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Lesbischen Eltern wird Familienticket verweigert

Ein lesbischen Paar mit Kindern, welches in einer eingetragenen Partnerschaft lebt, bekam im Klagenfurter "Minimundus - Die kleine Welt am Wörthersee". keine Familienkarte. Das Paar musste jeweils eine Einzeleintrittskarte mit Kind erwerben.

Das betroffene Paar findet besonders dem menschlichen Aspekt bei der Sache schlimm. Die Partnerschaft des Paares würde in aller Öffentlichkeit nicht akzeptiert.

Der Chef des Freizeitparks erklärte gegenüber der "Kleinen Zeitung": "Auch eingetragenen Partnern ist es in Österreich nicht erlaubt, Kinder zu adoptieren. Deshalb kann ich Familien wie diese nicht als solche akzeptieren."


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WebReporter: angelina2011
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Österreich, Familie, Lesbe, Freizeitpark
Quelle: www.heute.at

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.07.2012 12:53 Uhr von Dr.Acula
 
+3 | -4
 
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feels bad: man
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19.07.2012 13:11 Uhr von stekemest
 
+22 | -13
 
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Finde die Begründung überzeugend und korrekt. Es dürfte nicht selten vorkommen, dass Leute sich das Familienticket zu erschleichen versuchen. Woran soll man festmachen, wer eine Familie ist und wer nicht, wenn nicht an gesetzlichen Regelungen?
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19.07.2012 13:42 Uhr von IsharYa
 
+13 | -14
 
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@stekemest

Eine Familie ist normalerweise 1 Erwachsener Man, 1 Erwachsene Frau und ein Kind oder mehrere (selbst wenn das Kind 16 ist oder 18). fertig...

Oder halt ein schwules Paar oder ein Lesbisches Paar mit Kind..m.E. eine sehr rassistische Haltung von dem Park

Tzzz.
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19.07.2012 13:50 Uhr von uss_constellation
 
+7 | -2
 
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@stekemest: eine, ich zitiere, "eingetragene Partnerschaft" sollte diese Voraussetzung wohl erfüllen. Die Kinder dürften dann auch eindeutig zuordnungsfähig sein. Der Begriff Familie ist aber generell sehr dehnbar. Meine Uroma und die Kinder meiner Tanten zählen ja auch zur "Familie". Gemeint sind bei einem Familienticket aber wohl nur Blutsverwandte ersten Grades erster Generation.

Aber die Situation ist sehr interessant an sich. Stelle die Frage mal umgekehrt. Wenn ein normales heterosexuelles Paar mit Kindern auftaucht: Wie kann man sicherstellen, dass diese zusammengehören und eine Familie sind mit den anwesenden Kindern?
a) Ein Ehering dürfte wohl kaum ein Kriterium sein, da der oft auch nicht getragen wird und ihn sich zum Erschleichen von Vorteilen jeder anziehen könnte.
b) Eheurkunde. Führt man Eheurkunden immer mit sich? Wohl kaum.
c) Ausweis. Gleicher Name? Wohl kaum. Ich könnte ja auch mit meiner Schwester und nem Satz Kinder aus der Nachbarschaft auftauchen.

Das Kriterium "Familie" ist in der Situation wie in der News beschrieben wohl kaum _nachweisbar_ zu erfüllen. Für jegliche Art von Familie. Also dämlich das Anliegen der lesbischen Lebensgemeinschaft abzuweisen von Seiten des Parkbetreibers bzw. dieses Ticket überhaupt so anzubieten (obwohl mir der unternehmerische Aspekt schon klar ist, aber die Konsequenzen nicht zu Ende gedacht worden ist).

In der Situation mit "Familienticket" ist man ja öfters. Und in den meisten Fällen steht halt dann dran "Zwei Erwachsene und X Kinder von Y bis Z Jahren." Damit ist das ganze moralisch neutral gehalten unternehmerisch eindeutig identifizierbar, fertig. Völlig dämlich von dem Park hier so ein Theater zu machen.
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19.07.2012 13:59 Uhr von stekemest
 
+5 | -7
 
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@uss_constellation: Eine eingetragene Partnerschaft ist KEINE Familie, sondern eine Partnerschaft. Auch heterosexuelle Paare bekommen kein Familienticket, denn zu einer Familie gehört auch ein Kind. Wenn homosexuelle Paare in Österreich keine Kinder adoptieren dürfen, dann kann es sich de facto bei einer solchen Gemeinschaft um keine Familie im Sinne des Gesetzes handeln. Natürlich lässt sich auch bei heterosexuellen Gruppen nicht immer nachweisen, dass es sich tatsächlich um eine Familie handelt. Bei einem homosexuellen Paar in Österreich ist es unter diesen Bedingungen aber ganz klar, dass es sich NICHT um eine Familie handeln kann. Wenn das auch bei heterosexuellen Gruppen so deutlich ist, dann kann ihnen das Ticket natürlich auch verwehrt werden.

Der Sinn von Familientickets ist es für viele Veranstalter, dass Familien ein Anreiz zum Besuch geschaffen werden soll. Wenn man das Familienticket dann nur als "zwei Erwachsene mit Kindern" definiert, dann geht dieser Sinn ein wenig verloren. Letztendlich bleibt es der Einrichtung selbst überlassen, welche Kriterien sie für das Ticket aufstellt.

[ nachträglich editiert von stekemest ]
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19.07.2012 14:01 Uhr von Intolerant
 
+5 | -9
 
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@Ishayar: Homos sind kiene Rasse!

@Uss_Constellation: Oft steht bei der Familienkarte dabei "Personalausweis bereithalten"

Dann wird wohl überprüft ob es sich wirklich um die eigenen Kinder handelt. Und da die Lesbos, laut news, in Östereich keine Kinder adoptieren dürfen können es ja quasi nicht die Kinder sein die aus dieser eingetragen Partnerschaft resultieren

Korrekt daher vom Park imo
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19.07.2012 14:04 Uhr von Borgir
 
+5 | -4
 
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"Familien wie diese": was für eine peinliche Aussage....
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19.07.2012 14:13 Uhr von dgtell
 
+4 | -3
 
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@intolerant: nach deiner argumentation gilt das dann auch für alle die sich von ihrem partner bisher getrennt haben, hm vielleicht weils ein schläger war. und jetzt nen neuen mann haben und ein kind das eben aus vorheriger ehe stammt. das ist dann keine familie nur weils nicht sein kind ist? und wenn ers schon seit kurz nach der geburt kennt und die drei glücklich sind? name ist programm hm?
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19.07.2012 14:23 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -1
 
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@dgtell: Wenn die Frau mit dem neuen Partner nicht verheiratet ist, dann führt das mit ziemlicher Sicherheit zu Problemen beim Kauf eines Familientickets, wenn man einen genauigkeitsverliebten Kassierer antrifft.
Auf jeden Fall werden aber ihre eigenen Kinder in ihrem Personalausweis eingetragen sein. DER Part lässt sich also einwandfrei nachweisen. Nur das mit dem Partner ist schwierig.

Ind en allermeisten Fällen wird aber ein Besuchsstättenbetreiber bzw. mindestens deren Kassierer solchen Diskussionen aus dem Weg gehen, weil es irre lang aufhält und mehr Kunden abschreckt, als es bei eventuellem Missbrauch Schaden verursacht.
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19.07.2012 14:30 Uhr von z3us-TM
 
+3 | -2
 
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@ stekemest hat da schon recht ..
da konnen wir ja auch die DIN abschaffen..

es gibt ja noch sowas wie hausrecht !

naja, is schon fragwürdig, aber was ist Juristisch
eine familie ?

eine schulklasse mit 20 schüler, 2 lehrer ein männchen und ein weibchen is das eine familie ?

ich kann den parkbetreiber schon verstehen..
aber lesben mit kindern sind ja eher " selten "
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19.07.2012 15:09 Uhr von sooma
 
+1 | -2
 
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Wiki: "Eine Familie (lat. familia „Hausgemeinschaft“) ist soziologisch eine durch Partnerschaft, Heirat oder Abstammung begründete Lebensgemeinschaft, im westlichen Kulturkreis meist aus Eltern bzw. Erziehungsberechtigten und Kindern bestehend, gelegentlich durch weitere, mitunter auch im gleichen Haushalt wohnende, Verwandte erweitert."

Und auch: http://de.wikipedia.org/...

Was sind sie denn dann, wenn keine Familie? Hinterwäldler-Depp...
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19.07.2012 15:47 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -2
 
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Ich bin einige male in bekannten lesbischen Clubs unterwegs gewesen, da meine (damalige) Freundin ein wenig bi war.
Ganz im Gegensatz zu Männern die sich lange treu sind - trennen sich lesbische Frauen sehr schnell wieder oder haben mehrfache Kontakte. Durch diesen Einblick in diese Szene finde ich eine Adoption von Kindern in solche Szenen unverantwortlich.
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19.07.2012 16:06 Uhr von uss_constellation
 
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@steke und @Intolerant: @Stekemest, Du hast den Kern meiner Aussage scheins nicht recht verstanden. Denn eine Familiendefinition gibt es im Sinne des Gesetzes nicht (und ich glaube nicht, dass sich A hier großartig von D unterscheidet): http://de.wikipedia.org/...(Recht)
Darauf gründet letztlich auch das ganze Problem hier.
Und das zu definieren ist auch schwierig. Papa, Mama und leibliche Kinder? Als erster Ansatz nicht schlecht, aber was macht man mit adoptierten Kindern? Was ist, wenn ich mit meiner Schwester und ihren Kindern hingehe? Meine Schwester ist auch Teil meiner Familie, gilt das dann auch? Ich will damit sagen, dass die Begriffsdefinition absichtlich ausgelassen wurde, weil sie einfach schwierig ist, auch schon allein deshalb, wie das Wort Familie und die dazu zählenden Personen im Sprachgebrauch eingesetzt wird. Und wenn man so einen schwammigen Begriff dann halt mal konkreter fassen will liegts am Ende immer im Auge des Betrachters.

@Intolerant. Der Personalausweis sagt leider gar nichts aus. Ich wohne im gleichen Haus wie meine Schwester und habe den gleichen Nachnamen und die gleiche Adresse wie sie und ihre Kinder im Ausweis stehen. Nach dem Kriterium "Personalausweis" würde ich bei einer Prüfung an der Kasse wohl als Papa gelten, obwohl ich es gar nicht bin. Als wirklich verbindliches Dokument dürften wohl nur eine Eheurkunde und die Geburtsurkunden der Kinder herhalten können. In der Praxis völliger Quatsch.

Und damit bleibt die hier beschriebene Ablehnung das, was sie wirklich ist: Diskriminierung, sonst nichts! Da hilft auch ein Rausreden des Betreibers wie im letzten Abschnitt nichts.
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19.07.2012 17:13 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -0
 
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@ThomasHambrecht: Bei der heutigen Scheidungsrate finde ich Adoption auch bei heterosexuellen Paaren unverantwortlich.
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19.07.2012 18:58 Uhr von suvi
 
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Keine Ahnung: wieso es so viele negativ Bewertungen für alle gibt, die die lesbische Familie verteidigen.

Was, wenn keine Familie, soll es denn sein?
Wenn die zusammen leben, ihre Kinder gemeinsam großziehen und das einzige, was sie von "Normalos" unterscheidet ist, dass sie beide ne Vagina haben, wieso sind sie dann keine Familie?

Zu den Argumenten mit der Partnerschaft -> muss man etwa erst heiraten, damit man von Familie reden kann?
So ein Schwachsinn.

Ich bin echt erschüttert.

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