglich editiert von Undecan0l ]
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31.07.2012 14:01 Uhr von VanillaIce
 
+1 | -6
 
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@Undecan0l: Also
1.) Dein Tabak Argument ist ja mal hinfällig, du sagst dass Kiffer zu Rauchern werden. Also ein weiterer Grund Canabis zu verbieten,damit nicht noch mehr Menschen rauchen.
2.) Fast Food ist schlecht für Menschen, ok... Aber ich hab noch nie davon gehört, das einer nen BigMac gegessen hat und deswegen mal Heroin ausprobieren wollte.

Und ja Morphin macht süchtig, und genau deswegen wird es ja auch nur unter ärtzlicher Aufsicht verabreicht. Und ich bin mir sicher, gäbe es ein genauso gut wirkendes Schmerzmittel wie Morphium das nicht süchtig macht, dann würde Morphium verboten werden.
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31.07.2012 14:27 Uhr von Undecan0l
 
+5 | -0
 
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Vanilla: Ich frage mich grade, was ist wohl die schlimmere Suchterkrankung?

Tabak, aufgrund des Kiffens
Oder
Opium, aufgrund von ärztlich abgegebenem Morphium

Und nein, ich werde nicht extra für dich auch noch Sarkasmus-Tags machen...
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31.07.2012 14:38 Uhr von VanillaIce
 
+0 | -8
 
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@Undecan0l: Oh man, nimmst du dich überhaupt selbst ernst?

Du tust so, als wenn jeder der mal nen schweren Unfall hatte und vom Arzt Morphium bekommen hat, danach zum Junkie wird...
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31.07.2012 14:47 Uhr von Undecan0l
 
+8 | -0
 
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Vanilla: Du tust doch das selbe mit Marihuana, oder etwa nicht?

Und da finde ich die "Junkie durch Morphium" eben glaubhafter als "Junkie durch Marihuana"...
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31.07.2012 14:56 Uhr von Aixem
 
+4 | -1
 
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Die Pharmaindustrie wird es freuen gerade in Amerika wo man sich bei kleineren Gesundheitlichen Probleme schnell ohne Krankenversicherung wieder findet. Die ganz Geschicht der Prohebition ist weiterhin nun noch ein schlechter Scherz während sich Kids hier bei uns die Lungen mit Zucker zusetzen und jedes Jahr Millionen in Amerika durch reinen Konsum in den Knast wandern.
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31.07.2012 15:18 Uhr von mayan999
 
+3 | -1
 
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diese "stadträte" sind immer noch nicht im 21.jahrhundert angekommen. traurig.

hier geht es nicht um wahrheit oder gerechtigkeit, geschweige denn demokratie, sondern schlicht um ideologie und macht. ekelhaft !
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31.07.2012 15:37 Uhr von VanillaIce
 
+1 | -10
 
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@Feingeist: Ja meine Argumentation ist doof... Tut mir leid dass ich so ein Kleingeist bin und Canabis als Einstiegsdroge sehe. Hab ich erfunden um meine unschlüssige und vorallem doofe Argumentation zu untermauern.

Am besten legalisieren wir alle Drogen, es soll ja niemand benachteiligt werden. Oder wir erlauben Pädohilie, kann ja nicht sein dass man nur durch illegalen Handlungen seine Lust befriedigen kann. Und das es halt ein paar Opfer gibt, ist ja egal.

/Ironie off
Jeder der behauptet das Canabis nicht als Einstieg zu härteren Drogen dienen kann, der sollte mal seine Augen öffnen...
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31.07.2012 16:24 Uhr von BRILLOCK2003
 
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Einstiegsdroge ?? @all Wenn Überhaupt,dann sind Zigaretten eines der Schlimmsten Einstiegsdrogen,man Inhaliert etwas ,das süchtig macht.Und das meist schon in Jungen Jahren. Dann versucht mal davon Los zu kommen.
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31.07.2012 20:41 Uhr von spl4t
 
+6 | -0
 
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VanillaIce: Deine Argumentation bleibt trotzdem mehr als schwammig.
Genauso wie Cannabis zum Einstieg fühen KANN, KANN das auch Alkohol oder Tabak.
Das ist einfach absoluter Bullshit.
Derjenige, der härtere Drogen nehmen will, tut das auch, damit hat Cannabis genauso wenig zu tun, wie Alkohol oder Tabak.

Ich selber hab 9 Jahre ab und an was geraucht(War udn bin immernoch Nichtraucher*WoW*), aber pur ohne es mit Tabak zu mischen. Hab auch ohne Probleme einfach aufgehört, keine Entzugserscheinungen, NIX.
Im Gegenteil, tat meinem kaputten Rücken in der Zeit sogar ganz gut.

Ich glaube es ist eher an der Zeit, dass Du Dich mal richtig informierst und deine Augen öffnest.....
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01.08.2012 16:38 Uhr von Dracultepes
 
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Mein Gott füttert doch die Trolle nicht. Die kommen sonst immer wieder und durchsuchen die Mülltonnen.
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02.08.2012 13:32 Uhr von skipjack
 
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"Kalifornien"??? Ist es hier bitte anders???

Hier ist Marihuana zwar zumindest für chronisch Kranke erlaubt, jedoch glaube ich sowas nicht wirklich...

Deutschland ist und bleibt ein Chemiestandort und dort wird logischer Weise Chemie verordnet...

Wie immer affen wir den Amis alles nach...

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