22.06.12 06:26 Uhr
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Euro-Krisenstaaten holen auf - Deutsche Firmen verlieren an Wettbewerbsfähigkeit

Bisher hörte man von deutschen Politik- und Wirtschaftsvertretern in Debatten oft das Argument, dass die Euro-Krisenstaaten wettbewerbsfähiger werden müssen. Doch das ist nach einschlägigen Untersuchungen längst der Fall. Die deutsche Industrie droht nun eher zum Sorgenkind zu werden.

"Die Lohnstückkosten in den Euro-Randländern sinken teils rapide - ein großer Lichtblick für den gesamten Kontinent", so ein Chefökonom der Marktforscher von "The Conference Board". Vor allem Irland und Spanien senkten die Stückkosten massiv und produzieren so günstiger.

Durch sinkende Löhne holen selbst Griechenland und Portugal bei den Lohnstückkosten auf. Die Nordländer des Euros verloren dagegen an Wettbewerbsfähigkeit, am meisten Deutschland. Um 14 Prozent schossen die Kosten nach oben. Der Experte sieht die Ursache in der Weiterbeschäftigung der Kurzarbeiter.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Euro, Wirtschaft, Wettbewerb, Krisenstaat, Lohnkosten
Quelle: www.ftd.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.06.2012 06:26 Uhr von no_trespassing
 
+2 | -1
 
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Der Experte ist der Meinung, dass die Kurzarbeiter statt weiterbeschäftigt zu werden vielmehr hätten entlassen werden sollen.

Um Arbeit werden die Kriege des 21. Jahrhunderts geführt.
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22.06.2012 07:05 Uhr von saber_
 
+6 | -0
 
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made in germany rechtfertigt seinen preis!

deutschland hat es nicht noetig beim preisdumping zu konkurrieren... deutschland hat genug know-how als das man sich durch hohe qualitaet am markt etabliert.

aber die politik will sowas wohl nicht...


anstatt das geld griechenland in den arsch zu schieben haette man es auch in forschung und entwicklung stecken koennen....und zeitgleich auch noch ne transrapidstrecke zwischen den groessten deutschen ballungsraeumen aufziehen koennen....

aber nein, lieber wird das geld weggeworfen...


sowas faengt auch schon im ganz kleinen massstab an:

nur die wenigsten investieren ihr geld in ihre weiterbildung... viele haben mehrere hundert dvds/bluerays oder cds im schrank, aber nicht viele buecher...

in deutschland muss es mal langsam ein umdenken geben ... es muss mehr in bildung investiert werden (und damit meine ich nicht nur die bildung von schuelern...)... der mensch lernt sein leben lang (so sollte es zumindest sein)


wissen ist macht

[ nachträglich editiert von saber_ ]
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22.06.2012 07:22 Uhr von mort76
 
+5 | -0
 
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ImmerNurIch, eigentlich heißt das:
wenn man sich darauf konzentriert, daß der Niedriglohnsektor für Aufschwung sorgt, schießt man sich ins eigene Knie.

Unser Vorteil war niemals die "Produktion zu möglichst geringen Kosten", sondern, daß wir gut ausgebildet und technisch fortschrittlich waren. Das Schulsystem wurde ruiniert, die Qualifikation sinkt- Bravo. Und unsere Löhne sind so niedrig, daß keine qualifizierten Fachkräfte herkommen möchten. Nichtmal polnische Spargelstecher zieht es noch hierher...

Die Löhne hier können einfach langfristig nicht so weit gesenkt werden, daß uns niemand untzerbieten kann- das war von Anfang an ein schlechtes Konzept.

Nun haben sich die Herrschaftenm an den Billiglöhnern bereichert, die Löhne sind auf einem extrem niedrigen Niveau, es gibt so viele Millionäre wie noch nie hier, und nie waren sie reicher- aber andere Länder können das eben auch.
Gier ist leicht kopierbar, Qualität aber nicht.

Und so bezahlen wir nun mit unseren Steuergeldern für einen Niedriglohnsektor, an dem sich die Reichen gesundstoßen und von dem die Bevölkerung nichts hat außer der Aussicht auf Sklavenarbeit im Arbeitslosenfall.
Diese Niedriglohn-Arbeit hat ja vorher jemand für ein echtes Gehalt erledigt, und davon Steuern gezahlt- nun läuft es andersrum: wir bezahlen die Arbeitgeber dafür, daß sie Leute für einen Hungerlohn arbeiten lassen.
Daß das so nicht lange gutgeht, war klar.

Ganz abgesehen davon- wir haben Banken gerettet, keine Staaten. Und von Banken bekommt man eben prinzipiell nichts zurück...im Gegenteil.

[ nachträglich editiert von mort76 ]
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22.06.2012 15:43 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -0
 
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Logisch! Na ist doch logisch, daß in den anderen EU-Ländern die Lohnstückkosten (eher wohl Lohnkosten?) runtergehen, wenn wir hier Lohndumping betreiben. Wie sollen die sonst halbwegs konkurrenzfähig bleiben?

Wie beschrieb jemand diesen Effekt einmal bildlich?: Das wäre wie in einem Theater: wenn die vordere Reihe aufsteht, müssen auch alle Reihen dahinter aufstehen, wenn sie was sehen wollen. Dann sehen zwar alle wieder gleich gut wie vorher, aber es ist deutlich unbequemer. ;-)
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27.06.2012 21:45 Uhr von Maku28
 
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super: deutsches Lohndumping für alle !

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