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Mitgliederschwund bei der katholischen Kirche geht nach Missbrauchsskandal weiter

Auch nach dem Missbrauchsskandal verliert die katholischen Kirche weiter Mitglieder. Der Mitgliederschwund beläuft sich weiterhin auf Tausende.

Allerdings sind die Zahlen nicht mehr so hoch wie 2010 als 180.000 Menschen aus der Kirche ausgetreten sind. 2011 gab es mit 169.599 zu 126.488 mehr Taufen als Austritte.

2009 waren 123.585 Menschen aus der Kirche ausgetreten. Die Zahl der Austritte in Bayern ist von 2010 auf 2011 um die Hälfte zurück gegangen.


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WebReporter: 50I50
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Katholische Kirche, Missbrauchsskandal, Mitgliederschwund
Quelle: www.haz.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.06.2012 20:58 Uhr von Noseman
 
+9 | -4
 
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Mehr Taufen als Austritte: Na wenn es auch mehr Wiederauferstehungen als Todesfälle gab, dann ist die Kirche ja insgesamt im Plus.

Ansonsten wohl eher nicht.
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29.06.2012 23:00 Uhr von Tinnu
 
+8 | -5
 
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Mittelalterlicher Verein: Die Kirche ist bald tot

Entweder man glaubt nicht und tritt aus, oder man glaubt an einen imaginären alten Mann und tritt trotzdem aus. Denn warum sollte man als deutscher auch noch den Vatikan finanzieren? Glauben kann man auch ohne kinderfickerkirche.
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29.06.2012 23:48 Uhr von Noseman
 
+2 | -2
 
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@BastB: Die Kirchensteuern sind nicht die Haupteinnahmequelle der Kirchen. Einnahmen aus Besitztümern und/oder staatliche Subventionen sind es; und die hängen damit zusammen, wieviel Taufen es gibt.

Und nicht nur pekuniäre Interessen. Zum Beispiel saß (ich weiss nicht ob das immer noch so ist) in den Rundfunkräten oder den FSK-Gremien je ein Mitglied der "gesellschaftlich relevanten Gruppen", also ganz früher: Je ein Unions-, SPD-, FDP- Grüner und ein Kirchenmensch (mit) drin.

Mit der Anzahl der Taufen argumentiert die Kirche, um sich als Vertreterin einer relevanten Gruppe darzustellen und davon vielfach zu profitieren.
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29.06.2012 23:53 Uhr von Noseman
 
+3 | -5
 
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@Tinnu: Es gibt immer nauch haufenweise soziale bzw. gesellschaftliche Zwänge, in der Kirche zu bleiben. Teilweise ein bischen lächerlich, wie das man in weiss heiraten will und das in der Kirche (kann man alles auch ohne).

Andererseits auch handfeste. Versuch mal erfolgreich als Erzieherin in Bayern Karriere zu machen, ohne das auf der (staatlichen!) Lohnsteuerkarte ein entsprechender Konfessionsvermerk ist.

Der Kadaver Kirche ist zwar am Verwesen, aber bis er endgültig weg ist, wirds noch lange dauern.
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30.06.2012 01:57 Uhr von ohyeah
 
+4 | -2
 
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wusstet ihr das hitler die kirchensteuer eingeführt hatte, um sichs mit dem vatikan gutzustellen?
nicht?
dann wieder was gelernt!
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30.06.2012 03:18 Uhr von l.l.l.l.
 
+2 | -2
 
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Solange die mich nicht vergewaltigen, trete ich dort auch nicht aus.

Wo soll ich denn sonst meine Hochzeit und Beerdigung feiern?
Bei den Buddisten, Scientology, Moslems?
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30.06.2012 10:20 Uhr von Revolutio
 
+1 | -0
 
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l.l.l.l. Hochzeit würd ich im Standesamt feiern und die Beerdigung... hmm glaub auf dem Friedhof ^_^
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30.06.2012 10:50 Uhr von killa_mav
 
+1 | -0
 
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@ ohyeah: Die erste Kirchensteuer diesem Verständnis nach wurde in Deutschland 1827 eingeführt.
Stolze Leistung, dass jemand das gemacht haben soll um sich mit dem Vatikan gutzustellen, bevor er geboren wurde.

Was du meinst ist vermutlich die Zusicherung des NS-Regim, dass die Kirche WEITERHIN Steuern erheben darf. Und dieses Recht hatte sie auch schon in der Weimarer Verfassung zugesprochen bekommen.

Das wir eine Kirchensteuer haben, geht also nicht auf Hitler zurück.
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01.07.2012 12:07 Uhr von Tinnu
 
+1 | -0
 
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@I.I.I.I. du feierst deine beerdigung? cool :-)))

für deine hochzeit habe ich einen tip: eine kirche ist der schäbigste ort für einen freudigen tag. kirchen stehen als symbol für mord und unterdrückung, auserdem sind die kalt und muffig. such dir doch lieber einen schönen ort, sandstrand, ein tolles schloß im wald, eine lichtung, las vegas, ein schiff, bei dir zu hause, einfach da, wo ihr als paar euch am wohlsten fühlt.
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01.07.2012 13:32 Uhr von Noseman
 
+1 | -0
 
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@trara: Die deutsche Bischofskonferenz der katholischen Kirche hat Leitlinien für denVerdachtsfall bei sexuellen Mißbrauch erstellt, die schlicht der Rechtsbeugung und Vertuschung dienen.

Klar gibts auch Ärzte und Rechtsanwälte, die Kinder mißbrauchen, aber die Ärzte-bzw. Rechtsanwaltskammer sind keine Institutionen, die dem Mißbrauch ganz systematisch Vorschub leisten.

Die katholische Kirche hingegen schon.
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01.07.2012 13:47 Uhr von killa_mav
 
+1 | -1
 
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@Noseman: Und welche der Leitlinien leisten dem Vorschub?
Die Leitlinien stellen klar, dass bei Anfangsverdacht die staatlichen Behörden einzuschalten sind und zusätzlich geprüft wird, ob vor einem kirchlichen Gericht ebenfalls Anklage erhoben wird.

Das kirchliche Vertreter mit dem mutmaßlichen Opfer vorher reden ist ja wohl nicht verwerflich und soll vielmehr beitragen den fall aufzuklären. Klar ist doch aber auch, dass dies nur eine zusätzliche Instanz ist. Jedem steht es frei sich zuerst an staatliche Behörden zu wenden.
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01.07.2012 23:14 Uhr von Noseman
 
+1 | -0
 
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"Die Leitlinien stellen klar, dass bei Anfangsverdacht die staatlichen Behörden einzuschalten sind "

Ich weiss nicht, von welchen Leitlinien DU redest. Ich sprach vonm denen der Deutschen Bischofskonferenz, und die sehen das eben nicht vor, sondern erstmal durch einige Instanzen interne Ermittlungen, bevor die weltlichern Behörden eingeschaltet werden.
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02.07.2012 00:31 Uhr von killa_mav
 
+1 | -0
 
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@ Noseman: Ja natürlich. Du verwechselst aber hier wirklich zwei Instanzen.
Wenn die katholische Kirche einen verdacht hat, eine Meldung bekommt, wie auch immer, dann ermittelt sie selbst. Sollte ein Anfangsverdacht da sein, werden staatliche Behörden eingeschaltet.
Nix anderes sagt die deutsche Bischofskonferenz aus.
Ist das ungewöhnlich?
Sicherlich nicht.
Wenn in einer Firma ein wager verdacht besteht, wird auch nicht direkt anzeige der Geschäftsführung gestellt, sondern zunächst versucht, dass der Sachverhalt intern aufgearbeitet wird. Ergibt sich ein berechtigter Verdacht, wird Anzeige erstattet, wenn nicht dann nicht.

In BEIDEN Fällen steht es dem betroffen jederzeit offen sich selbst an die staatlichen Behörden zu wenden.

Der Unterschied zwischen der Kirche zu anderen Institutionen ist lediglich, dass bei der Kirche ein Verfahren vorgeschrieben ist.
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05.07.2012 09:58 Uhr von Noseman
 
+1 | -0
 
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@killa_mav: Wenn ein Verdacht vorliegt, werden eben nicht sogleich die zuständigen staatlichen Behörden informiert.

Erstmal werden kircheninterne Gespräche und ellenlange interne Ermitlungen durch diverse kircheninterne Instanzen geführt.

Und bevor die zuständigen staatlichen Behörden überhaupt informiert werden, wird dem Opfer bzw. derem gestzlichen Vertrter eindringlich klargemacht, welche negative Folgen das haben wird, ähh : haben könnte.
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05.07.2012 10:05 Uhr von Noseman
 
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@trara123456789: Ja, stimmt.

Es wäre auch viel schlimmer unterm Hammer und Sichel als unterm Hakrenkreuz gewesen. Oder doch umgekehrt?

Das sind Fragen, die sich eigentlich nicht stellen sollte, weil beides scheisse und es schon traurig ist, dass man offenbar beides gegeneinander ausspielen muss.
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05.07.2012 23:59 Uhr von killa_mav
 
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@ Noseman: Verantwortlich für eine Strafanzeige ist aber das Opfer und nicht ein anderer der davon erfährt.
Die Kirche prüft den Sachverhalt also zusätzlich und stellt Strafanzeige wenn es dies für berechtigt hält.
Strafanzeige zu stellen hat nach wie vor das Opfer selbst. Die Kirche nimmt nur auf, dass sie unter den Umständen, dass eine Straftat ersichtlich ist Anzeige erstattet wird, obwohl sie es nicht muss.
Das ist ein Fortschritt, kein Rückschritt.

Und das dem Opfer klar gemacht wird, dass es negative Folgen hat ist eher ein Gerücht. Oder kannst du diese Unterstellung belegen?

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