11.07.12 15:01 Uhr
 6.017
 

Düsseldorf: Gerichtsposse - Muss Beute aus Diebstählen auf Hartz IV angerechnet werden?

Mit einem doch sehr ungewöhnlichem Fall muss sich derzeit das Düsseldorfer Amtsgericht beschäftigen. Hier steht ein Ehepaar vor Gericht, dem Sozialbetrug vorgeworfen wurde.

Bei einem Diebeszug erbeuteten die beiden Schmuck im Wert von mehr als 200.000 Euro. Diesen wiederum machten sie beim Pfandleiher zu Geld. Hier bekamen sie 15.000 Euro dafür. Und genau diese 15.000 Euro hätten angegeben werden müssen, so das Gericht.

Denn: Während der letzten Jahre lebte das Paar von Leistungen vom Staat, darunter auch Hartz4. Zusammengerechnet 82.435,53 Euro. Die Verteidigerin der Angeklagten vertritt eine gänzlich andere Ansicht. Von der wiederum war das Gericht so verdutzt, dass die Verhandlung vertagt wurde.


WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Prozess, Düsseldorf, Beute
Quelle: www.express.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
11.07.2012 15:10 Uhr von bpd_oliver
 
+6 | -16
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
11.07.2012 15:13 Uhr von Phyra
 
+69 | -1
 
ANZEIGEN
wenn man die aussage der verteidigung anspricht muss man sie auch nennen, minus von mir.
Kommentar ansehen
11.07.2012 15:26 Uhr von m.a.i.s.
 
+36 | -0
 
ANZEIGEN
und welches Argument vertritt die Verteidigerin? Das kann man ohne die Quelle zu lesen nicht herausfinden.
Ausserdem frage ich mich, nachdem ich sowohl die Argumente der Verteidigung, wie auch der Anklage inzwischen kenne, welch blödsinnige Argumentation von beiden Seiten geführt wird.
Die beiden haben einen Diebstahl begangen, den kein Mensch der Welt auf irgendeinem Amt deklarieren würde (Anklage) noch kann man von einem Minus von 185000 € bei einem illegal "erworbenen" Betrag ausgehen (Verteidigung).
Sind die alle besoffen oder wird da vor der Gerichtsverhandlung kostenlos Koks verteilt? Mann, Mann...

[ nachträglich editiert von m.a.i.s. ]
Kommentar ansehen
11.07.2012 15:59 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+7 | -5
 
ANZEIGEN
Jo klar lol: "Und genau diese 15.000 Euro hätten angegeben werden müssen, so das Gericht."

Wie lächerlich issen das ?
Werden Verbrechen somit geduldet, oder wie soll man das verstehn ? lol Wenns keiner mitbekommt, einfach nur der Arge melden, dass man 15.000 € aus dem Verkauf von Schmuck bekommen hat.

Wenn das bekannt ist, dass die das geklaut haben, dann muss man da gar nix anmelden, weils Geld aus einer Straftat ist....die Richter und die Arge wären doch damit auch in dieses Verbrechen verwickelt, nach diesesm Richterspruch. So gesehn...
Kommentar ansehen
11.07.2012 16:09 Uhr von zabikoreri
 
+16 | -2
 
ANZEIGEN
Wenn ich das hier so lese, hätten die Beiden den ´Verlust´ von 185.000 € eigentlich als Verlust von der Steuer absetzen sollen!

Kompletter Schwachsinn das Ganze!
Kommentar ansehen
11.07.2012 16:11 Uhr von Suffkopp
 
+6 | -2
 
ANZEIGEN
Argumentation der Verteidigung: "„Die 200.000 Euro, die mein Mandant bei dem Diebstahl angeblich erbeutet hat, sind tatsächlich sein Minus – er muss ja den Schaden ersetzen. Dagegen stehen 15 000 Euro plus. Das macht in der Bilanz ein Minus von 185.000 Euro.“ "

Da hätt ich als Richter aber gleich drauf geantwortet.
Kommentar ansehen
11.07.2012 16:20 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+7 | -7
 
ANZEIGEN
Der: Schmuck hatte einen Wert von 200.000 Euro, wenn sie den für 15.000 verkaufen müssten Ihnen trotzdem die vollen 200.000 angerechnet werden.

Wer ein Haus hat und in das ALG2 abrutscht muss es auch verkaufen, dabei wird der Wert des Hauses ermittelt und angerechnet, wenn derjenige es zu einem niedrigeren Preis verkauft dann hat er Pech, denn es wird der volle Wert des Hauses angerechnet.

Irgendwie ungerecht das Diebe hier bevorzugt behandelt werden.
Kommentar ansehen
11.07.2012 16:41 Uhr von tulex
 
+16 | -1
 
ANZEIGEN
Der eigentliche Dieb: ist der Pfandleiher....

15.000€ für Schmuck im Wert von 200.000€
Kommentar ansehen
11.07.2012 16:59 Uhr von m197m
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@tulex: Das ist nicht ganz richtig tulex, denn wenn ein Pfandleiher die Sachen zu einem höheren Betrag versteigert muss er die Differenz auszahlen, gegen Vorlage des Pfandscheins.
Kommentar ansehen
11.07.2012 18:33 Uhr von cvzone
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Letzten Jahre Hartz4? Bei 82.000 Euro wohl eher die letzten 15 Jahre.
Kommentar ansehen
11.07.2012 18:41 Uhr von Fireproof999
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
@Child-of-Sun: Das stimmt so aber nicht! Wer ein vollständig abbezahltes Eigenheim besitzt muss dieses selbstverständlich NICHT verkaufen! Das ist für den Staat sogar billiger da keine Miete sondern nur Nebenkosten anfallen. Enteignungen gibt es in Deutschland seit langem nicht mehr.

Solange jedoch für das Eigentum noch Raten abgezahlt werden müssen, sieht das ganze wieder anders aus. Der Staat finanziert nämlich nicht die Finanzierung von Eigentum. Damit würde der Staat nämlich quasi dem Bürger das Eigentum bezahlen. Daher werden in solchen Fällen die Häuser und Wohnungen verkauft/versteigert.
Kommentar ansehen
11.07.2012 19:06 Uhr von KingPiKe
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
@Zeus35: Warum soll das logisch sein. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie das Geld und hätten es angeben müssen. Das sie es wieder verloren haben, ist doch quasi deren eigenes verschulden. Ich bekomme auch kein H4, wenn ich mein Gehalt am Spielautomaten verliere...

Verstehe auch nicht, was es da zu Zweifeln gibt. Wenn jemand nebenbei schwarz arbeitet ist das ebenso illegal und das Geld was er dabei verdiente, wird auch angerechnet und muss somit später zurückgezahlt werden.
Kommentar ansehen
11.07.2012 20:51 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -3
 
ANZEIGEN
Die Anwältin ist genial denn sie rechnete dem Gericht - völlig richtig - ein Minus vor, das beim Arbeitsamt nicht angegeben werden muss. Die 200.000 Euro des Schmucks müssen ja zurück gezahlt werden - da sind die 15.000 kein Gewinn - sondern 185.000 Euro Minus.
Kommentar ansehen
11.07.2012 22:58 Uhr von dommen
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Das Problem ist auch bei uns in der Schweiz: bekannt. Wenn einer z.B. 2.5 Millionen mit Drogenhandel verdient hat, drückt man ihm neben der Haftstrafe, der Busse usw. auch eine Steuerlast auf. Man kann ihm das zuletzt übrige Geld aber trotzdem nicht einfach wegnehmen, da er es "verdient" hat... kranke Welt...

Refresh |<-- <-   1-14/14   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Polen: Wildtier schürt "Hass auf Deutschland"
airberlin: Prämienmeilen können wieder eingelöst werden
Studie: AfD-Wähler sind keine Abgehängten, sondern einfach radikal rechts


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?