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Patrick S. kämpft weiterhin gegen deutsches Inzestverbot

Patrick S. verbrachte drei Jahre im Gefängnis. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass S. vor einigen Jahren vier Kinder gezeugt hat - mit seiner eigenen Schwester. Nun will S. abermals vor Gericht gehen und einen Schadensersatz von 36.000 Euro einklagen.

Ob der Klage stattgegeben wird, wird der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entscheiden. Eine erste Klage dieser Art wurde bereits vor einer kleinen Kammer in Straßburg abgewiesen. Die Schwester von S. wird allerdings aufgrund einer leichten geistigen Behinderung rechtlich nicht belangt.

Das Geschwister-Paar war getrennt voneinander aufgewachsen und hatte sich erst spät kennen gelernt. Innerhalb von vier Jahren zeugten die beiden vier Kinder miteinander, das jüngste ist mittlerweile sieben Jahre alt. S. wirft dem Gesetz nun vor, es habe seine Familie zerstört.


WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Klage, Verbot, Schwester, Inzest, Europäischer Gerichtshof
Quelle: www.n-tv.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.07.2012 11:05 Uhr von lesender
 
+2 | -1
 
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Erster Satz falsch. Strafe wurde schon abgessesen. Gemeldet.
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03.07.2012 11:40 Uhr von w0rkaholic
 
+4 | -6
 
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Inzest gehört nicht verboten: Auch wenn´s nicht mein Geschmack ist, aber darum geht´s ja nicht - dann wären ja noch ganz andere Dinge verboten.

Zwei Menschen tun Dinge zusammen, die keinen anderen stören - da können sich andere auch raushalten. Und bitte kommt mir nicht damit, dass möglicherweise die Kinder davon bleibende Schäden etc. bekommen - das ist grundsätzlich schon möglich, aber das ist der gleiche Fall, wenn "genetisch Benachteiligte" sich paaren - dort ist es nicht verboten! Hier ist aber die Chance, dass der Nachwuchs ebenfalls erkrankt sogar deutlich höher. Der Paragraph dient also dem Schutz vor Erbschäden, greift aber auch bei Verhütung - sogar bei Sterilisation.

http://www.gesetze-im-internet.de/...

Zitat Wikipedia:
"Das Strafrecht kenne aus guten Gründen eine Strafbarkeit des Beischlafs selbst dort nicht, wo die Wahrscheinlichkeit behinderten Nachwuchses höher ist und die erwartbaren Behinderungen massiver sind als beim Inzest"
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03.07.2012 12:32 Uhr von cyberax99
 
+3 | -4
 
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@w0rkaholic: Die Schäden am Erbgut sind aber nunmal statistisch nachweislich und tendentiell oft ein finanzielles Ärgernis für den Sozialstaat. Kann dies nun mit Gesetzen unterbunden werden, dann ist dies aus meiner Sicht legitim. Was geistig oder körperlich Behinderte angeht, so musst du da aus meiner Sicht differenzieren, da körperlich Behinderte durchaus normale Berufe erlernen können und körperlich Unversehrten ja geistig in Nichts nachstehen. Also einen genausoguten Job machen können wie du oder ich. Bei geistig Behinderten wird generell seitens der Betreuer ein Verbot zur Vermehrung ausgesprochen, bzw. Zwangssterilisiert, so weit ich es in Erinnerung habe.
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03.07.2012 14:13 Uhr von Katerle
 
+0 | -1
 
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der ort in der quelle ist falsch - es ist defenetiv nicht leipzig
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03.07.2012 16:45 Uhr von Seridur
 
+5 | -2
 
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nichts als egoismus: 4 kinder in 4 jahren zeugen = dummheit gepaart mit egoismus. 2 der kinder sind behindert, herzlichen glueckwunsch. ich bin mir sicher, dass jedes elternpaar eines behinderten kindes vieles, wenn nicht alles dafuer geben wuerde seinem kind ein behinderungsfreies leben geben zu koennen. und diese idioten wissen um die gefahr und verhueten nicht mals.

der ganze fall waere fast allen leuten egal, wenn die beiden einfach nur ein paar waeren und nicht in einer tour kinder produzieren wuerden.
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03.07.2012 17:24 Uhr von Klecks13
 
+2 | -3
 
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@ cyberax99: "Die Schäden am Erbgut sind aber nunmal statistisch nachweislich"

Die Statistik würde ich gerne mal sehen...

Fakt ist: Genetiker gehen von einer maximal 0,2% höheren Wahrscheinlichkeit aus. Damit sich Schäden am Erbgut weitervererben, müssen diese nämlich entweder bei beiden in der selben Gensequenz liegen -was auch bei Geschwistern äusserst selten der Fall ist, von eineiigen Zwillingen abgesehen- oder bei einem der beiden sehr stark ausgeprägt sein. Bei letzterem spielt die Verwandschaft allerdings keine Rolle; solche Erbschäden würden sich dann auch bei nicht verwandten durchsetzen.

Und selbst WENN Schäden in der selben Gensequenz vorliegen, müssen diese sich nicht zwangsläufig auswirken. Das passiert meist erst bei Inzest über mehrere Generationen. Dann aber müssen es nicht einmal Geschwister sein; Cousin 2. Grades oder Nichte und Onkel reicht schon, wie man an den Habsburgern gesehen hat. Solche Verbindungen sind aber gesetzlich erlaubt.

Moral ist die eine Sache. Aber das Verbot mit möglichen Behinderungen zu rechtfertigen, ist ein Scheinargument.
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06.07.2012 00:00 Uhr von shadow#
 
+2 | -1
 
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@Klecks13: 2 ihrer 4 Kinder sind behindert, das sind 50%.
Deine Argumente laufen gegen die Wand.

Die Familie auseinanderzureißen war falsch, sämtliche Gründe die in diesem Fall gegen das Kinderzeugen sprechen, bleiben aber bestehen.

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