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Den Haag: Kindersoldaten-Kommandant muss 14 Jahre in Haft

Der Mitte März schuldig gesprochene kongolesische Ex-Milizenführer Thomas Lubanga wurde vom internationalen Gerichtshof zu 14 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Als Begründung gaben die Richter "Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten sei ein sehr schweres Verbrechen" an.

Lubanga indes plädierte jedoch auf nicht schuldig, obwohl er erwiesenermaßen während des Bürgerkriegs in der ostkongolesischen Provinz Ituri 2002 und 2003 mehrere tausend Kindersoldaten zwangsrekrutieren, in Ausbildungslagern misshandelte und mit Drogen gefügig machen ließ.

Der mutmaßliche Gründer der Union Kongolesischer Patrioten (UPC) und frühere Kommandeur der Patriotischen Kräfte für die Befreiung des Kongo (FPLC) wurde 2006 nach Den Haag überstellt. Im Laufe von 204 Prozesstagen riefen die Staatsanwaltschaft und Verteidigung mehr als 60 Zeugen auf.


WebReporter: Toscanelli
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Haft, Den Haag, Kindersoldat, Kommandant, Internationaler Gerichtshof
Quelle: www.welt.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.07.2012 13:22 Uhr von Toscanelli
 
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Wie kann jemand bei so einer erdrückenden Beweislast seine Taten nur abstreiten? Seine Aussage, er habe nie Zwangsrekrutierungen von Kindersoldaten akzeptiert oder toleriert, glaubt Lubanga doch selber nicht?!
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16.10.2012 12:59 Uhr von muhschie
 
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Wenn er unschuldig wäre, hätte er schon über 6 Jahren in Den Haag gesessen.
Auch heftig. Aber hier treffen die langsamen Mühlen zum Glück den richtigen.

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