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Kurzarbeit ist in Deutschland ein Erfolgsmodell

Dank Kurzarbeit blieb die Arbeitslosenzahl in der Bundesrepublik während der wirtschaftlichen Krise stabil. Ganz in Gegensatz zu anderen Ländern. In Italien beispielsweise konnte die Kurzarbeit den Arbeitsmarkt nicht auffangen.

Grund für diesen Unterschied, seien die Rahmenbedingungen, die der Staat bietet. Während in der Bundesrepublik eine Reihe von zusätzlichen Maßnahmen ergriffen wurden, ergriff Italien keine weiteren Vorkehrungen.

Die meisten der 1,5 Millionen Kurzarbeiter in Deutschland reduzierten ihre Arbeitszeit jedoch nur um 25 Prozent. Ohne den Fleiß der Arbeiter wäre die Krise vielleicht noch dramatischer ausgefallen.


WebReporter: opwerk
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Italien, Wirtschaftskrise, Kurzarbeit
Quelle: www.pt-magazin.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.07.2012 13:48 Uhr von VanillaIce
 
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@bertl058: So ist das halt in einem System das Investitionen brauch, und da wird dann halt Geld gespart in dem man Menschen entlässt, anstatt eine vernünftige und langfristige Kostensenkung durchzuführen...
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18.07.2012 14:28 Uhr von sicness66
 
+7 | -0
 
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Tja: Angie hat damals das gemacht, was sie heute anderen Ländern verbieten will: kurfristige Konjunkturpakete auf Pump...
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18.07.2012 14:30 Uhr von Floppy77
 
+3 | -3
 
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Große Konzerne müssten für jede abgebaute Stelle: 1 Million Euro Strafe an den Staat zahlen, davon könnte man dann für eine Weile das Arbeitslosengeld, Qualifikationen und die Suche nach einem neuen Job finanzieren.
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18.07.2012 15:07 Uhr von verni
 
+7 | -1
 
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LOOOOOL: "Dank Kurzarbeit blieb die Arbeitslosenzahl in der Bundesrepublik während der wirtschaftlichen Krise stabil."

Das ist der Satz des Jahres... man hätte auch sagen können nach dieser Logik -> Da wir ab jetzt statt "arbeitslos" in Zukunft nur noch "nicht erwerbstätig" sagen, haben wir die Zahl der sog. ARBEITSLOSen um 100% von heute auf morgen dezimiert.....Erfolgsrezept Deutschland bzw. Deutsche Politik!!!

Das ist alles nur noch krank.....genau so krank wie den Mist den Merkel nach wie vor verzapft und fast noch kränker als ein Schäuble, der allen Ernstes behauptet dass Spanien für die neuen Milliarden haften wird LOL.....nur womit....Apfelsinen? Die Show geht ihrem Finale entgegen und ich hoffe diese Verbrecher werden am Ende ihrer Strafe zugeführt.
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18.07.2012 15:48 Uhr von el_vi
 
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bertl: jaja massenentlassungen hin oder her, da werden die kurzarbeiter dann ja eingesetzt. die rede bei massenentlassungen is ja von den richtig eingestellten, nich die die da kurzarbeiten übernehmen..die verdrängen die anderen ja

abgesehn davon is das vllt n erfoglskonzept, aber nur solang bis die große depression einsetzt, un die ganzen "kurzarbeiter" anfangen geistig abzuschalten un auszulaugen/ vllt au noch schlimmeres...
aber deutschland redet vom erfolg...fuck politik
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18.07.2012 16:04 Uhr von eugler
 
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besser als gleich entlassen @bertl @verni: Aus dieser Perspektive zumindest - es ist wieder die gleiche Frage - entweder alle leiden lassen (durch weniger Einkommen) oder wenige leiden lassen durch gar kein Einkommen. Für jede der beiden Möglichkeiten gibt es grundsätzlich nachvollziehbare Argumente.

@bertl
diese Massenentlassungen sind leider durchweg bei Unternehmen, bei denen entweder das Management seine Hausaufgaben nicht gemacht hat (Schlecker) oder aber Geschäftsmodelle, die einfach von der Zeit überhlot wurden (Neckermann + EON). Deshalb ist es ja so wichtig neue Ideen und stabile mittelständische Unternehmen zu fördern. Es ist sinnfrei Schlecker hinterher zu weinen. Das Unternehmenszweck ist einfach nicht mehr vorhanden und ein Unternehmen sollte (meiner Ansicht nach) eine Aufgabe in der Gesellschaft erfüllen oder platt gemacht werden.

@verni
es wird wohl wie immer laufen - wenn die Strafe nicht sofort gezogen wird, zahlt der liebe Steuerzahler am Ende wieder - oder hast du je einen Politiker oder Geschäftsmann gesehen, der zur Rechenschaft gezogen wurde ohne ihn fett abzufinden?
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18.07.2012 16:49 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Ob dies mit Geldflutung zu tun hat? "Massenentlassungen bei Lufthansa, Metro, Schlecker" (bertl058)
Für Schlecker wurde eine Auffanggesellschaft durch die FDP verhindert, während der baden-württembergische SPD-Finanz- und Wirtschaftsminister eine solche wollte. Folge: Nicht nur die bereits Entlassenen wurden arbeitslos, sondern auch noch der Rest.

"Massenentlassungen bei Peugeot" (bertl058)
Dazu hat sich Hollande bereits im französischen Fernsehen geäußert.

"Nokia hat keine Antwort auf den Niedergang" (bertl058)
Erst Bochum, dann Rumänien adé. Das wird wohl nichts mit der Geldflutung zu tun haben, sondern mit Ideenlosigkeit aufgrund vorhandener Strukturen.

"Bei E.on drohen Massenentlassungen" (bertl058)
Die Energiewende steht ja in Bayern nicht hoch im Kurs.

"Massenentlassungen bei Neckermann" (bertl058)
Strukturwandel in Richtung Internet.

"Massenentlassungen bei RWE" (bertl058)
Der vorherige Vorstandsvorsitzende Grossmann war ein erklärter Befürworter der Atomenergie, während sein Vorstandskollege Vahrenholt im erneuerbaren Energiebereich der Konzerns tätig ist. Offensichtlich wurde konzernintern zulange auf die Kapitalverwertung bereits bestehender Anlagen gesetzt.

Man scheint nicht das richtige Maß zwischen Struktureingriffen und Marktwirtschaft zu finden. Darauf deuten auch sozialpolitische Methoden hin. Nach der Finanzkrise von 2008 reagierte die Politik weltweit unglaublich schnell, so daß der Schock einer großen weltweiten wirtschaftlichen Depression zunächst vermieden wurde. Die Legitimation der ersten Stunde ist dahin. Jetzt scheint es aber trotz Geldflutung die Schwächsten zu treffen. Man meidet das Wort und beschwichtigt: In Portugal und Griechenland findet aber jeweils eine wirtschaftliche Depression statt. Das Ende ist noch nicht erreicht, da es anscheinend einen Wettbewerb nach unten gibt. Warum? Man kann auch Wetten auf fallende Kurse abschließen. Daraus läßt sich Gewinn ziehen. Und deswegen werden in den Medien immer wieder die anonymen "Geldmärkte" (niemand hat Verantwortung) erwähnt. Zudem sollte man es nicht unbeachtet lassen, daß in den USA derzeit Wahlkampf ist. So scheint sich der eigentliche Knoten erst nach der Wahl zu lösen. Während der in Öffentlichkeit Europa im Focus steht, wird leicht vergessen, daß Goldman Sachs in Griechenland seine Finger im Spiel hatte.

Das ist der reale Hintergrund der Geldflutung. Die Geldflutung dient dazu, die Liquidität im Finanzsystem aufrechtzuerhalten. Darüberhinaus läßt sich neues Geld nur durch Geld- oder Werthinterlegung generieren. Der Interbankenhandel ist nach wie vor zusammengebrochen. Das wird wohl daran liegen, daß die einzelnen Banken von sich auf andere schließen, was ja wohl auch nicht falsch ist. Deshalb muß die Europäische Zentralbank zur Beruhigung herhalten. Da jedoch die geldziehenden Banken das Geld wieder bei der Europäischen Zentralbank anlegen - selbst zu nahezu Nullzinsen - gelangt das Geld gar nicht auf den eigentlichen Markt. Mit der Folge, daß die eigentliche Geldflut noch gar nicht bemerkbar ist. Dies bedeutet, daß die derzeitigen Massenentlassungen nichts mit der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank zu tun haben. Vielmehr geht es immer noch zentral um die Frage, wer die Lasten der Finanzkrise von 2008 trägt. Die beispielshaft in den Büchern der spanischen Banken stehenden Schulden in Höhe von 3300 Milliarden EUR sind Zeugnis der nach wie vor bestehenden Bedrohung, auch wenn sie mit Werten in unbekannter Höhe unterlegt sind. Deshalb warnen ja die 190 Professoren vor einer Bankenunion: Sie rechnen mit mehr als 100 Mrd. EUR an Verlusten für die öffentliche Hand und mißtrauen dem schwedischen Problemlösungsmodell für die europäische Ebene. Die derzeitige Geldflutung wird sich später bei einer wirtschaftlichen Belebung bemerkbar machen - in Form von wirtschaftlichen Blasen. Eine wirtschaftliche Belebung ist aber derzeit nicht erkennbar.

In Deutschland handelt es sich um eine Sonderkonjunktur, die sich zum großen Teil aus dem Target2-System der EZB nährt. Somit finanziert sich der deutsche Steuerzahler in Form einer Illusion selbst. Wenn sich der BDI-Präsident angesichts der erlahmenden Konjunktur nicht für die Finanzierung der Lasten des europäischen Finanzsystem interessiert, ist dies schon ein Alarmzeichen. Denn wenn sich die Wirtschaft nicht mehr für die Wirtschaft interessiert, scheint die Bodenhaftung vollends verloren gegangen sein.

Somit säubern die Konzerne in Form von Massenentlassungen die Soll-Seite ihrer Bilanzen, womit sie aufgrund ihres Quartalsdenkens verdrängen, daß ihre Mitarbeiter die eigentlichen Aktiva sind, da diese erst die Sachwerte zu dem machen, was den Wert eines Konzerns insgesamt ausmacht. Im Quartal ist dies natürlich nicht so sichtbar.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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19.07.2012 09:11 Uhr von deus.ex.machina
 
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