21.06.12 06:22 Uhr
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Griechischer Widerstandskämpfer rechnet Schulden der Bundesrepublik an Griechenland aus

Der 89-jährige Widerstandskämpfer Manolis Glezos genießt im eigenen Land hohes Ansehen. Er rechnet nun vor, dass die Deutschen den Griechen wegen des Zweiten Weltkriegs viel mehr schulden, als die Rettungspakete ausmachen. Die Zahlungen müssten bis heute alle verzinst werden.

Allein für Entschädigungszahlungen aus der Kriegszeit veranschlagt Glezos 162 Milliarden Euro. Mit Zinsen käme man heute "auf über eine Billion Euro. Aber wir können einen ´Haircut´ auf die Zinsen akzeptieren", so Glezos, der von den Nazis inhaftiert, gefoltert und sogar zum Tode verurteilt wurde.

Bis heute hätte Griechenland für die Besatzung zwischen 1941 und 1944 kein Geld gesehen. Bei einer Pariser Konferenz sei Deutschland zu sieben Milliarden US-Dollar Entschädigung verurteilt worden. Das seien inflationsbereinigt heute 108 Milliarden Euro. Die Bundesregierung behauptet, es sei alles bezahlt.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Griechenland, Schulden, BRD, Widerstandskämpfer
Quelle: www.wiwo.de

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36 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.06.2012 07:35 Uhr von swac
 
+13 | -10
 
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Ob selbst verschuldet: kann ich nicht beuteilen, bei uns geht ach alles den Bach runter und man kann dem Volk daran nur den Vorwurf machen, sich alles gefallen zu lassen.
" Die Bundesregierung behauptet, es sei alles bezahlt. " Dafür sollte es ja wohl eigentlich Belege geben, wenn nicht sind die Politiker noch blöder wie gedacht
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21.06.2012 07:40 Uhr von Perisecor
 
+62 | -17
 
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Interessante Geschichtsansicht hat der Mann ja.


Griechenland wurde von Italien angegriffen - obwohl Deutschland den Italienern deutlich davon abriet.

In der Folge wurden starke alliierte Truppenverbände in Griechenland stationiert (Operation Lustre -> Force W), welche die Aufmerksamkeit der Wehrmacht auf sich zogen.



Bevor der Terrorist Glezos, der letztlich dafür sorgte, dass durch Vergeltungsaktionen viele seiner Landsleute starben hier den Dicken markiert, sollte er sich lieber an Italien wenden. Oder das Commonwealth, welches Griechenland trotz Zusicherung nicht beschützen konnte.
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21.06.2012 07:46 Uhr von Beast-71
 
+43 | -7
 
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na ja "... Das seien inflationsbereinigt heute 108 Milliarden Euro. ..." dann packen wir diese 108 Milliarden noch auf den Rettungsschirm drauf und dafür gehört UNS dann Griechenland.

Die haben echt den Schuß nicht gehört da drüben, meiner Meinung nach sollte man sie aus dem Euro raus nehmen und dann in ihren Schulden verrotten lassen.
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21.06.2012 08:00 Uhr von nick-steel
 
+20 | -5
 
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Armer Kerl: Ich kann diesem armen Kerl nur den guten Rat geben, sich dringendst einer psychatrischen Behandlund zu unterziehen!!
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21.06.2012 08:01 Uhr von konfetti24
 
+17 | -7
 
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Sorry aber der soll einfach weniger Schafskäse durch die Nase ziehen!

Und wieder sage ich: Schmeißt die Griechen aus die EU. Solange wie sie die Schulden ohne unser Geld abgebaut haben!
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21.06.2012 08:27 Uhr von machi
 
+23 | -1
 
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Das stimmt auch bis auf eine Kleinigkeit.
Der frisch gegründeten Bundesrepublik wurden alle Schulden erlassen, sie fing bei 0 Eur an. Auch von Griechenland wurden die Schulden erlassen (weswegen wir jetzt am allerwenigsten nickelig sein müssten!)
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21.06.2012 08:30 Uhr von The_Outlaw
 
+25 | -0
 
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Irgendwie: befürchte ich, die griechischen Zeitungen werden das Fußballspiel morgen als vieles, aber nicht als sportliches Ereignis behandeln.
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21.06.2012 08:53 Uhr von dajus
 
+15 | -6
 
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Wenn man es genau nimmt: kann die Bundesrepublik überhaupt nicht für Reparationsleistungen herangezogen werden. Laut Völkerrecht, das unserem Provisorium Grundgesetz vorgestellt ist, also übergeordnet, ist die Bundesrepublik nicht die Rechtsnachfolge des Deutschen Reiches.
Desweiteren, nach der Haager Landkriegsordnung, dürfen Kriegsschulden, sowie Kriegsfolgeentschädigungen nur im Falle eines Friedensvertrages geleistet werden.
Im 2+4 Vertrag wurde aber ausdrücklich die Möglichkeit von Friedensverhandlungen ausgeschlaossen.
Daher sind wir auch nach wie vor von den Alliierten besetztes Gebiet.
Daher bekommen die Besatzungsmächte auch sämtliche, in Deutschland anfallenden Besatzungskosten, wie Miete u.s.w. erstattet.
Ebenso darf kein Mitglied der Alliierten Streitkräfte vor ein deutsches Gericht gestellt werden.

Also, lasst die Griechen fordern, was sie wollen.....
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21.06.2012 09:18 Uhr von Alh
 
+11 | -2
 
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Vollmeise: na ja, was will man in diesem Alter erwarten? Da rieselt der Kalk und man lernt jeden Tag neue Menschen kennen vor lauter Alzheimer.
Jep, das EM-Spiel wird sicher nicht sehr sportlich ablaufen. Aber Wurst, zuerst kicken wir sie da raus und dann noch aus der EU.
Als nächstes muss dann DE raus aus dieser unseligen EU die seit Bestehen nur Verderben gebracht hat.
DE, seit Anbeginn der EU, der Zahlmeister derselben muss endlich erkennen, dass es hier ein totes Kind großziehen will.
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21.06.2012 09:32 Uhr von Acun87
 
+7 | -5
 
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der mann: ist einfach senil... ignorieren
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21.06.2012 09:33 Uhr von frazerelite
 
+7 | -2
 
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ok geben wir denen das geld . und dann?
die geben es mit vollen händen aus
nach 5 jahren ist das auch wieder weg und sie sind wieder pleite
die müssen ihr scheiss kernproblem lösen
wie war das nochmal die meisten arbeiten beim staat kassieren gehalt tun aber nichts
wirtschaft gibts dort auch keine
tourismus haben die jetzt gekillt durch ihre rassistischen äußerungen
griechenland muss raus aus der eu und dann dahin wo sie hingehören
ins mittelalter! sie produzieren mit bisl landwirtschaft gerade so was sie brauchen, völlig autark von der weltwirtschaft
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21.06.2012 09:55 Uhr von kostenix
 
+3 | -0
 
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ich würd eher: sagen, dass deutschland aus der eu raus muss... griechenland muss drinn bleiben.. denn irgendwer (die anderen eu länder) muss ja deren schulden bezahlen :D

[ nachträglich editiert von kostenix ]
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21.06.2012 10:31 Uhr von Rechthaberei
 
+12 | -3
 
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England und Frankreich haben Deutschland 1939: den Krieg erklärt. Bis heute hat Deutschland keinen Euro Entschädigung für die illegalen städtischen Zerstörungen und Länderabtretungen zugunsten ihrer Alliierten gesehen. Deutschland würde mehrere Billionen von London und Paris erhalten.
-Deutschland hat sich bei Großbritannien von 1939 bis 1945 jedes Jahr um Frieden bemüht und war 1940 auch bereit Griechenland wieder zu räumen.
-Griechenland hat 1941 eine Friedensvermittlung von Deutschland mit Italien abgelehnt und die Engländer in Saloniki nicht herausgeschmissen.
Deutschland hat dann als Besatzer allerdings die Besatzungskosten nicht selbst bezahlt, das ist natürlich richtig.
Selbst den Amerikanern zahlen wir heute nocht ihre Stützpunkte in Süddeutschland mit über 100 Millionen Euro Netto jährlich.



[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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21.06.2012 11:14 Uhr von Perisecor
 
+2 | -8
 
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@ dajus: Man könnte jetzt jeden einzelnen deiner Sätze widerlegen, aber ich fasse es mal zusammen:


Nein.
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21.06.2012 11:17 Uhr von Perisecor
 
+2 | -10
 
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@ magnat66: "Wenn man den Rechtsstatus der BRD betrachtet ist das jetzt ein Gebilde ohne Grundlage das einfach so weiter läuft."

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein völkerrechtlich und international anerkannter (föderalistischer) Staat.


Zum Gerede über "deutsche Milliarden nach Griechenland":
http://www.wdr.de/...
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21.06.2012 11:29 Uhr von maxklarheit
 
+2 | -15
 
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21.06.2012 11:44 Uhr von ArrowTiger
 
+5 | -7
 
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@Perisecor: -- "Bevor der Terrorist Glezos,..."

Aha! Ein sich gegen die Nazis wehrender Widerstandskämpfer ist in deinen Augen also ein Terrorist? Das lässt ja tief blicken... =8-o

Nach deiner Logik wären damit auch alle Alliierten Terroristen? Komm, Perisecor, von dir bin ich eigentlich vernünftigere Kommentare gewohnt.
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21.06.2012 11:50 Uhr von ArrowTiger
 
+3 | -7
 
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@magnat66: -- "Fazit, nicht Griechenland, nicht Spanien, nicht Italien. Portugal u.s.w. soll aus der EU, sondern DE muss raus ; ansonsten erstickt DE an den Schulden der weiteren EU-Bündnispartner."

Na ja, es gibt inzwischen viele volkswirtschaftliche Rechnungen, die deutlich machen, daß uns das noch deutlich(!) teurer kommen würde, als wenn wir die Krisenstaaten (bzw. eigentlich die Banken) weiter finanzieren wie bisher. Immerhin haben wir vom Euro immens profitiert...
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21.06.2012 11:50 Uhr von skipjack
 
+2 | -4
 
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Trojanische Pferde: gibt es nicht nur in der IT Welt, sondern offenbar auch noch in der Politik!!!

***Liebe Politiker, ich hoffe nun hat der letzte kapiert, aus welcher Richtung der Schuss kam bzw. kommt:

>Hasserfüllte Abzocke und/oder nackter Neid!!!

>>Mein Rat/Vorschlag:
Schnellstens die Patte schliessen und keinen Pfennig, ähm Cent mehr rausrücken!!!

Trojanische Pferde gehören gelöscht...
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21.06.2012 12:14 Uhr von sicness66
 
+7 | -1
 
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Und was will er verzinsen ? Reichsmark ? Ostmark ? ... Lassen wir den Sarkasmus.

Man sieht doch, dass hüben wie drüben mit Hetze gut Politik gemacht werden kann und das wird ein vereintes Europa nicht überleben. Zumal wir gerade am Beginn stehen und sich die Krise erst noch richtig in dieses Jahrzehnt eingraben wird.

Zurück zum Sarkasmus: Was schulden uns eigentlich die Franzosen für die Zerstörung des Heiligen Römischen Reiches und deren folgenschweren Besetzung ?
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21.06.2012 12:27 Uhr von TheCatstein
 
+3 | -0
 
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tja soviel zum friedensprojekt EU :-(

wenn ich daran denke wie oft ich alleine wegen meiner signatur angefeindet wurde .... :-)))

mfg
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21.06.2012 12:34 Uhr von Buck-Ofama
 
+6 | -7
 
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Perisecor: "Bevor der Terrorist Glezos, der letztlich dafür sorgte, dass durch Vergeltungsaktionen viele seiner Landsleute starben hier den Dicken markiert, sollte er sich lieber an Italien wenden. "

Egal was der Mann da redet aber ein Widerstandskämpfer gegen die Nazis ist in deiner Verschrobenen Welt ein Terrorist und er ist schuld das Nazis in Vergeltungsaktionen einfach unschuldige Zivilisten ermorden?

Du bist ein armer kleiner Irrer.
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21.06.2012 12:50 Uhr von Perisecor
 
+2 | -8
 
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@ ArrowTiger: Leute verstecken, außer Landes bringen und mit Nahrung und Medikamenten versorgen finde ich in Ordnung.

Undifferenzierte Gewalt gegen Besatzer und die zwangsweise darauf folgenden massiven Repressalien gegenüber der Zivilbevölkerung werde ich sicher nicht gutheißen.


Die Alliierten (etc.) sind als Armee aufgetreten, ein klar zu definierender Gegner, der militärisch gegen die Achsenmächte vorgegangen ist.
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21.06.2012 13:08 Uhr von ArrowTiger
 
+5 | -3
 
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@Perisecor: Ach Perisecor, das sind doch Scheinargumente!

Ist der Beschuss der Zivilbevölkerung durch Armeen, wie es damals wie heute vorkommt - womöglich noch aus sicherer Distanz (Luftraum, Fernwaffen), etwa edler als der "Mut der Verzweifelten" von Widerstandskämpfern? Zudem: Guerillataktiken waren schon immer Bestandteil von Kriegen - und zwar auf Angreifer-, wie auf Verteidigerseite.

Und an den massiven Repressalien gegenüber den Griechen waren immer noch die Nazis schuld, nicht die Widerstandskämpfer. Nach deiner Logik darf sich der Angegriffene nicht zur Wehr setzen? Dann könnte man sich auch gleich überrennen lassen und sich jedem Despoten unterwerfen...
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21.06.2012 13:34 Uhr von Perisecor
 
+4 | -7
 
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@ ArrowTiger: Oft genug richtete sich der Kampf des Widerstandes aber nicht gegen Nachschubwege, Kriegsprojekte o.ä.


Wenn auf zwei verletzte deutsche Soldaten (weder (hohe) Offiziere, noch SS-Totenkopf) massive Einschnitte (Nahrungsentzug, Anzünden von Häusern) oder gar Hinrichtungen folgen, dann ist jedwede Verhältnismäßigkeit vorüber.

Und um diese Repressalien wussten die Widerstandskämpfer.

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