07.07.12 09:14 Uhr
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Wegen exorbitanter Gebührensteigerung - Diskobetreiber wollen GEMA verklagen (Update)

Wie bereits bekannt ist, plant die GEMA bei den Gebühren für Diskothekenbetreiber teilweise drastische Gebührenerhöhungen (ShortNews berichtete). Doch nun regt sich offener Widerstand dagegen.

Der Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe erklärte nun, dass seine Mitglieder gegen diese Erhöhung klagen werden. Denn durch diese enormen Mehrkosten stünden viele Betriebe vor dem Aus.

Im Falle des BDT-Schatzmeisters Hajo Römer, der selbst einen Club betreibt, geht es um eine Steigerung von unfassbaren 500 Prozent. Derzeit zahlt er schon jedes Jahr 6.000 an die GEMA. Sollte die Erhöhung kommen, müsse auch er schließen.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Musik, Gebühr, GEMA, Discothek
Quelle: www.allgemeine-zeitung.de

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34 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.07.2012 09:14 Uhr von spencinator78
 
+49 | -9
 
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Ich frage mich echt was sich unser ´Staat´, wenn man es denn noch so nennen will, bei sowas denkt. Der zahlt 6.000 Flocken im Jahr um Musik spielen zu dürfen (!), und nun kommen die daher und verlangen auf einmal fünffache?? Ja sind die denn nur nicht mehr ganz dicht? Wer soll denn sowas bitte bezahlen? Wo sollen die denn solche Summen her nehmen? Naja dann machen die eben Reihenweise zu, bedeutet weniger Steuern und mehr Arbeitslose. Kaum vorstellbar das sich das noch rechnet.
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07.07.2012 09:16 Uhr von artefaktum
 
+62 | -0
 
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@spencinator78: "Ich frage mich echt was sich unser ´Staat´, wenn man es denn noch so nennen will, bei sowas denkt."

Die GEMA ist eine private Vereinigung. Das hat mit dem Staat gar nichts zu tun.

Diese "Erhöhung" ist freilich wirklich eine Frechheit.

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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07.07.2012 09:45 Uhr von DerMaus
 
+21 | -1
 
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500% mehr ist übel aber teilweise gibt es da Steigerungen von über 1000%, also mehr als das Zehnfache an Ausgaben.
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07.07.2012 10:01 Uhr von IceWolf316
 
+39 | -3
 
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Ich: bin zwar kein Freund von Discos, aber daran hängen auch exitenzen und diese werden durche eine Private organisation derart bedroht das sie vor dem aus stehen? Wo greift den der Staat da regulierend ein? Ist es nicht die Pflicht des Staates dafür zu sorgen das wir hier VERNÜNFTIGE Rahmenbedingungen haben? Ich würde meinen Hintern darauf verwetten das die GEMA den Staat schmiert...
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07.07.2012 10:03 Uhr von Sarah0117
 
+23 | -2
 
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unglaublich: So was ist doch wohl eine unglaubliche Frechheit.

Man stelle sich mal vor: Ich gehe in einen Laden und muss für eine Flasche Wasser statt 1 Euro nun 5 bis 10 Euro bezahlen.
Was mache ich? Ich gehe wo anders hin!

Aber zu dieser Gema gibt es leider nach wie vor keine Alternative und deren Rechte gehen einfach viel zu weit, wenn denen nicht bald mal jemand einen Riegel vorschiebt, gibt es keine Musik mehr in Deutschland.
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07.07.2012 10:04 Uhr von IlIlIlIlIlIlIlIlIlI
 
+35 | -0
 
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Ist wie mit der GEZ - der Staat denkt dabei gar nichts. Und genau das ist leider das Problem. Erlaubte Massenabzocke, nichts anderes ist das in beiden Fällen.
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07.07.2012 10:05 Uhr von artefaktum
 
+5 | -10
 
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@IlIlIlIlIlIlIlIlIlI: "der Staat denkt dabei gar nichts"

Nochmal: Damit hat der Staat überhaupt nichts zu tun.
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07.07.2012 10:07 Uhr von IlIlIlIlIlIlIlIlIlI
 
+20 | -0
 
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Deswegen steht da ja, dass der Staat "nichts" dabei denkt. Das SOLLTE er aber, das war gemeint, Einstein.
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07.07.2012 10:10 Uhr von artefaktum
 
+0 | -8
 
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@IlIlIlIlIlIlIlI: Was soll der Staat denn dabei denken?
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07.07.2012 10:13 Uhr von spencinator78
 
+3 | -1
 
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@artefaktum: Da bin ich leider zwischen GEZ und GEMA durcheinandergeraten, sorry. Ändert allerdings nichts an dem Fakt an sich :)
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07.07.2012 10:16 Uhr von artefaktum
 
+4 | -0
 
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@spencinator78: "Ändert allerdings nichts an dem Fakt an sich :)"

Der Laden ist in der Tat größenwahnsinnig.
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07.07.2012 10:29 Uhr von Python44
 
+5 | -24
 
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07.07.2012 10:41 Uhr von Suffkopp
 
+1 | -12
 
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07.07.2012 10:49 Uhr von lilapause75
 
+2 | -0
 
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ich: sag nur die gema ist doch eine organisierte verbrecherbande!!!
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07.07.2012 10:50 Uhr von Aggronaut
 
+12 | -2
 
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Python44: mitarbeiter, strom, reperaturen, miete sowie steuern bekommt man alles gesschent oder wie stellst du dir das vor??
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07.07.2012 11:11 Uhr von Antonio8307
 
+5 | -0
 
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an sich net verkehrt: geht es doch um 5,10% ? des eintrittspreises.. was ich jetzt nicht unbedingt als abzocke sehe.. die echte abzocke liegt wohl darin, dass einfach nach qm gegangen wird und behauptet, die discos wären auch unter der woche vollbesetzt...
frag ich mich wer auf so eine idee kommt.. man müsste dann wenn, eher verpflichtend machen 5% der eintrittspreise abzuführen, aber auch nur von jedem gast, der tatsächlich rein ist und nicht von einer hochrechnung...

jedenfalls alles soweit ich das verstanden hatte...
ich verteufle die gema nicht, finds nur absurd, wieviel die gema für aufwendungen selbst einbehält.. wer kontrolliert das überhaupt? für was haben die bitte 2010 127 millionen benötigt?
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07.07.2012 11:15 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -0
 
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ich denke mal weniger für: ihren Verwendungszweck als für ihre eigenen Leute
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07.07.2012 11:16 Uhr von sub__zero
 
+6 | -1
 
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Python44: Richtig, genaugenommen nennt sich das Umsatz.

Diesen Umsatz kann er aber erst generieren, nachdem er Unsummen in sein eigenes Lokal/oder was auch immer investiert hat oder ein entsprechendes Lokal gemietet hat.
Von diesem Umsatz muss er dann folgendes abziehen (um nur ein paar Posten zu nennen):
- Getränke
- Kellner
- DJs (kosten bis zu ein paar tausend Euro pro Stunde)
- Sound & Light Equipment
- Versicherungsbeiträge
- Strom
- Wartung
- Instandsetzung
- Modernisierungen
- usw.

Ja, es gibt sie, diese Clubeigentümer, die an einem Wochenende um einen 4- bis 5-stelligen Betrag reicher werden, aber glaubst du denn allen Ernstes, dass jeder Clubeigentümer/mieter im Geld schwimmt?

Die Kalkulation hätte übrigens von dir kommen können:
Die GEMA geht einfach davon aus, dass die Clubs/Bars/usw. von der ersten bis zur letzten Minute bis zum letzten Platz voll sind, von Januar bis Dezember.
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07.07.2012 11:25 Uhr von Shitbread
 
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Gema kacken!

Mehr kann ich dazu nicht sagen.
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07.07.2012 11:41 Uhr von DrOtt
 
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hmmm Wenn die das echt durchbringen, dann sehe ich schon tausende illegale Hinterhof- und Kellerpartys wie Pilze aus dem Boden sprießen. Und dann Kassiert kaum einer mehr...
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07.07.2012 12:09 Uhr von Suffkopp
 
+2 | -0
 
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@jimboo: das war exemplarisch, denn ich kann es nicht belegt lesen. Ich lese immer nur 500% mehr - die gehen alle pleite usw. usw. OHNE Zahlen.

Dann versuch ich es mal anders herum von dem was ich verstanden hab:

Gema will 5% je Eintrittpreis je Gast. das wäre noch gut. Nun rechnet die GEMA aber hoch und sagt: Disco = 1000 qm - also passen 2000 Leute da rein - Eintritt kostet 10EUR = GEMA will 10 * 2000 * 5% = 1000EUR anstatt wirklicher Zahlen (egal ob 1000EUR via Eintritt eingenommen wurden).

Warum kommt dann keiner auf folgende Idee: Disco sagt Eintritt kostet generell 0,50 EUR oder ganz umsonst? Dafür sollte jeder jeder seinen Getränken etwas dazuspenden.

Das müsste ein Jurist natürlich Gegen-GEMA konform festzurren. Wäre allemal besser als zu jammern. Schlagt die GEMA mit den eigenen Waffe, Die wollen vom EINTRITT - dann sollen sie den haben: ändert den EINTRITTSPREIS. Macht es wie damals zu End-DDR Zeiten mit dem berühmten Cent.
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07.07.2012 12:44 Uhr von Petabyte-SSD
 
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Selber Schuld die Discobetreiber: Was betreiben die auch eine Disco?
In diesem Land wird man nur noch belohnt wenn man die Hände in den Schoss legt, daheim bleibt und von H4 lebt.
Sollte jeder so machen.....
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07.07.2012 12:53 Uhr von Hawkeye1976
 
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Unwissen pur! Die Discotheken zahlen seit 1959 quasi noch immer den Einführungstarif. Eine Pauschale für bis zu 16 oder mehr als 16 Veranstaltungen im Monat. In der regel zahlen Discos und Clubs aktuell etwa 30-60€ an die GEMA (kann man alles nachrechnen), während jeder andere Veranstalter schon heute nach Fläche und Eintrittspreis zahlt, wird bei Discos dieser bisher gar nicht mitberechnet. Die Disco/der Club zahlt diese 30-60 pro Abend egal, ob nun 1 Euro Eintritt verlangt wird oder 20.

Geplant sind jetzt 10% des geldwerten Vorteils aus den Eintrittsgeldern, wobei pro m2 1 Gast gerechnet wird. Das macht bei einem 300m2 Club mit 10€ Eintritt also 300€ von 3000€ Eintrittsgeldern. Laut den Statistiken machen die Türeinnahmen etwa 20% des Gesamtumsatzes aus. Also soll eine Disco, die etwa 15.000€ an einem Abend einnimmt davon quasi 2% an die GEMA zahlen, wo bisher nur im besten Fall 0,4% gezahlt wurden.

Selbst mit allen Zuschlägen (GVL steht noch nicht fest, 5-Stunden-Regelung steht zur Disposition) dürfte die Gesamtgebühr brutto dann inkl. GVL wohl kaum die 5%-Hürde nehmen.

Fragt ihr euch eigentlich in eurem blinden Hass auf die GEMA, warum DEHOGA & Co nur die bevorstehenden GEMA-Kosten nennen und nicht die Einnahmen dazu in Relation?

Nachtrag:
Auf den Prozess kann man sich nur freuen, denn da wird der Herr dann seine Bücher auf den Tisch legen müssen.

[ nachträglich editiert von Hawkeye1976 ]
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07.07.2012 13:05 Uhr von Suffkopp
 
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Jetzt hab ich mal mir: den neuen Tarif angeschaut. Was jeder zahlt bestimmt doch irgendwie jeder selber.

Und was sehe ich da: das was ich fast vermutet habe.

Eine Disco von 500 qm hat wohl Wahl zwischen 110,00 EUR (bis 2 EUR Eintritt), 150 EUR (bis 3 EUR Eintritt) und 500 EUR (bei 10 EUR Eintritt).

Eintritt senken auf 1,99 damit man den geringsten Satz zahlt und den Rest durch andere Aktionen wieder reinholen.

Rechnen kann manchmal auch für Kaufleute einfach werden. Wenn sie denn wollen, anstatt zu jammern. Also ich würd mir zumindestens in diese Richtung Gedanken machen und es juristisch absegnen lassen.

Mein Opa hat immer gesagt: Not macht erfinderisch.
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07.07.2012 13:33 Uhr von Suffkopp
 
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@jimbooo: das ist doch das was ich sage. Man muss eben über neue Ideen nachdenken um die Gebühren zu senken. Neben dem Eintritt gibt es ja noch eine 2. Komponente: die Dauer

Begrenzung auf 5 Stunden Disco - danach auschillen ohne Musi z.B. (wenn vlt. auch nicht machbar) - aber nachdenken drüber sollten sie anstatt gleich los zu jammern.

Neue Ideen im verborgenen finden, die die GEMA überraschen.

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