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Ebay: User nutzt verstorbenen Robert Enke für Werbezwecke

Ein Verkäufer auf Ebay warb kürzlich auf besonders geschmacklose Art und Weise für ein zum Kauf angebotenes Automobil. Der schwarze Mercedes wurde mit dem Faktum angepriesen, er habe zu einem früheren Zeitpunkt Robert Enke gehört.

Robert Enke erregte im November des Jahres 2009 Aufmerksamkeit, nachdem er Selbstmord begangen hatte. Der Fußball-Torhüter von Hannover 96 verstarb mit nur 32 Jahren. Als Ursache für den Suizid gelten schwere Depressionen. Das Angebot enthielt auch Fotos von Enke, sowie das Bild eines Fahrzeugbriefes.

Zudem wurde auch mit "einer besonderen Vorgeschichte" geworben. Sowohl Ebay als auch ein auf Autos spezialisierter Online-Markt haben das Angebot inzwischen entfernt. Enkes ehemaliger Berater Jörg Neblung erklärte, dass weitere rechtliche Schritte der Witwe Enkes obliegen.


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WebReporter: Raskolnikow
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Auto, eBay, Angebot, User, Suizid, Robert Enke
Quelle: www.bild.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.06.2012 14:26 Uhr von Sir.Locke
 
+28 | -4
 
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mir vollkommen unverständlich das hier so ein reibach gemacht wird, und auch das angebot inzwischen gelöscht wurde. wenn man ein fahrzeug mit bedeutendem vorbsitzer (ganz nach eigenem ermessen) hat und dieses verkaufen will ist es allgemein üblich diesen auch zu nennen. unter anderem ja mit dem aktuellen papst und seinem vorgänger, elvis, politiker...
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28.06.2012 14:36 Uhr von Raskolnikow
 
+8 | -11
 
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@Sir.Locke: Aus diesem Angebot spricht der verderbliche Wille nach ökonomisch-orientiertem Sensationalismus, wie er heute um weites zu oft zu beobachten ist.
Die Prominenz des Vorbesitzers wird durch das Faktum seines Suizids meiner Meinung nach deutlich überlagert!
Ferner: Liest man in der Quelle (Bild ist auch nicht meine liebste Zeitung) nach, so erfährt man, dass der veröffentlichte Fahrzeugbrief persönliche Angaben Enkes wie Anschrift, usw erhielt.
Ich halte es einfach für widerwärtig, wenn das Interesse an gesteigertem Profit (denn der erhöhte Verkaufspreis, der gefordert wurde, erklärt sich wohl nur aus Enkes Tod) den Respekt vor einer toten Person übertrifft. Meinetwegen soll er das Auto verkaufen, aber wegen 10.000 Euro mehr das Andenken eines Menschen derart zu missbrauchen - ekelhaft, fern jeder ethischen Integrität
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28.06.2012 14:44 Uhr von Jaecko
 
+18 | -7
 
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So weit sind wir schon. Darf man nicht mal mehr die Wahrheit schreiben.
Aber wenn irgend ein alter Golf dem Papst der der Merkel gehört hat, juckts keine Sau.
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28.06.2012 14:51 Uhr von sicness66
 
+7 | -6
 
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Persönlichkeitsrechte: gelten auch nach dem Tod. Wenn sie von der Witwe geltend gemacht werden, ist das ein ganz normaler Ablauf. Hauptsache man kann sich am Tod eines Menschen noch ökonomisch bevorteilen.
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28.06.2012 15:09 Uhr von Hoellenhobel