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"Kleine Sensation": Erste Gentherapie steht kurz vor der Zulassung

Mit dem Medikament Glybera hat die europäische Zulassungsbehörde EMA erstmals ein Gentherapeutikum zugelassen. Die Fachgemeinde spricht von "einer kleinen Sensation". Damit soll künftig die sogenannte "Lipoprotein-Lipase-Defizienz" behandelt werden, eine Erbkrankheit, die oft Pankreatitis beinhaltet.

Glybera hat in dieser Behandlung einen therapeutischen Zweck: Es soll spezifisch produzierte Gene quasi in die Muskelzellen der Patienten bringen. Dabei hat das Mittel einen steinigen Weg hinter sich: Erste Zulassungsanträge fielen allesamt negativ aus, da bei der Verwendung einige Risiken entstehen.

Nun hat sich EMA jedoch dazu entschieden, Glybera in einigen Fällen zu empfehlen. Der Gebrauch muss jedoch noch mit Akribie dokumentiert werden, die entstehenden Daten werden bei EMA ausgewertet. Das anfangs hinter dem Gentherapeutikum stehende Unternehmen ist allerdings inzwischen insolvent.


WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Medikament, Zulassung, Sensation
Quelle: www.aerztezeitung.de

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