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Interferometrische Signale: Deutschen und russischen Forschern gelingt Durchbruch

Forscher des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn und des Astro Space Centers (ESC) in der russischen Hauptstadt Moskau haben erstmals interferometrische Signale, so genannte "Frings", zwischen zwei Radioteleskopen erhalten. Das sorgt für extrem hohe Winkelauflösungen anderer Galaxien.

Die beiden Kooperationspartner haben dabei die beiden Radioteleskope in Effelsberg (Eifel) und das "Spektr-R" dank des Software-Korrelationsrechners DiFX miteinander verbunden. Erstes Ziel der gemeinsamen Weltraumbeobachtung ist die Galaxie "BL Lacertae", rund 900 Millionen Lichtjahre entfernt.

Das etwa zehn Meter große russische Teleskop befindet sich an Bord des Satelliten "Spektr-R", der seit Juli 2011 mit einem maximalen Abstand von 350.000 Kilometern um die Erde kreist. Die beiden Teleskope registrieren zeitgleich Radiosignale einer Quelle und korrelieren sie.


WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Satellit, Durchbruch, Teleskop, Signal
Quelle: www.mpifr-bonn.mpg.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.07.2012 14:23 Uhr von Rheinnachrichten
 
+12 | -1
 
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Das Bild zeigt das Radioteleskop Effelsberg in der Eifel. Man darf gespannt sein. Wenn ich das richtig verstanden habe, lassen sich mit interferometrischen Daten wesentlich genauere Beobachtungen weit entfernter Himmelskörper und Galaxien entdecken.

Es dürfte damit so sein, wie immer in der Wissenschaft. Jede neue Erfindung (oder auch Erklärung) zieht ein Bündel weiterer Fragen nach sich. Es bleibt also spannend.

[ nachträglich editiert von Rheinnachrichten ]
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03.07.2012 14:47 Uhr von karmadzong
 
+7 | -1
 
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Prinzipiell sollte durch die interferometrie eine Auflösung erreichbar sein die einem Teleskop etspricht das den Durchmesser des Abstands zwischen den beiden hat.. also etwa 350.000 Kilometer im besten Fall (wenn die Umlaufbahn stimmt) funktioniert auch bei optischen Teleskopen, wobei es echt mal kraß wäre wenn man damit ein Teleskop entwickeln würde das aus einem auf dem Mond und je einem in den vor- und nachlaufenden Lagrangepunkten bestehen würde.. damit sollte man so einiges sehen können..
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03.07.2012 15:20 Uhr von TausendUnd2
 
+9 | -0
 
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Die 350.000 km Abstand zur Erde haben mich erstmal stutzig gemacht (das ist ja in etwa so viel wie der des Mondes), aber es stimmt wirklich.
Der Satellit umrundet die Erde nict kreis-, sondern ovalförmig. er kommt dabei auf der einen Seite auf bis zu 10.000 km an die Erde heran, und haut dann auf der anderen Seite wieder auf bis zu 350.000 km ab.
Also in etwa so:
/ .......
/ .. .........
/ : O :
/ .. .........
/ .......

[Edit: Mist, Skizze sieht scheisse aus. SN hat die Leerzeichen am Zeilenanfang rausgehauen. Ahh, hab ne Idee...]

[ nachträglich editiert von TausendUnd2 ]
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30.07.2012 13:13 Uhr von omar
 
+0 | -0
 
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Tolles Beispiel für internationale Zusammenarbeit. Sowas sollte weltweit gemacht werden.
Die US-Wissenschaftler und auch andere Länder könnten z.B. auch noch diverse Teleskope dranhängen und dann hätten alle was von den gemeinsamen Ergebnissen...
Weiter so.

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