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Fußball: Auch Rio Ferdinand wegen vermeintlich rassistischem Kommentar angeklagt

In der englischen Premier-League ist es erneut zu einem Rassismusvorwurf gegen einen Spieler gekommen. Nachdem John Terry vom Erstligisten FC Chelsea zuvor freigesprochen wurde, muss sich nun mit Rio Ferdinand ein weiterer Verteidiger verantworten. Ferdinand ist bei Manchester United unter Vertrag.

Der 33-Jährige soll den ebenfalls dunkelhäutigen Ashley Cole mittels Twitter rassistisch beleidigt haben. Offenbar bezeichnete Ferdinand Cole als "choc ice", also als jemanden, der außen schwarz und innen weiß ist. Ferdinand wies erste Rassismusvorwürfe im Internet von sich.

"Es ist eine Art Slang, der von vielen für jemanden, der nicht echt ist, benutzt wird", erklärte er an dieser Stelle. Man muss dazu sagen, dass Ashley Cole John Terry bei seiner Aussage unterstützt hatte - zu Ungunsten vom in diesem Fall vermeintlich Beleidigten: Rio Ferdinands Bruder Anton.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Gericht, Kommentar, Rio, Rio Ferdinand
Quelle: web.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.07.2012 13:54 Uhr von Raskolnikow
 
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@DerBelgarath: Wunderbar wie du von dir selbst überzeugt bist. Dennoch falsch!
"Vermeintlich" bezieht sich hier nicht auf den bleibenden Klärungsbedarf bezüglich der Frage, ob er einen Kommentar, den man als rassistisch auffassen kann, getätigt hat oder nicht, sondern setzt noch ein, medial notwendiges, Fragezeichen hinter den rassistischen Aspekt, da noch nichts gerichtlich bestätigt ist (siehe "mutmaßlich", du als Herr der deutschen Sprache wirst ja sicher nicht zum Duden greifen müssen). Ferdinand selbst hat den Kommentar nicht bestritten, sondern dessen rassistische Natur.
Andernfalls würde die Überschrift lauten "Rio Ferdinand wegen vermeintlichem rassistischem Kommentar angeklagt.

Wenn du weiterhin mit einer solchen, geradezu ephebischen Vehemenz über Terminologie streiten möchtest, gerne auch mit flamboyanter Inschutznahme der deutschen Sprache, dann steht dir meine Tür, per PN, selbstverständlich immer offen.

Besonders peinlich ist, dass es dazu wohl nicht kommen wird.
Schade.

[ nachträglich editiert von Raskolnikow ]
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31.07.2012 14:32 Uhr von Raskolnikow
 
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@DerBelgarath? Wirklich? Beweise durch Diskussionen auf einer anderen Seite?
Dass "mutmaßlich" es in diesem Fall wohl besser getroffen hätte, steht außer Frage. Auch deine Definition von "vermeintlich" ist richtig, allerdings nur teilweise. "Vermeintlich" muss keinesfalls bedeuten, dass ein Vorwurf bereits entkräftet wurde und der Beschuldigte zu Unrecht beschuldigt wurde.
Es kann genauso gut bedeuten, dass ein Lager von der rassistischen Essenz seiner Aussage überzeugt ist, während ein anderes, zu dem er selbst zählt, den dem Kommentar immanenten Rassismus leugnet. Diese Unterscheidung trifft "mutmaßlich" nicht. Hier geht man bereits offiziell von der Tatsächlichkeit des Rassismus aus, allerdings noch unter der Vorsicht, das Kind nicht beim Namen zu nennen, um an späterer Stelle nicht widerrufen zu müssen. "Mutmaßlich" hat in den seltensten Fällen einen ernsthaften Widerpart, während dieser bei "vermeintlich", in einer Facette seiner Definition gegeben ist.

Verzeih mir meine etwas übersteigerte Ausdrucksweise im ersten Kommentar, ich dachte im ersten Moment, mit "Redakteuren deutscher Medien, die die deutsche Sprache nicht beherrschen" wolltest du mich persönlich angreifen. Mittlerweile hab ich gemerkt, dass dies wohl eher auf die Quelle ausgerichtet war.
Also in diesem Sinne: sorry
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31.07.2012 14:54 Uhr von Raskolnikow
 
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@DerBelgarath: Im juristischen Milieu herrscht ein eigener Jargon, der die Aufgabe hat, Klarheit zu schaffen, daher mein Verständnis, dass du den Unterschied sehr streng betrachtest. Deshalb ist das Empfinden von Sprache hier oftmals nicht nur kleinkariert, sondern kleinstkariert und bringt eingefleischte Literaten oft zum Kopfschütteln. Und gut, wenn du das ganze bereits im Sinne eines Strafverfahrens betrachtest, hast du vermutlich recht, dann ist der juristische Duktus zu beachten, die News zielte aber eher auf den Vorfall an sich ab und nicht auf den juristischen Rattenschwanz. Deshalb ist sie nicht auf Milimeterpapier geschrieben, sondern einfach auf normal-kariertem.

Mit Juristen und Literaten ist es wie mit der Begegnung zweier Philosophen, wie Jean Paul-Sartre sie einst illustrierte: "Wenn sich zwei Philosophen begegnen ist es am besten, wenn sie sich einfach nur guten Tag sagen."

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