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Alternativloses Europa ade? - François Hollande stellt sein 60-Punkteprogramm vor

Während Europa unter dem Spardiktat Brüssels und Berlins immer tiefer in die Krise gerät, geht Frankreichs Präsident François Hollande einen anderen Weg und zeigt eine mögliche Alternative zur herrschenden Politik auf. Der Sozialist bricht dabei mit den wirtschaftsliberalen Regierungen Europas.

Hollandes 60-Punkteprogramm steht im Zeichen der Gerechtigkeit. Dazu sollen Gehaltsobergrenzen und Lohnuntergrenzen eingeführt werden. Firmen mit älteren Arbeitnehmern und Berufseinsteigern werden steuerlich belohnt und jene mit Gewinnen werden Entlassungen von Arbeitnehmern verboten.

Weiterhin sollen Schüler bald von mehr Lehrern unterrichtet, die Grundrente und der Mindestlohn erhöht werden. Vorstandschefs von Staatsunternehmen sollen maximal das 20-fache des Mindestlohns verdienen. Hat Hollande mit seinen Reformen Erfolg, so kann dies auch ein Signal für Europa sein.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Europa, Programm, François Hollande
Quelle: www.freitag.de

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24.07.2012 12:59 Uhr von sicness66
 
+8 | -0
 
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Ein sehr ambitioniertes Programm, dass viel Angriffsfläche für die herrschende Meinung bietet. Man muss nicht mit allen Ideen übereinstimmen, doch ist angesichts "alternativloser" deutscher Europapolitik ein anderer Weg, der nicht nur den kleinen Mann den Hals abschnürt, eine Wohltat für Europa.
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24.07.2012 13:24 Uhr von Wompatz
 
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Also würde sowas durchgehen....Politiker und Lobbyisten wissen doch seht eh und je den Fortschritt der Allgemeinheut aufzuhalten, natürlich zu gunsten Ihrer eigenen Brieftaschenumfänge.......
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24.07.2012 15:32 Uhr von ghostinside
 
+3 | -2
 
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Butzelmann: C-Wirtschaft ? Immerhin die zweitgrößte Wirtschaftskraft der EU. Und wieso wird eigentlich ständig gefragt, woher linke Politiker ihr Geld herbekommen, wenn sie etwas für das Volk tun wollen, obwohl sie es doch immer erläutern? Das ist irgendwie so ein Beissreflex, hab ich das Gefühl.

Sie nehmen es von den Reichen (steht auch in der Quelle). Aber das klingt eben bei den meisten unsozial, wenn man eine kleine Gruppe Vermögender heute so stark belasten muss, dass sie sich morgen nur noch 10 Ferraris anstatt 11 leisten können...
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24.07.2012 19:12 Uhr von shadow#
 
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Fast so als würden wir die Linke wählen: Die Ideen sind sicher gut und edelmütig, aber selbst wenn sich der Fokus von Kapital auf Sozial wenden würde, könnte sie immer noch keiner bezahlen.

Hollande hat bereits mit der Rentengeschichte bewiesen, dass er keine Skrupel hat, Frankreichs langfristige wirtschaftliche Zukunft für seine kurzfristigen Zukunftsideale auf´s Spiel zu setzen.

Seine Ideen und sein Idealismus sind großartig, sein Zeitplan ist nur leider absolut realitätsfremd.


Und was hat das eigentlich mit Europa zu tun?

[ nachträglich editiert von shadow# ]
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24.07.2012 22:37 Uhr von sicness66
 
+1 | -0
 
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Shadow: Europa deshalb weil Hollande eine Alternative anbietet zur Lösung innerstaatlichen Krise und damit völlig konträr zur Merkelschen Europapolitik läuft.
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27.07.2012 19:38 Uhr von Ich_denke_erst
 
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Hollande hat sicher ehrenwerte Vorstellungen: ist aber meiner Meinung nach ein Vollpfosten.
Das was er sich vorstellt lässt sich in keinster Weise finanzieren. Was passiert denn wenn ich Gehaltsobergrenzen einführe? Die hochqualifizierten verlassen das Land und suchen sich anderswo Arbeit.
Die Reichensteuer - man kann sie auch Neidsteuer nennen - dient doch nur dazu den Pöbel zu beruhigen. Tatsächlich verschwindet das Geld der reichen dann doch in irgendeiner Steueroase.
Und was die Wirtschaft von ihm hält zeigt sich am Beispiel von PSA: 8000 Arbeitsplätze werden abgebaut. Das nennt Herr Hollande inakzeptabel - ich nenne es konsequennt. Wenn ein Land keine guten Voraussetzungen für die Industrie bietet hat die Industrie die Macht - leider - sich dagegen zur Wehr zu setzen.
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28.07.2012 05:59 Uhr von hofn4rr
 
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das geldsystem: steht am ende seiner haltbarkeit, aufgrund der expotentiell ansteigenden geldmenge die auf schuld beruht.

die rechnung sieht demnächst so aus, das der schuldendienst nicht mehr geschultert werden kann.

daran kann m. e. auch kein hollande etwas ausrichten, es sei denn, er etabliert ein neues geldsystem wo jedoch kaum jemand von den eliten interesse daran haben dürfte.

die raubzüge der banken sind systembedingt und wiederholen sich spätestens in der dritten generation wieder.

hollande und merkel wollen diesen prozess mit allen mitteln beschleunigen, anders kann man sich die völlig irrationalen aussagen zur eurorettung (reichenrettung) nicht erklären.

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