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Köln: Ärztin wusch Wunde mit Putzmittel aus

Zu einer schweren Verwechslung kam es in einer Kölner Klinik. Einer Patientin wurde eine Wunde versehentlich mit Putzmittel ausgewaschen. Nun wurden dem Opfer 6.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen.

Die 43-jährige Patientin hatte sich im Jahre 2006 wegen Abszessen an der Brust operieren lassen. Anstatt zur Wundspülung zu greifen, verwechselte die Ärztin diese mit einer Spülmittelflasche, was bei der Frau zu zusätzlichen Schmerzen und Verätzungen führte.

Außerdem wurde der Heilungsprozess durch diese Unachtsamkeit um gute sechs Monate verzögert. Das Opfer hatte eine Schadensersatzsumme von 30.000 Euro gefordert, da sie seit der Operation unter ständigen Schmerzen leide. Die zuständigen Richter hielten diesen Betrag jedoch für zu hoch.


WebReporter: .clematis.
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Köln, Klage, Wunde, Putzmittel
Quelle: www.derwesten.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.07.2012 18:34 Uhr von Allmightyrandom
 
+35 | -3
 
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Klar---: 6000€ für einen groben Fehler finde ich wiederum viel zu wenig!

Allein 6 Monate extra für den Heilungsprozess... 1000€ im Monat fürs krank sein und schmerzen haben ist doch Dumping!

[ nachträglich editiert von Allmightyrandom ]
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03.07.2012 19:51 Uhr von rolf.w
 
+5 | -0
 
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@Allmightyrandom: Auch wenn es hier als Fakt wiedergegeben wird, würde ich das mit den 6 Monaten Heilungsverzug nicht unbedingt auf die Goldwaage legen.
Es gibt da, soweit ich das weiß, keine genauen Tabellen, wann was wie verheilt zu sein hat.
Klar, normalerweise sagt man, nach ca. 10 Tagen werden bei einem Schnitt die Fäden gezogen und nach weiteren 1-2 Wochen ist alles vergessen. So ist es meist und so sollte es wohl auch eigentlich sein.
Aber ich denke man kann da nicht einfach sagen, ups, falsche Flüssigkeit = 6 Monate Heildauer.

Sicher ist der Frau aus Unachtsamkeit der Ärztin ein Schaden zugefügt worden, das will keiner bestreiten. Nur den Umfang des Schadens zu taxieren ist kaum möglich.
Es ist da eben nicht so, dass eine Schraube abgebrochen ist die man ausbohrt und ersetzt.
Vielleicht hat sich etwas entzündet, aber nicht wegen der falschen Flüssigkeit, sondern weil sich eben doch irgendwie ein Keim eingeschlichen hat. Mag doch sein?!
Vielleicht war auch nach 4 Wochen alles wieder soweit OK aber die Frau dachte wirklich, noch Schmerzen zu haben. Sowas kommt vor und ist eher natürlich.

Ich denke, diese und noch weitere Faktoren muss das Gericht abwägen und dann entscheiden. Da die Ärztin mit Sicherheit eine Berufshaftpflicht hat wird ihr die zu zahlende Summe recht egal sein. Sie darf so oder so jetzt erstmal höhere Beiträge zahlen.

Da wir wohl alle die genaue Urteilsbegründung nicht kennen, können wir so auch nicht sagen, ob die 6000 Euro gerechtfertigt sind oder nicht.
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03.07.2012 19:54 Uhr von rolf.w
 
+4 | -1
 
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@Terrorstorm: "Zwar ist es in den USA auch übertrieben (dort im Gegenteil zu hoch),....."

Was wir von da erfahren sind meist nur die "sensationellen" Urteile aus der 1. Instanz, wo Geschworene das Urteil zu fällen haben. Was am Ende wirklich dabei heraus kommt erfahren wir für gewöhnlich nicht.
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03.07.2012 21:20 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+8 | -0
 
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Komische Sache: Bewahren die ihre Medikamente usw im Putzschrank auf ? Vor allem sind solche Sachen doch sicher gekennzeichnet ^^

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