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Aufruhr in Passau: 500 Katholiken protestieren gegen den Bischof

Mehr als 500 Katholiken haben am gestrigen Sonntag vor dem Dom in Passau demonstriert und sich mit schwarzen Klebestreifen den Mund verschlossen. Sie gehören zur Gruppe "Besorgter Christen" aus der Gemeinde Ruhstorf im Bistum Passau. Sie setzen sich für ihrer Pfarrer Andreas Artinger ein.

Die Bürger wollen nämlich den modernen Pfarrer behalten, das Bistum hat ihn aber bereits versetzt. Die Sachlage ist komplex: Artinger hat einer Mitarbeiterin geholfen, Geld zu unterschlagen. Das kam dem Bischof gerade recht, so Ruhstorfer. "Hohe kriminelle Energie" habe er, hieß es vom Bischof.

Missbrauchsfälle seien dagegen nur "Verfehlungen". Das brachte die Wut der Bürger zum Kochen. Passau galt in der der Vergangenheit als eines der konservativsten Bistümer. Die Proteste scheint schon weitere Kreise zu ziehen: Die bischöfliche Brauerei "Hacklberger" hat Umsatzeinbußen zu vermelden.


WebReporter: rgh23
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Protest, Bischof, Pfarrer, Passau, Aufruhr
Quelle: www.sueddeutsche.de

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