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Neuer Therapieansatz: Alkoholiker sollen lernen, kontrolliert zu trinken

In Großbritannien ist es bereits Standard, in Deutschland hat man seit kurzem immer weniger Zweifel an einem Konzept zur Therapie der Alkoholsucht, dessen Erfolgsmöglichkeiten lange bezweifelt wurden: das kontrollierte Trinken.

Hierbei liegt die Entscheidung, ob der Patient komplett abstinent sein oder kontrolliert weitertrinken möchte, ganz bei ihm. Man würde die Menschen oft viel früher erreichen als mit der üblichen Behandlungsmethode, so Pius Riether, der zweimal im Jahr solche Kurse in Stuttgart anbietet.

Im ersten Jahr nach der üblichen Abstinenztherapie erleiden etwa 70 Prozent einen Rückfall, im zweiten Jahr liegt die Quote sogar bei 90 Prozent. Dies zeigt, dass die wenigsten Versuche, trocken zu bleiben, wirklich von Erfolg gekrönt sind.


WebReporter: mia_wurscht
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Alkohol, Therapie, Trinken, Alkoholiker, Rückfall, Ansatz
Quelle: www.spiegel.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.07.2012 07:04 Uhr von mia_wurscht
 
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Für interessierte empfiehlt sich das Lesen der Quelle, da stehen viel mehr Informationen, die ich nicht im Text unterbringen konnte.

Zum Thema: Gut, dass es auch einen anderen Therapieansatz gibt. Ich denke, dass viele Alkoholiker nichts gegen ihre Sucht unternehmen, weil sie nicht ihr leben lang abstinent sein wollen, sondern nur die Menge des Konsums verringern wollen.
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20.07.2012 11:28 Uhr von filmrisspunktTK
 
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Jeder der einen Alkoholiker kennt, würde ihm kontrolliertes Trinken wünschen, aber niemals zuschreiben - selbst bei Kleinstmengen in Medikamenten kann ein Rückfall ausgelöst werden, aber ich bin ja für alle Therapieansätze erst einmal grundsätzlich offen!

Dr. Jonny Walker
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26.07.2012 19:18 Uhr von Mehrtoleranz
 
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Typisch Deutsch: Wieso müssen in Deutschland bei Veränderungen immer Endlosdiskussionen entstehen, anstatt eine neue Therapieform einfach mal auszuprobieren? Vielleicht bewährt sich diese in dem einen oder anderen Fall. Die Abstinenztherapie kann nicht bei allen das A und O sein, sonst gäbe es nicht so viele Rückfälle und Patienten, die ´zig Entzüge und Therapien machen mussten, zwar dem Tod noch von der Schippe gesprungen sind, sich aber dafür im sozialen Abseits befinden. Es gibt Menschen, die nach der Arbeit jeden Abend z. B. ne Flasche Wein trinken - ohne danach Auto zu fahren und somit eine Gefahr für die Menschheit wären. Diese Personen würden aber vielleicht gerne die Menge des Alkoholkonsum reduzieren ohne dass sie gleich ein Leben lang abstinent bleiben müssen. Sollen diese Menschen keine Unterstützung erhalten? Wäre es besser, abzuwarten bis aus einer Flasche zwei Flaschen werden und mehr? Es gibt Leute, die haben längere Zeit Schnaps getrunken und den harten Konsum seit Langem auf Bier oder Wein reduziert. Ich finde jede Therapieform sollte ein Chance kriegen, dann sind viel mehr individuelle Hilfen möglich.
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08.11.2012 20:38 Uhr von JustMe27
 
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Finde ich okay, aber: Auch Spiegeltrinken ist ungesund auf Dauer. Es funktioniert aber eher als Vollabstinenz. Was auch geht, ist, dem Alkoholkranken zu sagen, er soll einfach ein Getränk wählen, das sich bedeutend von dem, das er sonst trinkt, unterschiedet, und ihm vielleicht nicht mal schmeckt.

Ich kenne jemand, der nur harten Schnaps gesoffen hat, und das in Mengen, da reibt man sich die Augen. Derjenige kann aber zb. ohne Probleme 2-3 Bier auf einem Fest oder in einem Lokal trinken und hinterher ohne Angst einen Rückfall kriegen zu müssen, den Zustand genießen und aufhören, weil er sich nie mit Bier so betrunken hatte wie mit Schnaps.

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