26.07.12 17:59 Uhr
 198
 

Griechenland kommt mit Privatisierungen nicht voran, weil Arbeiter streiken

Die Troika hatte klare Sparauflagen an Griechenland vorgegeben. Um Geld einzunehmen, kündigte Griechenland an, Privatisierungserlöse von 50 Milliarden Euro in vier Jahren einzunehmen. Doch es bleibt wohl bei den Ankündigungen. Denn Griechenland verkaufte bislang so gut wie nichts.

Lediglich 1,8 Milliarden Euro wurden erlöst. Den Hafen von Thessaloniki will kein Investor haben. Dabei ziehen Staat und Hafenarbeiter an einem Strang. "Es besteht die Gefahr, dass das abgebrannte Griechenland sein Tafelsilber verscherbelt", warnt die Generalsekretärin der Hafenarbeitervereinigung.

Aber das probateste Mittel der Griechen, Privatisierungen zu verhindern, sind lang andauernde Streiks. Eine Schiffsentladung dauert statt einem Tag nun bis zu zwei Monate. Die auf die Waren wartenden Firmen werden so gleich mit in den Bankrott gezogen. Hafenarbeiter verdienen bis zu 100.000 Euro.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Griechenland, Sender, Arbeiter, Privat
Quelle: www.spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Falschnachricht bei Facebook: Grünen-Politikerin Künast stellt Strafanzeige
US-Präsidentenwahl: Russlands Einmischung soll Trump zum Sieg verholfen haben
Moschee-Anschlag in Dresden: Pegida-Redner festgenommen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
26.07.2012 17:59 Uhr von no_trespassing
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
100.000 Euro für Hafenarbeiter und dann auch noch verbeamtet - die machen sich da unten zu zigtausenden innerhalb weniger Jahre zu Millionären, weil sie wissen: Der Norden zahlt.

Von wegen, der kleine Grieche und einfache Mann hätte von den Sparmaßnahmen nichts - die gehen da unten auf die Straße, weil sie wissen: Ab dem Moment wo Schluss ist, müssen sie von ihrer Substanz leben. Die sollte doch eigentlich für die nachfolgende Generation zurückgelegt werden.
Kommentar ansehen
26.07.2012 18:20 Uhr von CoffeMaker
 
+4 | -5
 
ANZEIGEN
"100.000 Euro für Hafenarbeiter und dann auch noch verbeamtet"

35.000 verdienen die Arbeiter und es sind nur manche die bis zu 100.000 verdienen, nicht alle, und die wahrscheinlich weil sie haufenweise Überstunden schrubben die sehr gut bezahlt werden (was ja auch so sein soll)
Und verbeamtet sind die auch nicht.

Aber hier klatscht man ja Beifall wenn Firmen privatisiert werden und danach die Leute nur noch nen Appel und nen Ei verdienen während andere sich die Taschen füllen.
Kommentar ansehen
26.07.2012 18:31 Uhr von artefaktum
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
Da werden sich die Krisengewinnler ja schon die Hände reiben. Was Jahrzehnte vom Steuerzahler aufgebaut wurde, wird jetzt an private verscherbelt.
Kommentar ansehen
26.07.2012 18:38 Uhr von shadow#
 
+2 | -3
 
ANZEIGEN
Die Griechen brauchen dringend neue Anreize: Der Ausschluss aus der Schengen-Zone und der Verlust der EU-Mitgliedschaft mit allen damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteilen im Fall eines Euro-Ausstiegs wären ein guter Anfang.
Wieviel ein hoher Zaun um Griechenland wohl kosten würde?
Kommentar ansehen
27.07.2012 00:27 Uhr von Vladi2030
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@shadow#: "verlust der EU-Mitgliedschaft mit allen damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteilen"

Nenne mir mal bitte die wirtschaftlichen Vorteile für Griechenland durch die EU...das ist jawohl ein Witz...

Griechenland hatte und hat durch die Mitgliedschaft nur Nachteile ->
Der Euro passt nicht zu Griechenlands Wirtschaftsbilanz

der Euro ist an eine ganz andere Produktivität gekoppelt siehe Deutschland usw...das können die Griechen gar nicht erwirtschaften...dadurch müssen die Schulden machen.

Außerdem warum denkst du hat Deutschland so hohe Exportüberschüsse...das geht zusätzlich zu Lasten der Griechen und den anderen schwachen Ländern, durch
das niedrige Lohnniveau können die anderen Länder eben nicht mithalten

Griechenland wollte schon immer raus, jedenfalls die Bevölkerung, aber Brüssel möchte Griechenland nicht aus der Eurozone stoßen, weil die genau wissen, dass Sie ansonsten kein Privatisierungen mehr vornehmen können und das Volk und den Staat nicht weiter enteignen und somit vollkommen unmündig machen können.

[ nachträglich editiert von Vladi2030 ]

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Falschnachricht bei Facebook: Grünen-Politikerin Künast stellt Strafanzeige
Cyber-Kriminalität: Deutsche fürchten Identitätsklau beim Onlineshopping
Syrien: Islamischer Staat (IS) nimmt wichtige Gasfelder ein


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?