22.07.12 17:44 Uhr
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Kritik seitens der Opposition: Beschneidungsdebatte geht in die nächste Runde

In der Diskussion um die Änderung der bestehenden Gesetze zur Klärung des Rechtsstreits um Beschneidungen regt sich vermehrt Widerstand seitens der Opposition gegen die Pläne, diese Änderungen innerhalb kürzester Zeit zu verwirklichen.

Die amtierende Bundesjustizministerin erklärte, dass die Sachlage weitaus komplizierter sei, als ein "einfaches Sätzchen irgendwo einzufügen". Immerhin handelt es sich bei diesem Vorgang um einen grundlegenden Konflikt mit einem Grundgesetz.

Momentan scheint der Bundestag auf jeden Fall ähnlich gespalten wie die Meinung der Bevölkerung, welche zurzeit in einem 48/40-Verhältnis zu Ungunsten von Beschneidungen ausfällt. Drei der vertretenen Parteien im Bundestag stellten den Antrag, allerdings gibt es innerhalb jeder Fraktion Abweichler.


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WebReporter: keakzzz
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kritik, Entscheidung, Opposition, Runde, Widerstand, Beschneidung
Quelle: www.spiegel.de

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45 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.07.2012 17:44 Uhr von keakzzz
 
+9 | -0
 
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Es ist zu befürchten, daß einerseits das Bundesverfassungsgericht eingeschalten werden muß und andererseits in jedem Fall eine Entscheidung fallen wird, mit der große Teile der Bevölkerung unzufrieden sein werden.
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22.07.2012 18:20 Uhr von shane12627
 
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"Immerhin handelt es sich bei diesem Vorgang um einen grundlegenden Konflikt mit einem Grundgesetz."

Schön, dass es noch Politiker gibt, die sich nicht über das GG hinwegsetzen.
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22.07.2012 18:26 Uhr von keakzzz
 
+7 | -6
 
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@shane12627: sehe ich prinzipiell ähnlich. wobei ich auf der anderen Seite den faden Beigeschmack an der Vorstellung, Deutschland würde als so ziemlich einziges Land Beschneidungen aus religiösen Gründen nicht zulassen, verstehe (das ist ja die daraus gezogene, falsche Schlußfolgerung. in Wirklichkeit wären Beschneidungen weiterhin erlaubt, derjenige an dem sie durchgeführt wird muß nur alt genug sein um sein Einverständnis geben zu können).
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22.07.2012 19:17 Uhr von urxl
 
+2 | -15
 
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22.07.2012 19:27 Uhr von Mankind3
 
+16 | -1
 
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urxl: Also sollen wir ein Übel tolerieren um ein anderes zu verhindern?

Es geht hier ja auch nicht um das Grundsätzliche Verbot, sondern nur darum, das man solange wartet bis die Person in einem Alter ist um diese Entscheidung aus freien Stücken zu treffen.

Ich finde es unverschämt das man hier tatsächlich die Religion über das Wohl von neugeborenen Jungs stellt, die noch garnicht dazu in der Lage sind zu entscheiden ob sie dieser Religion überhaupt angehören möchten.
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22.07.2012 20:14 Uhr von klartext4u
 
+11 | -0
 
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ja dan gehört der islam erst recht zu uns: also wen die die diese Ausnahme durschwinken ist der Islam wirklich angekommen und gehört zu Deutschland.

wen wir für den Islam schon auf einige Grundgesetze pfeifen, kann niemand mehr behaupten das wir ein christliches Land sind.
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22.07.2012 21:15 Uhr von klartext4u
 
+2 | -19
 
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22.07.2012 21:17 Uhr von LoneZealot
 
+1 | -14
 
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22.07.2012 21:19 Uhr von LoneZealot
 
+1 | -10
 
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Gleichgültig!

[ nachträglich editiert von LoneZealot ]
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22.07.2012 21:29 Uhr von Mankind3
 
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Lone: jaja schnell wieder das "hetze" rauseditieren.

Ach komm Lone sind wir doch mal ehrlich. Die Politik kuscht im moment nur so schnell weil es um euch geht. Gäbe es in der jüdischen Tradition keine Beschneidung, sondern nur in der Islamischen, würden höchstens die Grünen vor Empörung hohe Wellen schlagen.

Unsere Politiker haben doch nur Angst sie könnten Stress mit Israel bekommen.

Aber wie es auch in der News steht, diese Thema ist zu komplex als das man da von Seiten der Politik einen Schnellschuss riskieren sollte.
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22.07.2012 21:35 Uhr von LoneZealot
 
+1 | -13
 
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22.07.2012 21:57 Uhr von CoffeMaker
 
+12 | -3
 
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"Wenn wir keine legale Lösung finden, wird es in Zukunft im schlimmsten Fall der Onkel mit dem rostigen Taschenmesser und im besten Fall der illegale religiöse Beschneidungsexperte, der bestimmt kein Arzt ist, sein. "

Bei Kindesmissbrauch gibts Knast, wenn bei Verstümmlung das gleiche droht wird auch der Onkel nicht mit seinem rostigen Taschenmesser es sich wagen.

Eine legale Lösung ist die Beschneidung ab 14 Jahre. Noch mehr kann man da nicht entgegen kommen.
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22.07.2012 21:58 Uhr von klartext4u
 
+6 | -5
 
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@Tara: (obwohl in der Realität er keine Wahl hat: sagt er nein wird er getötet)

wie blöd bist du eigentlich das ist gelogen.


und ich bin Moslem, hatte damit keine Probleme auch meinen Sohn erst mit 16 zu beschneiden. und ja die Entscheidung überlasse ich sogar ihm. und ja auch ich bin beschnitten ich bereue es nicht, nur bereue ich es nicht in einem deutschen Krankenhaus gelegen zu haben, weil dort ich sicher Betäubungsmittel bekommen hätte.
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22.07.2012 22:58 Uhr von LoneZealot
 
+1 | -7
 
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@ trara123456789: Aus meinen Zeilen spricht Vertrauen in die deutsche Bundesregierung und Vertrauen in die Legislative!

Meine Vorstellungen spielen hier wirklich keine grosse Rolle.

[ nachträglich editiert von LoneZealot ]
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23.07.2012 03:13 Uhr von fraro
 
+3 | -0
 
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Ich: finde das Foto zur News sehr gelungen. Dieses sollte jedem gezeigt werden, der sich freiwillig was abschnippeln lässt und keine Versprechungen von schönen Geschenken.
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23.07.2012 10:04 Uhr von Maverick Zero
 
+3 | -0
 
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trara: "Es steht geschrieben: wer den Islam verlässt muss getötet werden."

Echt jetzt? oO
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23.07.2012 10:32 Uhr von LoneZealot
 
+3 | -4
 
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Naja: Zum Beispiel:

Sure 16:106

"Wer Allah verleugnet, nachdem er geglaubt - den allein ausgenommen, der gezwungen wird, indes sein Herz im Glauben Frieden findet - jene aber, die ihre Brust dem Unglauben öffnen, auf ihnen ist Allahs Zorn; und ihnen wird eine strenge Strafe."

Das kann aber verschieden ausgelegt werden, entweder Todesstrafe HIER oder ewige Verdammnis im JENSEITS.
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23.07.2012 10:45 Uhr von Maverick Zero
 
+8 | -1
 
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Ahja: Das ist ja ein Vorgehen wie bei irgendeiner verrückten Sekte. "Jaja, du darfst gehen wenn du willst. Aber wundere dich dann nicht, wenn die Bremsen an deinem Auto mal nicht funktionieren.
Ach ja: In die Hölle kommst du dann auch..."

Hä?
Hirn?

Scientology wird (u.a.) wegen solchen Aktionen beobachtet. Der Islam dagegen hat das sogar schriftlich und es ist ok.... oh Mann...
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23.07.2012 10:49 Uhr von LoneZealot
 
+2 | -4
 
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@ Maverick Zero: Etwas schriftlich haben beutet noch nicht allzu viel, es kommt immer auf die Auslegung an.
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23.07.2012 11:28 Uhr von Maverick Zero
 
+10 | -0
 
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LoneZealot: Ah, danke, das Killerargument...

"Auslegungssache"

Das wird auch gerne angeführt, wie es gerade lustig ist, oder?
Die Verschleierung von Frauen ist meines Wissens nach auch nicht buchstäblich dokumentiert, aber die "heiligen Schriften" werden dann einfach mal dementsprechend so ausgelegt.

An anderer Stelle steht explizit, dass eine "schwere Strafe" für vom Glauben Abgefallene vorgesehen ist, aber das ist wird dann - wenn es gerade unpassend / unangenehm ist - schnell mal umgedeutet.

Dementsprechend könnte man ja auch die Beschneidungspassagen umdeuten, oder? Wenn doch eh alles nur Auslegungssache ist und das geschriebene Wort nicht viel bedeutet...

Hmm.. *grübel*
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23.07.2012 11:46 Uhr von LoneZealot
 
+1 | -8
 
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@ Maverick Zero: Ein schriftliches Gesetz muss immer ausgelegt werde, das wollte ich damit ausdrücken.

"Die Verschleierung von Frauen ist meines Wissens nach auch nicht buchstäblich dokumentiert, aber die "heiligen Schriften" werden dann einfach mal dementsprechend so ausgelegt."

Weil es eben immer so praktiziert wurde.

In der christlichen Bibel findest Du auch kein Weihnachtsfest, die jesus-Gruppe bestand aus Juden die eben allesamt die jüdischen Feste gefeiert haben.

Das Weihnachtsfest wurde es viel später Teil des normativen Christentums, genau wie die gesamte Dogmatik.

"Dementsprechend könnte man ja auch die Beschneidungspassagen umdeuten, oder?"

Nein, weil sie integralter Bestandteil der jüdischen Relgiion und des jüdischen Volkes ist. Nicht das nicht auch das schon versucht wurde, von sog. Reformjuden. Das ist aber kläglich gescheitert.

Selbst wen man sowas in Deutschland machen würde, es würde weltweit keinen anderen Juden kümmern, Juden in Deutschland sind viel zu unbedeutend.

"Wenn doch eh alles nur Auslegungssache ist und das geschriebene Wort nicht viel bedeutet..."

Doch doch, das ist es ja, das Wort bedeutet so viel das es lebendig bleiben muss.
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23.07.2012 12:13 Uhr von Maverick Zero
 
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@LoneZealot: "In der christlichen Bibel findest Du auch kein Weihnachtsfest, .."
Tja... wayne... Selbst wenn es von Coca Cola erfunden worden wäre ist es immer noch ein nettes Festchen mit bunten Lichtern, hübschen Bäumen und Geschenken für Kinder.


"Ein schriftliches Gesetz muss immer ausgelegt werde"
Richtig, aber die Frage ist, wie weit man auslegen kann.
Wenn im "Gesetz" (wobei ein religiöses Buch noch kein Gesetz macht.. aber egal..) steht "Ungläubige müssen bestraft werden", dann ist das schon recht konkret. Man kann dann noch argumentieren, wie genau die Strafe ausfällt und wer der Ungläubige ist, aber ein beliebiges Auslegen und Umdeuten macht keinen SInn. Dann könnte man sich ja den ganzen Aufwand sparen.

Wenn man schon den "Gesetzen" der Religion folgen will, dann bitte richtig und ohne "Herauswieseln" und Kaputtdeuten der "Gesetze".

"Weil es eben immer so praktiziert wurde."
Ahh.. .das ist so doof... :-(
Wir machen das so, weil wir das schon immer so gemacht haben. Wir machen Eckige Räder an unser Auto, weil wir das schon immer so gemacht haben. Wir lassen in der Pfanne das Schnitzel anbrennen, weil wir das schon immer so gemacht haben.
Das ist eine der dümmsten Begründungen seit Erfindung der Menschheit.
Wie bei kleinen Kindern. "Weil... ist halt so..."

"Nein, weil sie integralter Bestandteil der jüdischen Relgiion und des jüdischen Volkes ist" <> "Reformjuden"
Und so gibt es schon aus dem Inneren heraus Bestrebungen, den status quo abzuschaffen. "klägliches Scheitern" hört sich dabei so negativ an. Vielleicht benötigt das alles nur einen zweiten Anlauf?
So oder so: Es gibt also Bereiche, da darf gedeutet und gedreht werden, wie es im aktuellen Kontext passt und andere Bereiche, da ist alles fest zementiert und es lässt sich absolut nichts machen. Es sei denn, man ist "Reformjude". Die sehen das ja als Option an.
Wo ist das konsequent? Mal hü, mal hott?

"es würde weltweit keinen anderen Juden kümmern, Juden in Deutschland sind viel zu unbedeutend. "
Nochmal zum Mitschreiben: Deutschland macht Gesetze für Deutschland, nicht für den Rest der Welt.
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23.07.2012 12:17 Uhr von Maverick Zero
 
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Reformjuden: Mal ein Auszug aus Wikipedia:
"Markante Unterschiede des Reformjudentums gegenüber dem orthodoxen Judentum sind:

- besonderer Schwerpunkt auf den ethischen Aspekten des Judentums (auf Kosten der strengen Befolgung formaler Gebote)
- Einhaltung des Schabbat im Sinne einer durchdachten weitgefassten Enthaltung von Arbeit (als Lohnerwerb) und Geldgeschäften
- die Verwendung der jeweiligen Landessprache zumindest in mehr oder weniger großen Abschnitten des Gottesdienstes
- völlige Gleichberechtigung und Gleichbehandlung der Frau bei Gottesdiensten und anderen Ritualen
- offiziell anerkannte jüdische Abstammung durch den Vater oder durch die Mutter, wo nur ein Elternteil jüdisch ist
- eine Kürzung des Gottesdienstes
- die Installation einer Orgel
- die Verwendung gemischter Chöre (Frauen und Männer; Juden und Nicht-Juden)
- freie Gewissensentscheidung jedes Reformjuden darüber, welche rituellen Gesetze er einhalten möchte und welche nicht
- keine Berührungsängste mit anderen Religionen
- die Abschaffung der Kol Nidre-Rezitierung (historisch)
"

Freie Gewissensentscheidung. Keine Berührungsängste mit anderen Religionen. Gleichberechtigung der Frau beim Gottesdienst.
Gemischte Chöre.

Ich verstehe vollkommen, warum man diese Barbaren nicht reformieren lassen will. Da ist ja ein Vorschlag grausamer als der nächste....
oder so...
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23.07.2012 16:39 Uhr von LoneZealot
 
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@trara123456789: "ich weiß (oder besser habe gehört :-) ) dass deutsche Juden in Israel, um er harmlos auszudrücken, nicht gerne gesehen sind. Sie sind viel zu sehr Deutsche."

Das war früher so, deutsche Juden hatten eben eine völlig andere Mentalität. Die Zeiten sind aber vorbei weil es (fast) keine deutschen Juden mehr gibt. Deutscher Jude zu sein hat nicht nur etwas mit der Staatsbürgerschaft zu tun.

"muss eine Angewohnheit, die aus der vorjüdischen Zeit stammt, auf Biegen und Brechen eingehalten werden?
Ich finde: nein!"

Das es Beschneidungen in vorjüdischer Zeit gab, ist bekannt und selbst der grösste Rabbiner und Gelehrte wird dem widersprechen.
Ich sage ja, so funktioniert Judentum nicht.

Es ist nicht in meinen sprachlichen oder didaktischen Möglichkeiten Dir hier die Zusammenhänge die mit der Beschneidung zu tun haben, einfach zu erläutern.
Das meine ich nicht böse.
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23.07.2012 16:51 Uhr von sooma
 
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22.07.2012 19:17 Uhr von urxl: "Wenn wir keine legale Lösung finden, wird es in Zukunft im schlimmsten Fall der Onkel mit dem rostigen Taschenmesser und im besten Fall der illegale religiöse Beschneidungsexperte, der bestimmt kein Arzt ist, sein."

Was nur bestätigen würde, dass ihnen die Kinder irgendwie weniger wichtig sind als religiöse Ideologien und vorsintflutliche Traditionen.

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