20.07.12 16:41 Uhr
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Quantenforscher vereinbart Zufall und freien Willen

Die Frage, ob und wie der freie Wille im Menschen existiert, durchzieht die Geschichte der Philosophie bereits seit Jahrhunderten. Nun ist es ausgerechnet ein Naturwissenschaftler, der die konkurrierenden Systeme des Zufalls und des freien Willens in seinem Modell der Informationsverarbeitung vereint.

Hans Briegel, wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI), tut genau dies in seinem Konzept eines "episodisch-kompositorischen Gedächtnisses". Dieses besagt, dass ein System, zum Beispiel ein Mensch, über einen Pool an Erinnerungsfragmenten verfügt.

Die Bruchstücke werden dauernd neu gemischt und anhand bestimmter Ereignisse abgerufen. Mathematische Wahrscheinlichkeiten bestimmen, wann welche Erinnerung hervorgerufen wird. Dabei ist es am System, anhand der Erfahrungsinhalte Szenarien und Ideen zu entwerfen, woraus Handlungsoptionen entstehen.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forschung, Gehirn, Zufall, Erfahrung, Wille
Quelle: derstandard.at

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.07.2012 17:04 Uhr von Again
 
+4 | -3
 
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Ich: seh nich, wie das den Willen frei macht.
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20.07.2012 17:19 Uhr von Gierin
 
+5 | -3
 
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Im Gegenteil: Also ich finde, er hat sogar ein weiteres Argument gebracht, wieso man keinen freien Willen hat!
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20.07.2012 19:32 Uhr von thugballer
 
+3 | -1
 
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an vorredner: er sagt, wie die handlungsoptionen entstehen

aber für welche dieser optionen wir uns entscheiden liegt an uns
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20.07.2012 19:59 Uhr von Again
 
+1 | -3
 
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thugballer: "aber für welche dieser optionen wir uns entscheiden liegt an uns "
Nicht wirklich. Die Option wird halt zufällig gewählt. Mir kommt es eher so vor, als ob er die Definition des freien Willens angepasst hat ^^

Vielleicht hat der Standard das nicht richtig wiedergegeben, oder der Autor, oder ich kapier es nicht. Berauschend finde ich das ganze jedenfalls nicht.
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20.07.2012 22:07 Uhr von mayan999
 
+0 | -1
 
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in der quelle: steht nichts von einem freiem willen.
es geht vielmehr um das generieren von neuen handlungsoptionen, die aber wiederum von unseren erfahrungen abhängig sind.
da ist keine freiheit, aber kreativität. man könnte sagen, dass kreatives denken den handlungsrahmen scheinbar erweitert, obwohl aber immer nur die handlungen stattfinden, die aller wahrscheinlichkeit nach stattfinden müssten, weil die gesamtheitliche konstitution des menschen diese erzwingt.

die eigentliche frage ist: ist der mensch von natur aus "immer" in der lage, sein leben und die art wie er selbst ist, zu akzeptieren, selbst wenn alle gedanken davon abhalten ?

wenn dies nicht der fall sein sollte, dann gibts keine wahl und auch keinen handelnden. dann läuft alles "einfach so" ab, ohne das wir das geschehen, den lauf des lebens in irgendeiner weise beeinflussen könnten, weil die entscheidungen unterbewusst bereits getroffen sind, bevor die "wahl" auftauchte.

wenn wir jedoch die wahl haben, unser leben zu akzeptieren, oder nicht,... dann ist das der einzigste punkt, wo man überhaupt von "freiheit" sprechen kann.

[ nachträglich editiert von mayan999 ]

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