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Bettina K. : Sie wollte sterben

Die gelähmte und behinderte Frau Bettina K. wollte sterben. Doch Deutschland verweigert die benötigten Arzneien.

Seit einem Unfall im Jahr 2002 war die Frau fast komplett gelähmt und konnte nichts mehr tun. Sie musste künstlich ernährt und beatmet werden.Ihre Familie war sich uneinig, ob Bettina so weiterleben konnte. Als sie aus dem Krankenhaus zurückkehrte, versuchte die Familie alles, doch der Mut kam nicht.

Die deutschen Gerichte hätten den Fall noch nicht genug überprüft, hieß es und ob die Sterbehilfe eingreifen wird oder nicht, war nicht klar. Schließlich reiste sie zusammen mit ihrem Mann in die Schweiz, wo sie sich mit Unterstützung der Organisation Dignitas selbst tötete.


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WebReporter: Tyrannboy
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Online, Nachrichten, Urteil, Sterbehilfe
Quelle: www.focus.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.07.2012 11:33 Uhr von Adrian79
 
+54 | -4
 
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schon eine frechheit wie die industrie hier an einem quasie toten geld verdient und diesen künstlich am leben halten "will", bis dieser kein geld mehr bringt!

wenn die frau sterben will, dann sollte man sie auch lassen.

dachte eben daran wie ich drauf bin, wenn ich mal richtig krank bin und eine woche nur im bett liegen muss...
wenn ich mir da vorstelle das jahrelang zu machen, nichts anderes mehr machen zu können und nur dank anderer überlebe...ne danke.

so viel rechte hat man hier, redefreiheit usw. aber ein recht auf sein eigenes leben anscheinend nicht.
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21.07.2012 12:09 Uhr von Suffkopp
 
+5 | -39
 
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21.07.2012 12:10 Uhr von Registerbrowsen
 
+27 | -0
 
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... Die Frau hatte bereits 2005 ihre Selbsttötung in der Schweiz vollzogen.

In der Meldung geht es um die Klage des Witwers gegen Deutschland am Europäischen Gerichtshof, welche am 19.07.2012 abgewiesen wurde.
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21.07.2012 12:38 Uhr von Peter323
 
+0 | -1
 
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das ist: ein sehr schwieriges Thema, an dich sich keiner so recht heranwagt.

Auf der einen Seite gibs die hoffnungslosen Patienten, die einfach nur noch sterben wollen und auf der anderen Seite gibt es die Ärzte, deren Aufgabe es sein sollte, Leben zu bewahren und nicht zu vernichten.
Wenn man Ärzte die Sterbehilfe erlaubt, dann isses auch nicht mehr weit bis zum legalisierten Auftragsmord oder "Ich war mir eigentlich sicher, dass sie so nicht mehr weiterleben wollte..."

Wenn man so einen hoffnungslosen Fall in der Familie hat, die unbedingt sterben möchte, kann man ja trotzdem um die Ecke in die Schweiz fahren.
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21.07.2012 12:58 Uhr von JustMe27
 
+10 | -1
 
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@shinari: Komplett gelähmt, künstlich beatmet und ernährt. Stimmt, hat nichts mit Koma-Patienten gemein... Es ist schlimmer! Ich bin selber in der Pflege tätig, und ich weiss eines, ich lasse es bei mir nicht soweit kommen!
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21.07.2012 13:31 Uhr von PanikPanzer
 
+4 | -0
 
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Suffkopp: Es gibt kein Gesetz in DE was mir vorschreibt wie und wie lange ich mein Leben zu leben habe.
Wenn ich der Meinung bin meinem Leben ein Ende setzen zu wollen kann mich kein Gesetz und kein Mensch daran hindern.
Wenns allerdings schief geht kommt man in die Klappse und schon das finde ich ziemlich grenzwertig denn damit wird einem quasi das Recht auf freie Selbstbestimmung genommen.
Man wird mit irgendwelchen Medikamenten ruhig gestellt und so lang wie möglich in der geschlossenen behalten..

Aber dein Name sagt ja schon aus das von dir nix gescheites kommen kann..
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21.07.2012 13:51 Uhr von cyrus2k1
 
+0 | -3
 
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Da ging es wohl mehr ums Prinzip: Wer wirklich sterben will, findet schon einen weg. Es gibt so viele leichterhältliche, hochgiftige substanzen und wege sich das leben zu nehmen. Dafür braucht es nicht den Staat oder besondere Medikamente.
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21.07.2012 14:16 Uhr von TMS3
 
+1 | -1
 
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Wenn: ein Mensch in der geistigen Verfassung ist es selber zu entscheiden, wo soll dann das Problem sein. Lieber ein schnelles Ende, als ein unter Umständen langer Leidensweg, der die Pharmaindustrie noch reicher macht.
Wenn ein Haustier unheilbar krank ist, dann sind Menschen so human den Leidensweg zu beenden. Warum ist der Mensch bei Tieren humaner als bei sich selbst?
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21.07.2012 18:24 Uhr von sonikku
 
+0 | -2
 
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Warpilein2: Exakt, eben erst wurde bei hundkatzemaus eine Katze eingeschläfert, einfache Entscheidung: Tumor im Hals, sie leidet, kann nicht mehr essen, kriegt kaum Luft - Euthanasie.
Aber bei Menschen geht das ja nicht. Hey, 20 Jahre Koma / irrebarabler Hirnschaden / alle Gliedmaßen amputiert / bis zum Hals gelähmt - das passt schon.
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21.07.2012 21:16 Uhr von sonikku
 
+0 | -2
 
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Jauchegrube: da gehörst du hin.
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21.07.2012 21:58 Uhr von Prachtmops
 
+0 | -4
 
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tja leute ich sage immer: ein schlechtes leben ist besser wie der schönste tod.

und ich habe bei weitem kein schönes leben.
seit der jugend schwere depressionen mit panikattacken und angstzuständen.. und die gehen soweit das man nicht mehr sein zimmer verlassen kann für mehrere monate.
klar ist das was die frau da durchmachen mußte, weitaus schlimmer, aber darum gehts nicht.
das leben ist ein geschenk und wenn man es vorzeitig von selbst beendet ist man feige und sucht den einfachsten weg.

ich hab für selbstmörder nix übrig, ganz egal aus welchem grund er vollzogen wird. es ist immer falsch leben zu nehmen oder dabei zu helfen.
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22.07.2012 01:51 Uhr von sonikku