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Pharmaindustrie wehrt sich gegen Arzneimittelgesetz

Die Lobbyisten der Pharmaindustrie halten die deutsche Politik schon seit Jahren unter ihrer Fuchtel. Eine Arzneimittel-Positivliste wurde in Hinterzimmer-Gesprächen verhindert. Ein Spargesetz legte man mit Alt-Bundeskanzler Schröder gegen eine höhere Millionenzahlung bei.

Diese Art von Lobbyismus ließ sich aber nicht aufrechterhalten. So wurden beispielsweise das Arzneigesetz Anmog und Zwangsrabatte verabschiedet. Dagegen wehren sich Pharmahersteller mit allen Mitteln. Merck erhöhte wegen der Zwangsrabatte einfach die Preise für das Krebsmedikament Erbitux.

Noch drastischer geht der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim vor. Wegen des Anmog-Gesetzes wird das neue Diabetes-Medikament Trajenta gar nicht erst auf den Markt gebracht. Dabei sieht das Gesetz eigentlich nur vor, dass Pharmahersteller einen Zusatznutzen ihrer Medikamente nachweisen.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Umsatz, Gesetz, Medikament, Arzneimittel, Pharmaindustrie, Lobbyist
Quelle: www.wiwo.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.06.2012 07:23 Uhr von Pils28
 
+17 | -1
 
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Man könnte es wie die Amis machen: und denen ihre Patente wegnehmen, bzw einfach den Generika Herstellern erlauben, die selben Medis zu produzieren und zu vermarkten. Unter dem Mantel von "National Security" machen die das gelegentlich.
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22.06.2012 07:43 Uhr von mort76
 
+13 | -0
 
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super und dieser Zusatznutzen existiert eben meistens nicht- es werden oft nur Kleinigkeiten geändert und das Medikament dann als "neu" verkauft.
Und wie soll man einen Zusatznutzen nachweisen, der nicht existiert?
Bei den Psychopharmaka war das in der letzten Ziet sogar so, daß die neuen schlechter und gefährlicher waren als die etablierten.

DAS dürfte wohl eher das Problem der Industrie sein...insofern verpassen wir nichts, wenn die diese Medikamente hier nicht verkaufen.
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22.06.2012 09:41 Uhr von Jaegg
 
+9 | -1
 
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diese reudigen: hur*enkinder... es geht mir verdammt nochmal gegen den latz, dass die gerade die kränkesten der kranken so sehr abzocken wollen!!
ich habe zwar so oder so eine natürliche abneigung gegen jegliche pharmazeutisch-chemisch hergestellten produkte, aber die treiben es immer wieder auf die spitze.
höchstwahrscheinlich nutzen diese medis in etwa so viel wie ein busch marihuanapflanzen, kosten das 50-100fache und machen stärker abhängig als heroin...
HASS
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22.06.2012 11:45 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+5 | -0
 
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Man sollte sich langsam mal die Frage stellen, ob es so gut ist, dass alle Lebensbereiche turbo-kapitalisiert werden. Nur noch Gewinne, nur noch Wachstum. Der Mensch dahinter zählt schon lange nicht mehr. Man könnte auch alles mit Wasser strecken, oder mit etwas total Ungesundem, Hauptsache es ist billig und einfach herzustellen. Bald ist Kranksein, genauso wie Bildung nur noch der Elite vorbehalten und die kleinen Arbeiterameisen können ruhig draufgehn.
Dabei haben wir kulturgeschichtlich einen riesigen Schatz. Wenn ich mal an meine Großeltern denke, die so gut wie jede Heilpflanze kannten und sich selbst medikamentiert haben...Lavendel bei Schlafstörungen, Katzenminze bei Fieber und Grippe, Salbei, Thymian, kleines Habichtskraut bei Husten und Halsschmerzen, Frauenmantel bei Menstruationsbeschwerden, Beinwell bei Blutergüssen, Fenchel, Thymian, Spitzwegerich bei Bronchitis usw.

Eigentlich wird viel zu viel Placebo und unausgereifte Medis konsumiert, die vllt. noch kranker machen oder andere Aspekte wie Allergien auslösen. Aber der moderne Mensch mit seinem modernen Lifestyle kann wohl nicht anders. Gibt ja auch kaum noch Menschen, die ´ne Sense richtig bedienen können...

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