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Uniklinikum Göttingen: Organspende-Skandal - Patienten wurden für kränker erklärt als sie waren

Am Universitätsklinikum Göttingen wurde nun ein weitreichender Skandal aufgedeckt. Bereits im vergangenen Juni gab es anhand von einem Patienten Anzeichen dafür, dass Organe verschoben werden.

Doch nun weitete sich der Organspende-Skandal auf mindestens 24 Menschen aus. Die Ärzte fälschten Krankenakten, manipulierten Laborwerte oder erfanden Dinge, damit die Patienten kränker wirkten als sie wirklich waren.

So erreichten die Ärzte, dass die Patienten schneller zu einer neuen Spenderleber von der internationalen Vermittlungsstelle Eurotransplant kamen. Bisher ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Oberarzt.


WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Skandal, Arzt, Klinik, Göttingen, Organspende, Transplantat
Quelle: www.tz-online.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.07.2012 09:49 Uhr von Politikkritiker
 
+3 | -8
 
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MINUS! Warum?

Die Überschrift suggeriert, dass Patienten "krank gemacht wurden" um Ihnen Organe zu entnehmen. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall -> Die Ärzte wollten Leben retten.
Ob dies nun gut oder richtig ist steht auf einem anderne Blatt, aber mit so einer Überschrift die Angst vor Organspende zu forcieren ist unter aller Sau!
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20.07.2012 10:14 Uhr von nanny_ogg
 
+1 | -4
 
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Entweder man ist krank oder nicht aber "kränker" als krank geht schon mal gar nicht. Und wie mein Vorredner schon sagte: die Überschrift suggeriert einen anderen Inhalt!
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20.07.2012 11:34 Uhr von UICC
 
+5 | -0
 
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Die Überschrift passt schon: und der Arzt wollte nicht Leben retten sondern seine Taschen voll machen.

Warum? Indem er seine Patienten Vorrang verschaffte mussten andere sterben die sonst auf normalen Weg dran gewesen waren. Das ist für einen Arzt eigentlich ein No-Go.
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20.07.2012 18:20 Uhr von UICC
 
+1 | -0
 
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@Terrorstorm: "Verstehe auch nicht, warum die Mediatheken der ÖR´s dazu verpflichtet sind ihre Videos nach einigen Monaten zu löschen."

Das hast du den Schwachmaten von RTL und Co zu verdanken die Angst haben dass keiner mehr deren Müll guckt wenn es massig Qualitätsjournalismus der öffentlichen gibt.
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22.07.2012 10:28 Uhr von 24slash7
 
+0 | -0
 
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Auch Eurotransplant: hat Konsequenzen aus dem Fall gezogen. Künftig muss jeder Internist, der einem Patienten Dialysepflicht bescheinigt, bei der Meldung für die Warteliste namentlich genannt werden. Zudem will sich Hans Lilie dafür stark machen, dass die Bundesärztekammer ihre Richtlinien verschärft. Dabei werde auch an ein Vier-Augen-Prinzip gedacht.

Gegen diese Richtlinien hat der jetzt angeklagte Oberarzt bereits früher verstoßen. Im Jahr 2005, da arbeitete er noch an einem bayerischen Universitätsklinikum, hatte er eine Eurotransplant-Leber mit nach Jordanien genommen, um sie dort zu transplantieren. Gegenüber Eurotransplant hatte er behauptet, die Patientin liege in Regensburg. Als Wohnort gab er die Adresse des Klinikums an.

Geschadet hat ihm das nicht. Die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen ein, die Ärztekammer sah von einem Entzug der Approbation ab, die bayerischen Ministerien verließen sich auf ein Versprechen des Klinikums, so etwas werde nicht wieder vorkommen. Der Arzt machte danach sogar den Karrieresprung nach Göttingen.

http://www.sueddeutsche.de/...

[ nachträglich editiert von 24slash7 ]

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