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Freiburg: Neonazi wird freigesprochen

In Freiburg stand ein Neonazi vor Gericht, weil ihm versuchter Totschlag in drei Fällen vorgeworfen wurde.

Der einschlägig vorbestrafte 29-jährige Mann soll mit seinem Auto in eine Horde Linksextremisten gefahren sein, um sie zu verscheuchen. Eine Person erlitt dabei schwere Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft plädierte am Montag auf drei Jahre Haft.

Der Neonazi wurde vom Gericht am Donnerstag freigesprochen. Die Richterin begründete das Urteil so: "Justitia ist nicht auf dem rechten Auge blind", der Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten" habe aber auch für Neonazis zu gelten.


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WebReporter: kleefisch
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Neonazi, Freiburg, Freispruch, Totschlag
Quelle: regionales.t-online.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.07.2012 14:57 Uhr von TheUnichi
 
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DerBelgarath: Wenn du mich beleidigst und sagst, ich soll abhauen und ich dich dann abknalle, ist das dann auch Notwehr? Ist ja nur die Zuhilfenahme einer Waffe nach Aufforderung durch dich.

Sowohl mit einer Waffe, als auch mit einem Auto kann man Menschen ziemlich schnell und schmerzlos töten.

Gehört der Nazi aus der News der gleichen Gruppierung bzw. Szene an wie du? Nicht, dass die Linken nun unschuldig wären, aber der Nazi halt eben einfach mal auch nicht. Eigentlich gehören beide Fraktionen weggesperrt.
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13.07.2012 09:15 Uhr von TheUnichi
 
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DerBelgarath: "Wäre ein Migrant der Insasse und die Glatzen die Angreifer, würden mir diejenigen, die jetzt am deutschen Notwehrrecht herumkritteln, eifrig zustimmen."

Falsch, das Problem ist, dass in diesem Fall einfach beide Parteien gleich schuld sind und entweder beide oder garkeiner weggesperrt werden sollten (Am besten beide)
Du allerdings akzeptierst, dass es für den Nazi Notwehr war und hoffst, dass die Linken weggesperrt wurden und DAS ist ungerecht. Jemandem mit einem Auto zu überfahren ist keine unmenschlichere Tat als jemanden mit Pfefferspray zu "bedrohen"
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13.07.2012 09:42 Uhr von TheUnichi
 
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Edit-Zeit vorbei: Ich meine natürlich "menschlichere Tat"
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13.07.2012 16:27 Uhr von ElChefo
 
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Unichi: Wie kann jemand daran schuld sein, auf einem Parkplatz von einer Gruppe "Andersdenkender" angegriffen zu werden? Wie kann man daran schuld sein, wenn man bei einem solchen Angriff nicht gerade rational reagiert - sondern eben panisch?

"Dagegen sprächen zwar frühere Äußerungen des Angeklagten - auf Facebook soll er wenige Tage zuvor geschrieben haben, er warte nur darauf, "dass mal einer angreift" (und meinte damit offenbar die Antifa). Doch ein Zweifel bleibe, auch weil ihn Polizisten kurz nach dem Angriff als "panisch" erlebten."

(http://www.spiegel.de/...)

Man mag ja gerne die Gesinnung dieser dünn behaarten Menschen verurteilen. Sie anzugreifen und dann zu meckern, wenn sie sich bedroht fühlen allerdings gehört nicht ins rechtstaatliche Instrumentarium der Opposition. Weggesperrt gehören jene, die sich und ihre Ansichten über die anderen stellen und glauben, mit Repression irgendwie punkten zu können.

Es ist dabei auch vollkommen unwesentlich, ob das Auto ein "schlimmeres" Werkzeug als das Pfefferspray ist, sondern das jemand hingegangen ist und mit dem Pfefferspray eine Bedrohungskulisse geschaffen hat. Bürgerrechte beinhalten nämlich auch das Recht auf Unversehrtheit - welches durch das Pfefferspray und den Angriff einer Menschengruppe auf einen einzelnen verletzt wurde.
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13.07.2012 19:58 Uhr von TheUnichi
 
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ElChefo: Denk doch mal drüber nach.

Du stehst auf einem Parkplatz
Da kommen 3 Linke und pöbeln dich an und bedrohen dich mit Pfefferspray
Du stehst an deinem Auto
Du steigst ein (Da macht das Pfefferspray schonmal keinen Schaden mehr)
Du drehst den Schlüssel und fährst los

...

Du überfährst sie

Das ... seid ihr, es wird sich einfach nichts dabei gedacht. Man kann einfach dran vorbei fahren und Anzeige erstatten, man kann im Auto bleiben und mit dem Handy die Polizei rufen, man kann vielleicht sogar so tun als würde man sie anfahren wollen, aber es nicht tun, um sie zu vertreiben, aber neeein, was tut man, man fährt einfach drüber. Das ist die richtige Denkensweise? das macht einen intelligenten, denkenden Menschen aus? Sagt mir, wo ist mein Denkfehler? Habe ich das überfahren der Linken gutzuheißen weil die ja angefangen haben? Sicher, dass ihr erwachsene Menschen seid?
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14.07.2012 06:08 Uhr von ElChefo
 
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Unichi: Nochmal in langsam und von vorne, wenn du mir schon was vorwerfen willst.

"Freiburg - Der Zwischenfall ereignete sich am Abend des 1. Oktober 2011: Der vorbestrafte Neonazi Florian S. wartete in seinem Mitsubishi Colt auf einem Parkplatz in der baden-württembergischen Gemeinde Riegel, er wollte Gesinnungsgenossen zu einer geheimen Party lotsen. Plötzlich liefen vermummte Linke auf ihn zu, einer von ihnen hatte zumindest eine Sprühdose Reizgas dabei."
(Zitat aus dem oben angebrachten Spiegel-Bericht)

Es ist nur die Rede davon, das es drei Verletzte gegeben hat, nicht, das es "nur" drei Angreifer gab. Desweiteren kannst du aus dem Zitat entnehmen, das er IN seinem Wagen gewartet hat. Was du natürlich NICHT nachfühlen kannst ist, wie er sich dabei gefühlt hat, als die Horde ihn angriff. Brauchst du auch gar nicht, da das nicht im geringsten maßgeblich für die Einschätzung seiner Lage ist.

Ich gehe auch mal davon aus, das du noch nie im Leben in eienr echten Paniksituation gestanden hast (ich schon) oder andere Menschen in einer solchen hast reagieren sehen. Da kommen die "lustigsten" Dinge bei herum. Sei mal nicht allzusehr von dir überzeugt.

Fakt ist:
Du wirst angegriffen.
Du kannst die Lage kaum bzw. unzureichend überblicken.
Du reagierst.
Dein Ziel ist Selbsterhaltung.
...was dann folgt kann niemand absehen. Menschen entwickeln Kräfte und Folgerungen, die NIEMAND jemals vorher absehen kann. Das kann alles von absolutem Heldentum bishin zum Prinzessinnendasein abdecken.

Wer einen anderen Menschen angreift, muss mit dem ganzen Spektrum rechnen und hat absolut keinen Anspruch auf einen Hauch von Mitleid, wenn es mal ins Auge geht. Es gibt natürlich Grenzen, aber... in diesem Fall hätten die Antifanten sich einfach mal nicht mit dem Falschen anlegen sollen.

Zu deiner Frage, wo dein Denkfehler sei:
Du warst nicht dabei, du kannst nicht abschätzen, wie du in der Situation reagiert hättest. Und wenn die Vorzeichen nur ein wenig anders stehen würden, mit politisch korrekteren "Tätern" und "Opfern", würdest du mir Recht geben.
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16.07.2012 07:15 Uhr von TheUnichi
 
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ElChefo: Du hast nur Dinge durchgekaut, die bereits Fakt waren, aber das rechtfertigt nach wie vor nicht, dass man 3 Menschen mit einem Auto überfährt. Natürlich reagiert man in solchen Situationen panisch, aber auch Selbstkontrolle gehört zur Persönlichkeit eines Menschen und fehlt diese, landet man auch einfach mal schnell hinter schwedischen Gardinen.

Der Nazi hatte in dem Moment doch absolut nichts zu befürchten oder hatte sein Auto keine Verriegelungsmechanismen? Er hätte absolut alles tun können, wegfahren und dran vorbeifahren, die Polizei rufen (Ach sorry, war ja ein ultrageheimes "Geheimtreffen", da muss man ja aufpassen), einfach nur drin warten bis sie keine Lust mehr haben, was hätten sie getan? Das Auto demoliert? Dann hätten sie bei weitem mehr Probleme als zwei Verletzte, denn hier liegen die Strafen weitaus höher. Weiterhin möchte ich zitieren, ""Im Zweifel für den Angeklagten" habe aber auch für Neonazis zu gelten."

Richtig, ich war noch nie in derartigen Situationen, es gibt Menschen, die gehen Konflikten einfach aus dem Weg und/oder provozieren sie erst garnicht (Dazu zählt auch das Nicht-beitreten von Organisationen, die eigentlich nur existieren, um Gewalt zu fördern, ob Links oder Rechts ist dabei Oben wie Unten)
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16.07.2012 15:00 Uhr von ElChefo
 
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Unichi: Dieselbe Selbstkontrolle kann man allerdings doch auch von den Antifanten erwarten, die diesen Angriff geführt haben, oder?
Wieso sollte dieser Mann denn einem Akt der Rechtsgutverletzung weichen? Er hatte doch jedes Recht dort zu sein, wo er war? Niemand hat das Recht, ihn von diesem Platz zu entfernen, egal mit welchen Mitteln (...jetzt mal abgesehen von polizeilichen Platzverweisen).

Auch auf die Gefahr hin, das ich mich wiederhole:
Hätten die Antifanten an diesem Abend niemanden angegriffen, hätte es jetzt diese Verhandlung gar nicht gegeben, die drei hätten nicht ins Krankenhaus gemusst und alles wäre total tutti.

Nebenbei, zum Thema Selbstkontrolle empfehle ich die Lektüre des §33 StGB "Überschreitung der Notwehr". Ist die kleine, deutlich unbekanntere Schwester von §32.

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