22.06.12 17:33 Uhr
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"Vom Sportwagen bis zur schönen Uhr": Schlecker-Kinder äußern sich über die Pleite

Die Kinder des insolventen Drogeriemarkt-Besitzers Anton Schlecker haben sich in einem Brief zum ersten Mal öffentlich über die Pleite geäußert.

Es sei ein Schock für ihren Vater gewesen, so Meike und Lars Schlecker: "Vom Sportwagen bis zur schönen Uhr hat er alles abgeben müssen."

Die Firma sei für ihren Vater ein Lebenswerk gewesen, die Zerschlagung des Unternehmens nun einfach eine Katastrophe.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Interview, Pleite, Insolvenz, Brief, Uhr, Sportwagen, Schlecker
Quelle: www.spiegel.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.06.2012 17:47 Uhr von bumfiedel
 
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Ach ja die guten alten Schlecker Knder. Wer kennt sie nicht :D...
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22.06.2012 17:48 Uhr von pazzo2012
 
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die haben ihre kohle: schon längst in sicherheit gebracht, die lieben schlecker kinder -.-
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22.06.2012 18:24 Uhr von mrshumway
 
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eine Runde Mitleid vor allem von den Leuten und Mitarbeiterinnen, die nun auf der Strasse stehen. Es ist schon ein hartes Los, mit verbliebenen 35 - 40 Millionen Euro Privatvermögen, das nach der Pleite übrig bleibt, auskommen zu müssen.

Das ist nicht nur Jammern auf hohem Niveau, sondern auch ein Schlag links und rechts ins Gesicht der gekündigten Mitarbeiter. Und es passt ins Bild: nie habe ich auch nur mit einer Silbe oder einem Halbsatz ansatzweise oder klar formuliert Bedauern der Schlecker Familie im Bezug auf das Schicksal der Mitarbeiter wahrgenommen.

Der 4. Absatz dieser Meldung bestätigt genau das:

http://www.stern.de/...

[ nachträglich editiert von mrshumway ]
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22.06.2012 18:57 Uhr von ArrowTiger
 
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@mrshumway: -- "Der 4. Absatz dieser Meldung bestätigt genau das:"

Yep! Ich halte den ehrenrührigen Spiegelartikel und das dort von den Geschwistern geäußerte "Mitgefühl" für die Ex-Mitarbeiter ebenfalls für einen jämmerlichen Versuch des "social white-washings".

Danke für den Link!
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22.06.2012 19:08 Uhr von Alice_undergrounD
 
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jetzt: sagt mir bitte nochmal warum alle immer auf die einhacken, weil sie 40 mio euro IHRES vermögens behalten haben? es war IHR unternehmen und nicht das der mitarbeiter. immerhin haben die mitarbeiter auch zig jahre lang geld von ihnen gekriegt, ohne diese firma wären vll. schon 20 jahre länger arbeitslos.

der umgang mit den mitarbeitern ist nochmal ne ganz andere sache - der war scheisse, keine frage - hat aber damit jetzt erstmal mal nichts zu tun.

@magnat66
"Die Preise stetig anstiegen lies und dem Personal immer weniger zahlen damit sich sein Gewinn erhöhte; das ist die Wahrheit gepaart mit seiner Gier,
sonst würde es Schlecker noch geben. "

ich glaube, dass ein sortiment jenseits von baby- und tiernahrung auch durchaus auch zum fortbestand dieser DROGERIEkette beigetragen hätte.
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22.06.2012 19:11 Uhr von ArrowTiger
 
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@Alice_undergrounD: -- "der umgang mit den mitarbeitern ist nochmal ne ganz andere sache - der war scheisse, keine frage - hat aber damit jetzt erstmal mal nichts zu tun."

Na ja, ich denke schon, daß das Vermögen sehr wohl auch mit dem Mitarbeiterumgang -vor allem der Bezahlung und chronischen Unterbesetzung der Läden- zu tun hat. ;-)
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22.06.2012 19:41 Uhr von Blutfaust2010
 
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Also: die Meike ist ja schon ne geile Sau. Die soll sich mal nackisch machen.
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22.06.2012 20:31 Uhr von mrshumway
 
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@Alice_undergrounD: Gerade eben der Umgang mit den Mitarbeitern, die niedrige Bezahlung und das Transferieren von Angestellten in die Leiharbeitsfirma Meniar spricht Bände, als was man die Mitarbeiter gesehen hat. Erst steigert man damit den Unternehmensgewinn und heuchelt dann hinterher Mitgefühl mit allen Entlassenen (denen man das Ruhestandsgeld letztendlich verdankt).

Wem Meniar gehört hat, sagt euch Google. Erst die Leute rauswerfen und dann für 50 % weniger Lohn wieder über die Zeitarbeitsfirma einstellen....

http://www.spiegel.de/...

http://www.focus.de/...

[ nachträglich editiert von mrshumway ]
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22.06.2012 21:04 Uhr von Borgir
 
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@autor: du hattest noch massig platz. warum so wenig?
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22.06.2012 22:26 Uhr von DieterKuhn
 
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Wahnsinn: Es ist doch so:

- Anton Schlecker hat über Jahre Jobs geschaffen, welche ohne ihn überhaupt nicht existiert hätten.
- Die Mitarbeiter wurde für ihre Arbeit bezahlt, keiner wurde dazu gezwungen bei ihm zu arbeiten.
- In erster Linie ist er erst einmal sich selber gegenüber verantwortlich, oder hat einer der tausenden Mitarbeiter angeboten,sich um ihn kümmern?

Fakt ist:
Er hat ein Unternehmen gegründet, dieses hat über Jahre funktioniert und dann eben nicht mehr. So geht es vielen Unternehmen und ist ein normaler Prozess. Wo ist das Problem?

Das Unternehmen hat über Jahre Geld erwirtschaftet, und das war SEIN Geld. Wenn er der Meinung ist, dass er das Geld seinen Kindern gibt oder irgendwo anders in Sicherheit bringt, dann ist das eben auch seine Entscheidung. Es ist sein Geld, ganz einfach.

Wenn ich eine Wurstbude eröffne und einen Gewinn erziehle, dann gehört das Geld nach Abzug der Steuern mir.
Wenn ich 2 Leute einstelle, schmälert das den Gewinn, aber auch hier gehört der Gewinn mir. Was ich damit mache, ist alleine meine Sache. Oder hat Anton Schlecker seinen Mitarbeitern vorgeschrieben, was sie mit dem Lohn zu machen haben?

Laut Bericht hatte die Familie Schlecker vor 3 Jahren noch über 3 Milliarden Euro. Dieses gesamte Geld wurde in die Rettung des Unternehmens investiert. Und jetzt hacken alle auf ihn rum? Meine Fresse !!

[ nachträglich editiert von DieterKuhn ]
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22.06.2012 23:22 Uhr von TeKILLA100101
 
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@ DieterKuhn: echt ich sehs auch so, als ob irgendwer hier seine kohle abgeben würde, wenn er oder sie das geld hätten...

alles ekelhafte neider hier!
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23.06.2012 17:10 Uhr von mrshumway
 
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@DieterKuhn: Was Du schreibst, ist Quatsch. Der Gewinn, den Du nach Steuern, Personalkosten und Sachkosten erzielst, gehört zuerst mal deinen Lieferanten. Und genau da lag die Schwäche. Die Expansion und Zahlungsfähigkeit von Schlecker funktionierte nur, in dem in jedem Kaff ein Laden eröffnet wurde, der Umsatz machte. Von dem wurden dann Sach-, Personalkosten gezahlt. Wenn es aber dann dazu kommt, daß Mitbewerber attraktivere Sortimente haben, bessere Ladeneinrichtungen und freundlicheres Personal, wird dieser nur auf Umsatzzahlen basierende Ausgleich von Lieferantenrechunngen nicht mehr funktionieren. Egal wie groß deine Valuta bei Lieferanten und egal wie hoch dein Einkaufsvolumen ist: wenn Du Realist bist, weisst Du, daß du Lieferantenrechnungen nur dann zahlen kannst, wenn Deine Filialen Kunden haben und Artikel gekauft werden, die eine gewisse Handelsspanne aufweisen. Und das ist der Knackpunkt. Was nutzt Dir eine Handelsspanne von 40 %, wenn die Kunden wegbleiben? Schau Dir mal DM und Rossmann an. Die versuchen nicht nur über den Preis Gewinne einzufahren. Sondern die Läden sind freundlich und hell gestaltet; es gibt keinen Fernseher mit Schlecker VHS Band, das mir sagt, wie billig und toll Schlecker sein will. Versucht man dann noch, mit dem Schlecker Service- und Sortimentskonzept nur durch die reine Neueröffnung von Filialen einen Ausgleich zu finden, potenzierst Du damit nur die schlechten Vorbedingungen: minderwertige Ladeneinrichtung, schmales Sortiment, wegbrechende Kundenzahlen. Du hast dann nicht nur zum Beispiel 3000 Filialen mit Verlusten, sondern irgendwann 3500. Was bringt das?

Sorry DieterKuhn, aber mit 3 Milliarden hätte er wesentlich mehr machen können, zum Beispiel Werbeagenturen beauftragen und Berater engagieren, die ihm (die Meinung der Kunden bestätigend) sagen, daß die Läden Scheisse aussehen. Vielleicht hätte er 5 Mrd heute damit? Eventuell auch noch Reputation bei Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten? Wenn ein eigetragener Kaufmann Sachwerte und Privatvermögen übertragt an Familienmitglieder, stinkt das. Willst Du mir allen Ernstes erzählen, ein eK setzt trotz bester Absichten und fundiertem unternehmerischem KnowHow einfach mal so 3 Mrd in den Sand, weil er Bock drauf hat? Und das bei voller Zurechnungsfähigkeit? Willst Du mir weiterhin erzählen, er hätte unternehmerische Verantwortung für seine Mitarbeiter übernommen, wenn für ihn als Kaufmann absehbar sein musste, daß der Karren irgendwann an die Wand fährt und die Insassen keinen Airbag haben? Wenn Du eine Kette in dieser Dimension hochziehst, sollte man nicht nur dafür sorgen, daß die eigenen Taschen weit genug sind. Und genau das muss er sich ankreiden lassen: er hat Mitarbeiter benutzt, ihnen Unwahrheiten aufgetischt (gerichtlich belegt) und sie per Cam überwacht. Das schafft keine Basis von Vertrauen und ist auch keine Form von Motivation für Mitarbeiter. Er hielt an einem Konzept fest, mit dem vor 40 Jahren der kleine Lebensmittel-Laden um die Ecke Gewinne fahren konnte. Wenn Dir aber die grossen Ketten mit günstigen Preisen und Parkplätzen direkt vor der Tür Kunden wegnehmen, gibt man entweder auf oder versucht, mit Service und freundlicher Beratung die Kunden zu halten. For you vor Ort zu sein reicht da nicht. Das sind andere auch.

Es ist wie bei einem Wasserkreislauf, der Flüssigkeit verliert. Nicht in dem Du ständig neues Wasser reinschüttest, sondern in dem Du das Loch flickst, wo es verloren geht, kannst Du den Schaden beheben. Schlecker hat massiv Kunden verloren; Kunden die Umsatz und somit Gewinn bringen. Dieses Loch wurde weder durch besseres Sortiment, freundlichere Läden oder sonstige Maßnahmen geflickt. Lediglich die XL Filialen haben gute Gewinne eingefahren. Spätestens da musste Schlecker erkennen, daß es nur auf diesem Weg geht: große freundliche helle Märkte, mit einem ebenso breiten wie tiefen Sortiment. Das bringt Dir Kunden rein, das gibt Gewinne.

Wen wundert dann der verlorene Prozess vor de, LG Stuttgart, wo Schlecker und seine Frau zu Bewährungsstrafen verurteilt wurden, weil sie vorgaukelten, Tariflohn zu zahlen, was aber nicht richtig war. Streich das Märchen vom stellenschaffenden Helden der Armen ganz schnell aus deiner Erinnerung. Wenn man es eng sieht, ist er ein vorbestrafter Pleitier.

Und an TeKilla: kannst Du was sachliches zur Diskussion beitragen? Oder beschränkst Du Dich auf "jo der hat recht"? Dann sag lieber nix mehr, danke.

[ nachträglich editiert von mrshumway ]
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23.06.2012 18:41 Uhr von DieterKuhn
 
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@mrshumway: > Was Du schreibst, ist Quatsch.
Wertung.

Das mit dem Lieferanten ist am Thema vorbei. Natürlich ist der Gewinn die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben, da sind Kreditorenrechnungen selbstverständlich includiert.

3 Milliarden:
Was er damit macht, ist doch seine Sache, oder? Und das ist das Thema. Ich habe auch nie gesagt, dass er ein Held ist. Meine Kernausage ist lediglich, dass es seine Sache ist, was er mit seinem Geld macht, nicht mehr und nicht weniger.
Aber eines hat Schlecker immerhin geschafft: Er hat aus dem Nichts ein Milliardenvermögen aufgebaut und vielen Menschen über Jahre Arbeit gegeben.
Ich schlage daher folgendes vor: Mach Du es bitte ebenfalls und vermeide die Fehler vom Schlecker, wir können uns dann gerne in 20 Jahren darüber unterhalten. Einverstanden?

zu TeKILLA100101:
Auch hier beschneidest Du wieder ein Recht eines Menschen.
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23.06.2012 19:33 Uhr von TeKILLA100101
 
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@ DieterKuhn @mrshumway: @DieterKuhn: welches recht genau beschneide ich hier irgendwo irgendwie?

@mrshumway:
was ich sage, kannst du ruhig mir überlassen. wieso soll ich nochmal das gleiche schreiben wie jemand vor mir, wenn ich es genau so sehe?
aber gut...
keiner sagt, dass der schlecker den laden gut oder zukunftorientiert geführt hat, da haben schlecker und rossman einfach alles besser gemacht. auch keine frage, dass er mehr daraus hätte machen können und die mitarbeiter mies behandelt worden sind. das ist aber nicht des pudels kern, denn es geht schlichtweg darum, ob er mit dem geld machen darf was er will oder nicht? ja er ist ein eK und haftet damit voll mit seinem privaten vermögen und das ist eben der grund, weshalb er es vorher in sicherheit gebracht hat...

niemand sagt, dass man ein bestimmtes privates vermögen haben muss oder?
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23.06.2012 19:50 Uhr von mrshumway
 
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@DieterKuhn: Solch ein Gebahren kann jemand (um ein praktisches Beispiel von Dir zu nehmen) an den Tag legen, der ne Würstchenbude betreibt. Aber nicht jemand, der wissen muss, daß von dem Einkommen manche Familie lebt. Da ist mir Herr Grupp, den manche als Kapitalist alter Schule schimpfen, wesentlich sympathischer als Mensch und Unternehmensführer. Der hat zwar auch seine Interessen im Blick, aber nicht auf Kosten anderer.

Ich erhebe nicht den Anspruch besser zu sein oder etwas besser zu können. Dazu fehlt mir das Eigenkapital, das ihm in die Wiege gelegt wurde. Und aus dem er, wenn er nicht immer nur im Kopf gehabt hätte "ich bin Schlecker und mache alles richtig", wesentlich mehr hätte machen oder es erhalten können.

Aber glaub mir: wenn ich eine GuV Rechnung mache oder als Geschäftsmann nur meine Kontoauszüge kontrolliere, würde mir sicher auffallen, dass ich etwas tun muss, wenn trotz unternehmerischer Tätigkeit mein Girokonto immer mehr ins Minus rutscht. Du siehst: es reicht einfachste mathematische Logik um zu sehen, ob ein Unternehmen funktioniert oder nicht. Und als Kaufmann hast du Knowledge um zu sehen woran es liegt: ich hab selbst eine solche Ausbildung. 3 Milliarden verpuffen nicht in einem Monat. Er verfügte mit Sicherheit über die Ressourcen und das Controlling um zu sehen, das es bergab geht. War es geil für ihn zu sehen, wie sein Lebenswerk durch ihn vernichtet wurde?

Das was ich schreibe kannst Du in verschiedenen Newsseiten nachlesen, es wurde sogar so von Direktoren geäussert, die bei Schlecker angestellt waren. Ich gebe rein kaufmännische Kausalzusammenhänge wieder. Bestätigt wird das durch den Erfolg der Schlecker XL Filialen. Dubag übernimmt keine Läden, die nicht Gewinne abwerfen.

http://www.welt.de/...

Kritik erlaube ich mir immer anzubringen... Und ich muss sagen es tut gut, wenn ich sehe, dass Du Deine Argumente nur wiederholst, aber die Erklärungen von mir nicht widerlegen kannst. Das bestätigt mich indirekt, stellt aber Schlecker in ein denkbar schlechtes Licht. Er sollte den Hintern hochbekommen und sich einfach mal vor seine ehemaligen Leute stellen und sagen "sorry". Das würde ihn anders erscheinen lassen, als es bisher der Fall war.

Als Unternehmer, der Leute anstellt, damit sie für ihn arbeiten, hast Du immer Verantwortung. Und als eK bist Du eine Person, die persönlich haftet für das Unternehmen. Das hat ihm das Genick gebrochen: er wollte persönliche Macht über Schlecker und kein Stück davon abgeben. Er hat durch seine Steuerung und das bockige Festhalten am eK-Status sowohl sein Vermögen vernichtet und tausende Mitarbeiter damit arbeitslos gemacht. Und das ist für mich, gerade eben weil tausende Mitarbeiter von seinem Umgang mit Kapital leiden müssen, unter aller Sau.
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23.06.2012 20:21 Uhr von DieterKuhn
 
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@TeKILLA100101: Sorry für meine unglückliche Wortwahl. Nicht Du beschneidest ein Recht, sondern mrshumway. Ich meinte damit, dass Du sehr wohl das Recht hast, Dich hier zu äußern und dass das eben mrshumway hier nicht das Recht hat, Dich anzugehen.
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23.06.2012 20:37 Uhr von DieterKuhn
 
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@mrshumway: > Dazu fehlt mir das Eigenkapital, das ihm
> in die Wiege gelegt wurde.
Genau das ist Dein grundsätzliches Problem. Du findest genügend Gründe, warum etwas nicht geht, scheiterst aber selber an so Kleinigkeiten wie Eigenkapital. Wenn Du nicht einmal in der Lage bist, diese Hürde zu nehmen, bist Du meiner Ansicht nach auch nicht qualifiziert, entsprechende Statements zur Unternehmensführung abzugeben. Du bist lediglich ein "theroetischer" Unternehmer ohne Unternehmen. Theorie und Praxis sind oftmals komplett unterschiedlich, oder?

Ich widerspreche hier noch einmal ausdrücklich, warum ein Unternehmer Verantwortung für seine Leute übernehmen soll.
Es ist ein ganz einfaches Geschäft:
- Ein Angestellter tauscht seine Arbeitszeit gegen Geld.
Ein Arbeitnegeber hat also die Aufgabe, Arbeitszeit zu entlohnen.
Dass ein Unternehmer sich menschlich korrekt und anständig gegenüber anderen Menschen benimmt, setze ich an dieser Stelle ausdrücklich voraus.
Weiterhin hat ein Arbeitgeber noch weitere Kosten, nämlich die Sozialabgaben. Sofern ein Arbeitnehmer also arbeitslos wird, federt das Sozialsystem seinen Fall für gewisse Zeit auf.

Als Arbeitgeber habe ich also die Verantwortung, Löhne für geleistete Arbeit zu bezahlen und Untergebene korrekt zu behandeln. Und damit endet meine Verantwortung gegenüber Fremden, denn an erster Linie kommt auch bei einem Unternehmer Familie und Freunde.

Auch das Schlecker tausende Menschen Arbeitslos gemacht hat, ist zwar nicht schön, sachlich aber auch nicht richtig. Denn er hat eben diese Arbeitsstellen erst geschaffen. Wenn er ein anderes Unternehmen in den Konkurs getrieben hätte, wäre es etwas anderes. Aber so?
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23.06.2012 21:37 Uhr von mrshumway
 
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@DieterKuhn: Ich kann zumindest Zahlen lesen: nimmt trotz unternehmerischer Tätigkeit mein Kapital ab, hab ich ich ein Problem. Sind meine Konkurrenten attraktiver für den Verbraucher, habe ich ein zweites Problem. Das betrifft zweil elementare Bestandteile, warum man morgens aufsteht: um Geld zu verdienen. Habe ich Verwaltungskosten, müssen diese gedeckt sein. Und merke ich seit mehreren Monaten, daß mein Eingenkapital abnimmt, steuer ich gegen. Und schicke Leute in DM und Rossmann Filialen, um zu sehen wie die es machen.

Und die Gründe warum ich meine Geschäfte nicht geöffnet habe waren genau diese Gründe: es gibt diese Shops oder Unternehmen bereits, ich hätte mich auf einen Preiskampf einlassen müssen. Der schon die Shops, die ich als Beispiel sah, schon den Hals gebrochen hat. Wenn es also keinen Bedarf an diesen Geschäften gibt und sie schliessen, ist für mich auch nicht die minimalste Chance da, im Wettbewerb zu bestehen. Das sind die Gründe.

Durch meine vorherige Tätigkeit und als Verantwortlicher für den Einkauf und Warenbestellung wäre es für mich ganz easy gewesen, Kontakte zu Lieferanten und Großhändlern zu knüpfen. Ich kannte EK-Preise, Handelsspanne und die Vertreter, deren Bestellungen man am besten nochmal kontrolliert im Bezug auf Mengen. Die von mir verantwortete Abteilung hatte eine Handelsspanne von 32 %, und der Umsatzanteil vom gesamten Haus lag zwischen 13 und 21 %. Ja.... Regaldienst hat mich angekotzt... aber er hat sich auch gelohnt. Soviel zu Deiner Vermutung ich wäre unqualifiziert.

Dennoch: Konkurrenz mit Millionen im Rücken unterbietet jeden Deiner Preise. Ist es bei xy billiger und die Farbe der Wände sind hübscher, machen die den Cash.

Schlecker wollte Konkurrenz über den Preis, mit häßlichen Läden und oft mit Lagen, wo kein Parkraum war.

Ich sehe nicht einzelne Gründe, ich suche Kostenstellen nicht, die Ausgaben einsparen. Aber ich sehe einen Einkaufsmarkt, in dessen Filiale ich z.b. nur persönlich reingegangen bin, weil er 50m von meinem Haus entfernt war. Ich weiss, daß es da keine Impulskäufe gab: Seife, Zahnpasta Rotztücher für den Schnupfen, nicht mehr und nicht weniger. 400m weiter gabs nen DM Markt mit der Durchsage "bitte Kasse 3 öffnen". Für mich nicht unbedingt immer so toll wegen der Wartezeit. Aber für DM durchaus unternehmerisch sinnvoll.

Interessant ist auch der 4. Absatz in einer heutigen Meldung vom Hamburger Abendblatt: Die Kinder sagen "wenn Mittel aus der Firma herausgezogen und an uns übertragen worden sind, wird das rückvergütet". Tun sie nur so ahnungslos, in dem sie wenn sagen? Oder gab es da wirklich was und sie wollen sich damit den Rücken freihalten? Ich tippe auf Variante zwei.

Bei Trigema sieht man anschaulich, daß die Übernahme unternehmerischer Verantwortung nicht unbedingt und ohne Ausweg in den Konkurs führt. Das Eine schliesst das Andere nicht aus. Und Angestellte korrekt zu behandeln... Nunja... wenn die rechtliche Seite damit meinst wird das dazu führen, daß deine Mitarbeiter niemals mehr als Lohnempfänger und Leistungserbringer sind.

Und daß an erster Stelle Familie und Freunde kommen, sieht man doch: die Frau das Haus und die Kids spekulieren über Zahlungen und merken plötzlich "hoppla... jetzt müssen wir so tun, als wüssten wir von nix und betonen unseren Rückzahlungswillen". Alles klar.

Jeder Unternehmer hat Verantwortung; denn diejenigen die seine Kohle verdienen, sind die Leute an der Kasse und im Lager. Von den Leuten lebt er. Diese Menschen lächeln die Kunden an und repräsentieren dich als Unternehmen. Die Leute hat er anständig zu bezahlen und nicht zu erzählen, daß sie Tariflohn haben, was erlogen ist. Aber leider kann man von Menschen, die solchen Mist verbreiten und dafür verurteilt sind, nicht noch erwarten, dass sie Verantwortung übernehmen oder Respekt zeigen. Das Resultat steht hoffentlich als abschreckendes Beispiel für andere Unternehmen. Ich bin sicher, daß weniger Entlassene vor Arbeitsgerichten gegen ihn klagen würden, wenn er etwas mehr Mitmenschlichkeit gezeigt hätte. So wird das eben nun im kaufmännisch juristischen Stil geregelt. Selbst schuld.
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01.07.2012 23:49 Uhr von Schwertträger
 
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@pazzo2012: Und? >die haben ihre kohle schon längst in sicherheit gebracht, die lieben schlecker kinder -.-<

Sollen die Kinder für die Pleite ihres Vaters aufkommen?
Die haben doch mit dem Unternehmen meines Wissens nach gar nichts zu tun.

Wenn Dein Vater mit seinem Unternehmen pleite geht, willst Du doch damit auch nichts zu tun haben, oder?! SIcher, Du wirst Deinen Vater nicht verhungern lassen, aber seine Schulden zu übernehmen, wirst Du Dir wohl überlegen, davon gehe ich mal ganz fest aus.
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02.07.2012 01:06 Uhr von Schwertträger
 
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@mrshumway: Mal als Provokationsgedanke: >Als Unternehmer, der Leute anstellt, damit sie für ihn arbeiten, hast Du immer Verantwortung.<

Ja?
Wer sagt, dass es falsch ist, die Leute einfach als gefälligst dankbar zu seiendes Proletarier-Material zu sehen, die froh sein können, dass man ihnen zumindest für ein, zwei Jahre eine Existenz knapp oberhalb der Gosse ermöglicht?
Steht das irgendwo?

Sicher würden das viele so machen, weil sie selber so (anständig) behandelt werden möchten, aber das gilt nicht für alle.

Wenn sich jetzt jemand hinstellt und sagt "ja, ich bin ein Schwein und beute Euch aus", kann man ihm das zumindest nicht mehr vorwerfen, solange man das noch mit eigenem Zutun (sowohl als Käufer oder als Angestellter) unterstützt.

Gut, Schlecker stellt sich jetzt hin und sagt "ich hab was probiert, dass nicht geklappt hat und jetzt ist einfach Schluss", aber das wäre -- genau genommen -- schon das Einzige, was man ihm von logischer Seite her vorwerfen könnte.
Dass man sich als Unternehmer immer für das Wohl seiner Angestellten verantwortlich fühlen sollte, ist ein rein humanistischer Aspekt, und nur sehr, sehr bedingt ein kaufmännischer.

Solange er sein Unternehmen also nicht in betrügerischer Absicht bewusst vorsätzlich an die Wand gefahren hat, ....


Dazu kommt, auch mal so als provokanter Gedanke in den Raum gestellt:
Wer würde nicht das Wohl fremder Kinder opfern, um die eigenen voranzubringen?

Wir tun´s schliesslich alle. Nur dass es bei uns afrikanische, vietnamesische, indische oder sonstige Kinder sind.








An den Minus werde ich erkennen, wer den Gedanken nicht verstanden hat. :-)
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02.07.2012 01:10 Uhr von Schwertträger
 
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@DieterKuhn: >.... und Untergebene korrekt zu behandeln. <

Und das auch nur im Rahmen der Gesetze. Keinen Deut mehr, wenn man das nicht möchte. Es ist völlig legitim ein Schwein zu sein.
Das hat auch noch nicht mal was mit Kapitalismus zu tun. Das Prinzip haben schon Könige und Kardinäle umgesetzt, Pharaonen und Imame, Revolutions- und Sektenführer, Heilige und Weltliche.

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