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Berlin kauft seine Wasserbetriebe zurück

Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum wird am Dienstag Pläne ins Kabinett einbringen, die einen Rückkauf der an RWE verkauften Anteile an den Berliner Wasserbetrieben beinhalten. Geplant ist, dass die Große Koalition in Berlin dem zustimmt. Die RWE-Anteile sollen 654 Millionen Euro kosten.

Die Wasserbetriebe wurden 1999 zum Teil von RWE und Veolia aufgekauft. Berlin behielt zwar 50,1 Prozent der Anteile, gab aber die Entscheidungshoheit ab. Ein Volksentscheid in Berlin verlangte aber die Rekommunalisierung. Nach dem Rückkauf der RWE-Anteile besitzt Berlin 75,05 Prozent der Wasserbetriebe.

Das Kartellamt hatte entscheiden, das die Wasserpreise in Berlin zu hoch sind. Demnach sollen ab 2012 die Preise um circa 15,5 Prozent sinken. Der Rückkauf soll sich selbst finanzieren. Bei gleichbleibenden Zinsniveau reicht der Gewinn, der aus dem Rückkauf entstünde, um ohne Haushaltsmittel auszukommen.


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WebReporter: Stick
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Berlin, Land, Kommunal, Rückkauf, Wasserversorgung
Quelle: www.berliner-zeitung.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.07.2012 07:02 Uhr von saber_
 
+15 | -0
 
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ist ja alles schoen und gut, aber wieviel hat rwe denn dafuer bezahlt?

wieviel zahlt berlin nun drauf?!

echt nett wenn sich das ganze selbst finanziert...aber irgendwer lehnt sich im hintergrund in seinen sessel und reibt sich die haende vor freude....
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17.07.2012 08:19 Uhr von Graf_Kox
 
+11 | -0
 
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fein: Eine Grundversorgung in öffentlicher Hand finde ich generell begrüßenswert.
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17.07.2012 09:12 Uhr von Schischkebap69
 
+3 | -0
 
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jetzt fehlt nur noch das E-Werk und schon das doppelte an Geld wenn jemand drauf kommt
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17.07.2012 09:22 Uhr von Stick
 
+2 | -0
 
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@saber: Berlin bekam 1999 von Veolia und RWE 3,3 Mrd DM. Also ca 1,7 Mrd Euro, der RWE-Anteil betrug 843,5 Mio Euro.
Allerdings wurde 2007 Kapital aus den Wasserbetrieben abgezogen, von RWE 131,2 Mio Euro.

Die Berliner Wasserbetriebe sind hochprofitabel. RWE machte von 2000 bis 2011 758,9 Mio Euro Gewinn aus seinen Anteilen.

Also alles in allem ein deutliches Plusgeschäft für die privaten Eigner.
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17.07.2012 09:26 Uhr von Adrian79
 
+0 | -0
 
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der plan hinter dem kauf ist eher interessant.
das kartellamt ist für staatliche betriebe nicht zuständig und berlin kann nun wieder gewinn aus dem wasserverkauf ziehen.

siehe insbesondere den letzten absatz in diesem bericht:
http://www.spiegel.de/...

aus der news:
"Private Unternehmen erheben dagegen Preise, und die unterliegen dem Kartellrecht. "An unserer grundsätzlichen Auffassung, dass das Bundeskartellrecht hier nicht anwendbar ist, ändert sich nichts", sagte Wasserbetriebe-Sprecher Stephan Natz."

ich denke eher das berlin die anteile kauft, um nicht die derzeitigen einnahmen zu verlieren.

aus der quelle:
"Allein im laufenden Jahr sollen 123 Millionen Euro Gewinn in die Kasse des Berliner Finanzsenators fließen. In den kommenden Jahren sollte es eigentlich noch mehr werden:"

mal sehen was die ganzen bürger sagen, die sich jetzt schon die hände reiben und denken sie bekommen da bald geld wieder...

[ nachträglich editiert von Adrian79 ]
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17.07.2012 09:52 Uhr von Stick
 
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@Adrian: Du hast da was falsch verstanden.
Berlin wollte ursprünglich gar nicht zurückkaufen. Es gab aber einen Volksentscheid in Berlin, der den Senat zum Rückkauf bewegte.

"Allein im laufenden Jahr sollen 123 Millionen Euro Gewinn in die Kasse des Berliner Finanzsenators fließen. In den kommenden Jahren sollte es eigentlich noch mehr werden:"

Wenn Berlin den hochprofitablen RWE-Anteil kauft ist klar, das sich die Gewinne erhöhen werden und genau aus diesen Gewinnen soll ja der Anteil erst bezahlt werden.

"Private Unternehmen erheben dagegen Preise,[...]."

Das bezieht sich auf die momentane Situation. Wie soll denn Berlin seine Anteilsgewinne verlieren, wenn sie gar nicht verkaufen wollen. RWE und Veolia haben damit argumentiert, das sich die Betriebe ja eigentlich in öffentlicher Hand befinden und deswegen das Kartellamt nicht zuständig wäre.

Das Kartellsamt hat bereits geurteilt, das die Preise in Berlin zu hoch sind, die werden ab nächsten Jahr um ca 15€ pro Jahr fallen.

Also nicht gleich immer alles schwarz sehen. Das ist diesmal so Bürger gewollt. ;)

[ nachträglich editiert von Stick ]
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17.07.2012 10:40 Uhr von saccara2
 
+3 | -0
 
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Kann sich der Staat mal ein Beispiel dran nehmen!! Grundsätzlich gehört die Grundversorgung in staatliche Hand, darunter zählt für mich Strom, Gas, Wasser und außerdem die Krankenversorgung inkl. der Krankenhäuser! Es kann nicht sein dass Gewinn mit solchen Sachen Gemacht wird welcher an Aktionäre ausgeschüttet wird!!
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17.07.2012 10:44 Uhr von Teffteff
 
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Wasser vs. S-Bahn: schizophren:
Vorne werden die Wasserbetriebe zurück gekauft und hinten die S-Bahn zum Verkauf ausgeschrieben.

"Berliner Senat bietet Teile der S-Bahn zum Verkauf":
http://www.qiez.de/...
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17.07.2012 11:34 Uhr von FlatFlow
 
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@Teffteff: es geht nicht um Verkauf, sondern um Ausschreibung der S-Bahn neu. Die S-Bahn wird von der DB Bahn betrieben und wie das sehen wir jeden Tag in Berlin (obwohl inzwischen fahren sie wieder ordentlich). Der Senta/Berlin zahlt jeden Tag 1Mil. € Zuschuss zu der S-Bahn!! Es geht um druck gegen die DB aufzubauen, damit sie wieder investieren und nicht nur Kasse machen.
Der Top Manager H. Mehdorn hat die S-Bahn kaputt gespart, jetzt ist er bei Air Berlin, hoffentlich spart er da nicht bei der Flugzeugwartung wie damals bei den S-Bahn Zügen, den die fallen dann runter...
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17.07.2012 12:59 Uhr von Teffteff
 
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@FlatFlow: Du irrst Dich. Es geht diesmal um den Verkauf eines Teiles der Strecken. Möglich macht das, das Ende des Verkehrsvertrages im Jahre 2017. Dieses wird natürlich öffentlich ausgeschrieben, bei der sich auch die Bahn beteiligen kann. Die Entscheidung dabei wird dabei voraussichtlich die Bundesregierung als Haupteigner der Bahn treffen. Diese hat sich bisher aber noch nicht festgelegt. Fakt ist - Wowereit will den Teilverkauf:

Zitat:
"Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will Teile der Berliner S-Bahn verkaufen. Die kommenden Wochen werden zeigen, wer Interesse am Ring und dessen Zubringerstrecken hat. Mit der Ausschreibung stellt sich Wowereit gegen Beschlüsse der eigenen Partei. "Eile ist geboten", sagte der Regierende am Dienstag nach der Senatssitzung zum Teilverkauf. Die Vorlage der Teilausschreibung ließ er noch vor Beginn der Sommerpause im Kabinett verkünden. Stadtentwicklungssenator Michael Müller habe das "auf meine Bitte hin" kurzfristig bewerkstelligt."
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17.07.2012 15:18 Uhr von speak999
 
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Berlin ist demnach nicht pleite: Zuerst regt sich der Bürgermeister über die mehrwöchige Unterbringung des "Waldjungen" auf, da die Stadt anscheinend pleite ist, und nun kauft sie sich mal locker grosse Anteile an den Wasserwerken.. Ja nee, ist klar.

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