03.07.12 11:22 Uhr
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Urteil: Weiterverkauf von gebrauchter Software erlaubt

Am heutigen Dienstag hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Urteil den Weiterverkauf von gebrauchten Software-Lizenzen erlaubt.

Eine Lizenz mit einem dauerhaften Nutzungsrecht kann nicht nur auf den Erstkäufer beschränkt werden, so das Gericht.

Wenn der Erstkäufer keine Verwendung mehr für die Software hat, darf er seine Lizenz weiterverkaufen. Dies gilt auch für Software-Lizenzen, bei denen der Kunde die Software nur als Download erworben hat. Der Erstkäufer darf die Software allerdings nicht kopieren.


WebReporter: Phoenix83
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Urteil, Verkauf, Software, Lizenz
Quelle: www.data-bla.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.07.2012 11:25 Uhr von atrocity
 
+16 | -4
 
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Haha: Können vor lachen... Neuere Software ist dank App shops wie Steam an einen Benutzer gebunden und kann gar nicht weiter verkauft werden.
Aber, immer hin weiß man auf was man sich einlässt. Darum kaufe ich auch keine Vollpreis Spiele für Steam.
Bei den 5-10€ Sonderangeboten kann ich mit einer mangelhaften Software die ich nicht weiter verkaufen kann gerade noch so leben.
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03.07.2012 11:26 Uhr von Jaecko
 
+1 | -18
 
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03.07.2012 11:45 Uhr von Zuvo
 
+7 | -2
 
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Interessant: Die Frage wäre jetzt ob man aufgrund dieses Urteils auch dagegen vorgehen kann wenn z.b. Blizz den Acc gesperrt hat weil man ihn vk hat. Auch steam sollte es nicht wenig interessieren.
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03.07.2012 11:52 Uhr von General_Strike
 
+0 | -3
 
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@Jaecko: Das geht leider nur durch Online-Zwang während des Spiels. Damit kann man auch sicher stellen, dass das Spiel nur auf einem Rechner gleichzeitig installiert ist.
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03.07.2012 11:54 Uhr von spliff.Richards
 
+9 | -3
 
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@atrocity: Glaubst du wirklich ernsthaft das dieses Urteil auf die Spiele die du bei Steam kaufst ausgerichtet ist? Natürlich sind die davon auch betroffen aber das Urteil wird sich eher auf richtige Software Lizenzen wie z.B. für CAD Programme beziehen. Die Quelle schreibt dies bezüglich aber auch nur blabla.
Wenn ich mich recht entsinne hat mein Vater damals für eine Lizenz von ePlan 40.000DM bezahlt ... Wenn er jetzt in Rente gehen will, aber auf der Lizenz sitzen bleiben muss, wäre dies schon mehr als ein Faustschlag ins Gesicht.
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03.07.2012 12:20 Uhr von KingPiKe
 
+13 | -1
 
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@spliff.Richards: Softwarelizenz ist Softwarelizenz. Um was für eine Anwendung es sich dabei letztendlich handelt, ist völlig egal.
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03.07.2012 12:48 Uhr von Slaydom
 
+4 | -0
 
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@atrocity: Steam plant schon länger den weiterverkauf für die Software, da es alles acc gebunden ist, kann man es so einem anderen User überreichen und darüber auch den Kauf abwickeln.
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03.07.2012 16:47 Uhr von spliff.Richards
 
+0 | -2
 
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@PingPike: Ich habe auch nichts gegenteiliges behauptet. Das "richtige Software Lizenzen" war evtl ein wenig unglücklich gewählt. Wenn du deine Behauptung allerdings so stehen lassen willst, stell ich mir die Frage was mit der GPL ist? Ist das keine Lizenz? Oder wenn ich mir bei GMX nen kostenpflichtiges Konto kaufe, kaufe ich da nicht auch ein Nutzungrecht/Lizenz (stichwort Software as a Service)?
Softwarelizenz ist also nicht gleich Softwarelizenz.

Windows, Photoshop, Flash oder Videospiele sind alles proprietäre Software. D.h. sie sind Urheberrechtlich geschützt und somit "unfrei". Um diese zu nutzen muss ich ein Nutzungsrecht erwerben. Viele verwechseln den Erwerb des Nutzungsrechtes mit dem Kauf der Software. Ist aber eigentlich selbsterklärend. Vor der Nutzung der Software muss ich zwangsweise den AGBs zustimmen. Da kann die Firma reinschreiben wie sie lustig ist. Ich kanns nur akzeptieren und die Software nutzen oder ablehnen und die Software nicht nutzen.

Worauf ich aber eigentlich in meinem ersten Post Aufmerksam machen wollte, ist dass den Europäischen Gerichtshof Steam nicht die Bohne interessiert.
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03.07.2012 16:56 Uhr von Askeria
 
+2 | -0
 
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ich sags schon lange und wiederhole es gerne nochmals: die gaming industrie braucht ne LOBBY!
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03.07.2012 18:21 Uhr von expert77
 
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@spliff.Richards: Das Nutzungrecht an der Software hat sicherlich nicht Dein Vater privat, sondern als Firma gekauft. Er soll dann einfach wenn er in Rente geht die Firma als Ganzes veräußern. Der Käufer kann dann die Lizenz weiter nutzen und er spart u.U. auch noch Stuern, da Firmenverkäufe im Ganzen steuerlich begünstigt werden können.
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04.07.2012 01:16 Uhr von Floppy77
 
+1 | -0
 
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@atrocity: "Können vor lachen... Neuere Software ist dank App shops wie Steam an einen Benutzer gebunden und kann gar nicht weiter verkauft werden."

Du könntest je Game einen extra Account anlegen.
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04.07.2012 10:04 Uhr von speculator
 
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Schönes Urteil! :-): In Bezug auf Komplett-PCs mit Betriebssystem gabs schonmal ein solches Urteil, dass sich jedoch nur auf Software bezog, die auf einem Datenträger mitgeliefert wurde (zB als Recovery-CD). Der Weiterverkauf dieses Datenträgers, also der gebrauchten, bzw nicht genutzten Software wurde per Urteil für legal erklärt.
Das führte letztlich dazu, dass die PC-Hersteller die Software kaum noch auf CD/DVD beilegten, um so dieses Urteil zu umgehen und den Handel mit gebrauchter Software zu unterbinden, denn eine privat mit Bordmitteln erstellte "Wiederherstellungs-CD" darf natürlich nicht weiterverkauft werden.
Dass nun grundsätzlich auch die reine Lizenz gebraucht weiterverkauft werden darf, find ich sehr schön und angemessen Nutzer-freundlich!
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04.07.2012 13:37 Uhr von EumelPinky
 
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Wenn ich meinen PC verkaufe, mit allen Software -: Lizenzen darauf, dann brauche ich kein Urteil dazu. Ist ja wohl logisch, daß ich den kompletten Rechner verkaufe - mit allem was dazu gehört. Automatisch gehören die Lizenzen dazu, damit der neue Kunde, den PC auch voll nutzen kann.

Ebenso verhält es sich bei diversen Spielen oder Programmen.

Es kauft ja auch keiner einen Gebrauchtwagen - ohne die dazugehörigen Papiere, oder ?

Frage nochmal: Wozu also dieses Urteil ?

[ nachträglich editiert von EumelPinky ]
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04.07.2012 14:09 Uhr von speculator
 
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@EumelPinky Das Urteil bezieht sich zB sowohl auf separat gekaufte Software, zB ein Office-Programm, als auch auf vorinstallierte Software, die gebraucht nun auch ohne ursprünglich dazugehörige Hardware verkauft werden darf, was vorkommen kann, wenn zB jemand vom vorinstalliertem Windows auf Linux wechselt, oder von "Microsoft Office" auf "Open Office" oder künftig lieber mit einem anderen Bildbearbeitungsprogramm arbeiten möchte; und ebenso betrifft es Firmen, die große Mengen neue PCs anschaffen, die alten werden recycelt und die gebrauchte(n) Software(lizenzen) weiter verkauft, denn der auf vielen Recovery-CDs aufgedruckte Spruch "Nur zum Verkauf mit einem neuen PC" ist durch das Urteil nichtig und dieses neue Urteil erklärt nun auch den Weiterverkauf der Lizenz ohne Datenträger für legal.
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04.07.2012 18:52 Uhr von KingPiKe
 
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@spliff.Richards: Mir ist der Unterschied zwischen "kaufen" und "Nutzungsrecht" durchaus bewusst. Und genau darum geht es doch hier. Eine Lizenz ist ein Nutzungsrecht für etwas, damit ich es benutzen darf. Und genau dieses Nutzungsrecht darf ich nun weiterverkaufen. Ich darf es dann nicht mehr nutzen, logisch, dafür aber der Käufer.

Und da ist es, zumindest nach meinem Verständnis, egal um was für Software es sich handelt. Sei es AutoCAD, Steamspiele oder das GMX-Konto.


Auf was du mit GPL hinaus wolltest, habe ich übrigens nicht ganz verstanden...

[ nachträglich editiert von KingPiKe ]

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