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Facebook-Spezialsoftware spürt potenzielle Sexualstraftäter auf

Eine in Facebook integrierte Spezialsoftware spaltet derzeit die Gemüter der Nutzer des Social Networks. Wie vor Kurzem bekannt wurde, ist diese Software mit der Chat-Überwachung der Facebook-Nutzer beauftragt. Damit soll sexueller Annäherung an Minderjährige im Internet vorgebeugt werden.

Dabei sind die Daten zunächst keinen Angestellten von Facebook einsichtig, sondern lediglich einer Maschine, die auf bestimmte Wortwahl und andere Faktoren reagiert. Sie löse "selten falschen Alarm aus", betonte Joe Sullivan, der Sicherheitschef des Unternehmens der Nachrichtenagentur Reuters.

Einen beispielhaften Fall für die Effektivität der Software gibt es bereits: die Systeme schlugen Alarm, als ein 20-jähriger US-Amerikaner mit einem 13-jährigen Mädchen in Kontakt trat und begann, über Sex zu schreiben. Der Mann konnte verhaftet werden. Kritiker sehen hier die Privatsphäre verletzt.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Facebook, Software, Sexualstraftäter, Privatsphäre
Quelle: www.spiegel.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.07.2012 10:51 Uhr von m.a.i.s.
 
+7 | -1
 
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In Amerika: ist es leicht, so eine Software zu programmieren, da ist es ja generell verboten, über Sex zu sprechen :-)
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17.07.2012 11:13 Uhr von Hawkeye1976
 
+2 | -1
 
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*lol*: Ich stelle mir gerade die ganzen Fehlalarme dank der "cleveren" Autokorrektur auf Smartphones vor....

Wäre das Reden über Sex verboten, gäbe es keinen Sexualkundeunterricht. Ich fürchte nämlich, dass diese tolle Software keinen Unterschied zwischen einem aufklärenden Chat zwischen z.B. Vater und Tochter (Es soll ja Väter geben, die z.B. die Woche über auf Montage sind und deshalb auch über FB und andere Plattform mit der Familie daheim in Kontakt stehen) und der tatsächlichen Annäherung durch einen Pedophilen macht.
Desweiteren könnte ein Schüler oder eine Schülerin z.B. einen Lehrer oder auch die eigenen Eltern in die Breduille bringen, indem einfach sexuelle Nachrichten gepostet werden. Wäre ja auch nicht das erste Mal, dass z.B. eine Schülerin aus verschmähter Liebe einen Lehrer anzeigt.

Ich halte diese Überwachung für ein sehr zweischneidiges Schwert; einen Schuß, der auch ganz gepflegt nach hinten losgehen kann. Gut gemeint bedeutet nicht immer gut gemacht.
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17.07.2012 15:12 Uhr von liebertee
 
+1 | -0
 
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Idee toll: Aber was ist mit den false-positive hits? Kann man die auch nicht einfach umgehen?
Sobald das bekannt wird stellen sich die Leute (die sowas machen) doch eh drauf ein. Ich sag nur "Stoppschilder" statt "Steroide".

Aber hey, einen Fall haben die doch schon .. *thumbsup* ;D