28.07.12 18:29 Uhr
 173
 

Frankreich: Mann erschießt eigenen Vater und eigene zwei Brüder

In dem Skiort Bozel in den französischen Nordalpen ereignete sich am letzten Donnerstag ein blutiges Familiendrama. Eine Mutter musste mitansehen, wie ihr eigener Sohn fast die gesamte Familie auslöschte.

Polizeiberichten zufolge kam die Frau nach Hause, als ihr 24 Jahre alter Sohn mit einer Waffe um sich schoss. Ihr gelang es zu fliehen und die Behörden zu alarmieren.

Der Ehemann und ein achtjähriger Sohn waren sofort tot, ein zweiter 17 Jahre alter Sohn konnte noch in eine Klinik eingeliefert werden, verstarb aber später an seinen schweren Verletzungen. Der tatverdächtig Sohn soll psychisch gestört sein.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: .clematis.
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frankreich, Tote, Amoklauf, Schusswechsel
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Deggendorf: Frau findet Leiche ihres Mannes und eines Bekannten in Sauna
Österreich: Großmutter, die fünf Familienmitglieder erschoss, hatte Krebs
Landau: Versuchtes Tötungsdelikt - Mann verletzt Kontrahenten am Hals

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
28.07.2012 19:03 Uhr von kbot
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
"Der tatverdächtig Sohn soll psychisch gestört sein."

ist er nun ein Verdächtiger oder der Täter? o,0
Kommentar ansehen
28.07.2012 19:07 Uhr von Perisecor
 
+5 | -4
 
ANZEIGEN
@ kbot: Unschuldig, bis ein Gericht die Schuld festgestellt hat.



Selbst wenn also direkt neben dir jemand jemanden töten würde, und du das bezeugen könntest, wäre die Person so lange unschuldig und nur verdächtig, bis das Gerichtsverfahren endgültig abgeschlossen ist.
Kommentar ansehen
28.07.2012 19:59 Uhr von kbot
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
falsch, dann bist du ein Beschuldigter, aber immer noch kein Verdächtigter ... denn es besteht kein Verdacht, dass du es getan haben könntest, sondern es gibt einen Zeugen, der es 100% bezeugen kann und sicher noch andere Beweise, die es untermauern (zumindest grad in Frankreich)

und der Artikel da oben beschreibt es auch nicht so, als "könnte es der Sohn gewesen sein" sondern "Eine Mutter musste mitansehen, wie ihr eigener Sohn fast die gesamte Familie auslöschte."

man ist nur ein Verdächtiger, wenn es Indizien gibt, die auf eine MÖGLICHE Täterschaft hinweisen
Kommentar ansehen
28.07.2012 20:14 Uhr von Perisecor
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@ kbot: Ich habe bewusst auf die Nennung von Beschuldigter und Verdächtiger verzichtet, weil der Unterschied außerhalb der Jurisprudenz lediglich verwirrt.


Der Kernpunkt ist, dass
„Jeder Mensch, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, ist solange als unschuldig anzusehen, bis seine Schuld in einem öffentlichen Verfahren, in dem alle für seine Verteidigung nötigen Voraussetzungen gewährleistet waren, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.“
(Art. 11 Abs. I, UN-Menschenrechtscharta) uneingeschränkte Gültigkeit besitzt.


Zeugen sind, rein von der Sache her, unschöne Beweismittel weil idR unnützlich, aber selbst eindeutige Videoaufnahmen machen aus einem Verdächtigen (oder Beschuldigten oder Angeschuldigten oder Angeklagten) noch keinen Täter.



Edit:
"und der Artikel da oben beschreibt es auch nicht so..."

Die Medien besitzen, zum Glück, keinerlei Rechtskraft.


Wenn ich sowieso im Erklärbärmodus bin:
Ein Beschuldigter ist man erst, wenn ein Ermittlungsverfahren betrieben wird (ergibt sich aus § 157 StPO). Davor ist man lediglich Verdächtiger (Anfangsverdacht, vgl. § 152 Abs. 2 StPO http://dejure.org/... ). Aufgrund der Ungenauigkeit der Quelle zu diesem Punkt kann man also dazu keine klare Aussage treffen.

Das Vorhandensein von Beweisen oder Indizien ist dafür nicht relevant.


Ich beziehe mich hier auch auf deutsches Recht, da mir französisches Recht nicht geläufig ist und anderen hier bei Shortnews wohl auch wenig bringt.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
Kommentar ansehen
28.07.2012 21:50 Uhr von kbot
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@Perisecor: öhm, § 157 StPO unterscheidet die rechtlichen Begriffe "Angeschuldigter" und "Angeklagter", das Wort "Beschuldigter" wird dort als allgemeines Wort genutzt für jemanden, der wegen etwas beschuldigt wird und wird von keinem deutschen Gesetz definiert (genauso wie "Verdächtiger", was erst gar nicht erwähnt wird)!
In den deutschen Gesetzen gibt es keine Differenzierung zwischen "Verdächtiger" oder "Beschuldigter", es wird nur vorausgesetzt, dass der "Beschuldigte" einem Ermittlungsverfahrenszwang unterliegt.

also bitte wirf nicht irgendwelche Gesetze in den Raum, wo mal das Wort darin erscheint ...

und nochmal:

Beschuldigter: jemand wird wegen etwas beschuldigt, weil es einen Beweis gibt und somit der Zwang eines Ermittlungsverfahrens gegen diese Person besteht

Verdächtiger: jemand KÖNNTE etwas getan haben, aber es gibt (noch) keinen Beweis dafür und es besteht kein Zwang eines Ermittlungsverfahrens gegen diese Person (die Ermittlungen beziehen sich auf die Tat selbst)

genauso ist es in dem Fall in Frankreich, die Mutter verdächtigt nicht ihren Sohn, sondern sie beschuldigt ihn der Tat und es besteht der Zwang eines Ermittlungsverfahrens gegen den Sohn (zumindest nach deutschem Recht)

wer das nicht glaubt, kann gerne Google nutzen, dort findet man alle Gesetze, Wikipedia-Einträge, Erklärungen von Anwälten etc.

btw.
was hat Art. 11 der UN-Menschrechtscharta damit zu tun? o,0
es geht hier nicht darum, ob jemand schuldig ist oder nicht, sondern ob jemand BEschuldigt wird oder ´nur´ verdächtigt

Nachtrag:
sorry, ich bin ein Klugscheißer, aber wo ich recht habe, hab ich nunmal recht :P
und wer klug scheißt, braucht weniger Klopapier ;)

[ nachträglich editiert von kbot ]
Kommentar ansehen
28.07.2012 23:14 Uhr von Perisecor
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@ kbot: Gehe ich recht in der Annahme, dass du keinerlei juristische Ausbildung hast?


Anders kann ich mir deinen Beitrag nämlich nicht erklären.


Übrigens:
Überlege mal, warum man in Deutschland 5-10 Jahre für ein Jura-Studium benötigt und 4 Jahre für einen Bachelor in Wirtschaftsrecht - und weshalb dann Wikipedia, "Google" und so weiter keine sinnvolle Argumentationsgrundlage bilden.



Letztlich hast du leider nicht verstanden, dass es mir um die Unantastbarkeit der Unschuldsvermutung geht, welche du in deinem ersten Kommentar aus meiner Sicht in Frage gestellt hast.

Refresh |<-- <-   1-6/6   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Fußball/1. Bundesliga: Darmstadt 98 entlässt Trainer Norbert Meier
"Tagesschau" berichtet nun doch über Mord an Freiburger Studentin
Tabakkonzern Philip Morris zahlte eine halbe Million für politisches Sponsoring


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?