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Beschneidungs-Urteil: Zentralrat der Juden fordert Schutz von Religionsfreiheit

Der Zentralrat der Juden ist über das Urteil des Landgerichts Köln, bei dem sich jemand strafbar macht, sollte ein Kind am Penis beschnitten werden, empört. Dr. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden erklärte, man müsse die Religionsfreiheit schützen.

"Diese Rechtssprechung ist ein unerhörter und unsensibler Akt. Die Beschneidung von neugeborenen Jungen ist fester Bestandteil der jüdischen Religion und wird seit Jahrtausenden weltweit praktiziert. In jedem Land der Welt wird dieses religiöse Recht respektiert", so Dr. Dieter Graumann.

Ferner erklärte Dr. Dieter Graumann, dass dies ein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften darstelle. In der jüdischen Religion nimmt die Beschneidung (Brit mila) eine große Bedeutung ein.


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WebReporter: 50I50
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Urteil, Schutz, Juden, Zentralrat, Zentralrat der Juden, Religionsfreiheit
Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de

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206 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.06.2012 22:21 Uhr von Katzee
 
+122 | -15
 
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In Afrika: werden seit Jahrhunderten Mädchen "beschnitten" und verstümmelt als Teil der dortigen "Religion". Muß diese Praxis auch geschützt werden? Irgendwie sollte man einen Unterschied machen zwischen der herkömmlichen Religionsausübung und der überlieferten Praxis der Körperverletzung.
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26.06.2012 22:25 Uhr von CoffeMaker
 
+80 | -8
 
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Jo, Verstümmeln und Heiraten von Kindern sollte aus jeder Religion gebannt werden.
Wenn das Kind erwachsen ist kann er sich dann immer noch beschneiden lassen, wegen mir an seinem 18ten Geburtstag, genau wie heiraten.
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26.06.2012 22:28 Uhr von BrianBoitano
 
+105 | -5
 
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Nein wer hätts gedacht: Religionsfreiheit bedeutet, dass ICH entscheiden darf, welcher Religion ich angehöre (oder auch nicht) und nicht irgend jemand FÜR mich.

Get your facts right, Dr. Graumann.

[ nachträglich editiert von BrianBoitano ]
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26.06.2012 22:49 Uhr von Prachtmops
 
+53 | -8
 
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so so: also religion steht über dem gesetz.....
dann kann ich mir ja gleich die birne wegballern.

wenn jemand kein schwein frisst wegen seiner religion, ok... das betrifft nur ihn. (beispiel)
wenn jemand in irgendeine richtung beten möchte... schön! betrifft auch nur ihn. (beispiel)

aber wehrlose kinder beschneiden betrifft eben nicht mehr nur eine person selbst!
da hört der spass auf.

die haben wohl einen an der waffel...

[ nachträglich editiert von Prachtmops ]
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26.06.2012 22:57 Uhr von rumpelpumpel2
 
+11 | -58
 
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26.06.2012 22:59 Uhr von Werner36
 
+32 | -4
 
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über dieses thema habe ich bereits vor jahren mal gegrübelt.

Wieso Eltern bereits in frühen Jahren ihre Kinder beschneiden lassen und auch dürfen. Man zwingt den Kinder also eine "Verstümmelung" auf und es ist bis jetzt in DE mehr oder weniger legal gewesen.

Wenn das Kind es selber möchte, dann kann man es später immer noch machen.
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26.06.2012 23:04 Uhr von hellibelli
 
+41 | -4
 
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Religionsfreiheit als Ausrede: Die Unversehrtheit und Unantastbarkeit des menschlichen Körpers gehören hier zu den geschützten Grundrechten.

Was ist unsere Verfassung und Wertordnung eigentlich wert, wenn sie als "Religionsfreiheit" von Minderheiten in Frage gestellt werden darf?

Jeder Jude kann auch seine Reigion ausüben ohne seinen Kindern was abzuschneiden. Die Kinder können, wenn sie alt genug sind selbst entscheiden und zum Chirugen gehen wenn ihnen sowas (Betonung:) am eigenen Leib wichtig ist.

Wir müssen uns nicht alles gefallen lassen nur weil vor 60 Jahren usw..
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26.06.2012 23:09 Uhr von 50I50
 
+7 | -67
 
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26.06.2012 23:09 Uhr von smoke_
 
+30 | -2
 
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Völlig korrektes Urteil. Tradition oder Religion rechtfertigt keine Körperverletzung. Die körperliche Unversehrtheit wird hier nämlich nicht nur unerheblich beeinträchtigt. Unerhört wäre ein anderslautendes Urteil.
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26.06.2012 23:11 Uhr von uwele2
 
+9 | -49
 
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26.06.2012 23:18 Uhr von azru-ino
 
+9 | -51
 
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26.06.2012 23:23 Uhr von Again
 
+17 | -10
 
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uwele2: "Abschneiden darf man dem Kind nichts aber töten darf man es"
Das Abtreieben eines Phötus ist eine andere Situation. Beispielsweise wurde schon immer abgetrieben, nur dass dabei oft auch die Frauen starben. Schon alleine dies ist ein Grund. Rechtlich macht es wohl auch einen gewaltigen Unterschied, dass bei einer Schwangerschaft nicht nur das Kind, sondern auch die Mutter betroffen ist, was bei einer Beschneidung nicht der Fall ist.

Man kann sich noch etliche andere Unterschiede überlegen.
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26.06.2012 23:26 Uhr von Again
 
+26 | -4
 
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azru-ino: "wird seit jahrtausenden Praktiziert und verläuft fast immer reibungslos, aber jetzt auf einmal ist es ein Problem?"
Genauso wie das Wahlverbot für Frauen.
Weil etwas immer schon irgendwie funktioniert hat bedeutet es nicht, dass es gut ist.

"In der UNO gbt es sogar ein Programm, dass die Beschneidung weiter verbreiten soll, weil es eben auch hygienische Vorteile mit sich zieht."
Kann ja jeder für sich entscheiden wenn er alt genug ist.
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26.06.2012 23:27 Uhr von 50I50
 
+4 | -27
 
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26.06.2012 23:34 Uhr von BrianBoitano
 
+30 | -5
 
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@azru-ino: Dein Argument, dass das schon seit jahrtausenden praktiziert wird ist genau so "Heuchelei". Nur weil man es schon immer so gemacht hat heißt das nicht dass es richtig ist. Du kannst gerne in die Wüste gehen und dort mit den ortsansässigen Beduinen wie vor 5000 Jahren leben, wir hingegen leben hier in einer modernen Gesellschaft, die sich in den Jahrtausenden weiterentwickelt hat und inzwischen (glücklicherweise) das Gesetz über die Religion stellt. Und wenn du das nicht akzeptieren kannst hast du hier nichts verloren.

Und Hass lasse ich mir von dir sicherlich nicht unterstellen, die einzigen die hier vielleicht Hassen sind die, die sich gegen das Grundgesetz, die Grundlage des Zusammenlebens in dieser Gemeinschaft "BRD", stellen.

Die Frage ist eher was der ZdJ hier treibt. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist ein Grundrecht im Grundgesetz. Das gilt für Juden, Moslems, Christen, Atheisten, Hinduisten, Buddhisten, (deine Religion hier einfügen), für jeden der in diesem Land leben möchte. Jeder der das Grundgesetz nicht achtet hat hier ebenfalls nichts verloren.

"In der UNO gbt es sogar ein Programm, dass die Beschneidung weiter verbreiten soll, weil es eben auch hygienische Vorteile mit sich zieht"

Und die UNO fordert auch dass die Beschneidung ohne die Zustimmung des zu beschneidenden durchgeführt wird?


Edit @azru-in:

Wenn ich Tabak oder Alkohol konsumiere entscheide das ich für mich selbst, und genau da liegt er Unterschied.

[ nachträglich editiert von BrianBoitano ]
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26.06.2012 23:45 Uhr von Aggronaut
 
+15 | -5
 
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azru-ino: anstatt nur von deiner meinung auszugehen, solltest du dich mit dem thema genau befassen anstatt von dingen zu reden von denen du anscheinend keinen blassen hast. im netz findet sich zum thema rekonstruktion der vorhaut genug.

endlich wurde dem ganzen ein ende bereitet!

[ nachträglich editiert von Aggronaut ]
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26.06.2012 23:55 Uhr von Alice_undergrounD
 
+31 | -4
 
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aha: "Die Beschneidung von neugeborenen Jungen ist fester Bestandteil der jüdischen Religion und wird seit Jahrtausenden weltweit praktiziert."

die veschneidung von frauen ist andernorts auch ein fester bestandteil der religion wird seit jahrhunderten praktiziert, der tut grade so als ob DAS alles ein GRUND wäre ö.Ö ich bin schockiert.

irgendwo hat die religionsfreiheit auch ihre grenzen, wenn einer wirklich jude werden will kann er sich mit 18 und ner machete immer noch die vorhaut absäbeln.

@ uwele2

"wieso ist dann Abtreibung erlaubt?
das Kind das abgetrieben wird hat das sicher nicht selber entschieden."

man treibt auch keine kinder ab, sondern föten und das sind nur irgendwelche zellklumpen und keine eigenständigen personen mit menschenrechte.

[ nachträglich editiert von Alice_undergrounD ]
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27.06.2012 00:03 Uhr von azru-ino
 
+6 | -24
 
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27.06.2012 00:04 Uhr von Ajnabi
 
+5 | -23
 
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27.06.2012 00:13 Uhr von Again
 
+17 | -3
 
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Digitalkaese: "..wäre das doch völlig egal ob man Jungen beschneidet oder nicht, aber es schadet ja jetzt den Juden, wenn so ein Gesetz durchkommt, also ist man plötzlich dafür!"
Hm? Wer sagt, dass es den Deutschen egal ist? Und wer sagt dass man dafür ist, weil es den Juden schadet (in welcher Hinsich auch immer)?
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27.06.2012 00:19 Uhr von Again
 
+15 | -2
 
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azru-ino: "solltest du mal es mal aus der Sicht der Muslimen und Juden sehen"
Und du solltest es mal aus der Sicht des Kindes sehen: Es wird einem Ritus unterzogen, der keinen medizinischen Hintergund hat, sondern eben einen religiösen. Es wird eine irreversible Veränderung am Körper eines ein paar Tage alten vorgenommen, der noch nicht mal weiß was ein Buch, geschweige denn ein heiliges Buch ist.
Und bei solchen Sachen besteht immer ein Risiko, dass eben durch unterlassen vermieden werden kann.

@ajnabi:
"ach, und Zellklumpen haben keine Rechte? Zellklumpen sind so gesehen auch "Leben"..."
Natürlich sind Zellklumoen leben, aber deswegen hörst du auch nicht auf zu essen. Für den Menschen ist es in der Regel wichtig, dass gewisse "menschliche" Eigenschaften gegeben sind wie etwa Wahrnehmung und Emotion.

"Von einer Verstümmelung kann man überhaupt nicht reden. Seinen Zweck erfüllt es. "
Was ist der Zweck eigentlich?

[ nachträglich editiert von Again ]
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27.06.2012 00:21 Uhr von trollverramscher
 
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An die Menschen mit Verstand: Spart euch lieber die Mühe gegen Religion zu argumentieren. Das wird nicht funktionieren. Religiöse Themen sind für religiöse Menschen schlicht nicht diskutabel, egal wie rational eure Argumente auch sein mögen.
Lasst es einfach. Ihr tut euch damit keinen gefallen.
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27.06.2012 00:23 Uhr von Katzee
 
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